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Florian Kohfeldt steckt mit Werder Bremen tief in der Krise
Florian Kohfeldt steckt mit Werder Bremen tief in der Krise © Getty Images
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Frank Baumann findet klare Worte zur drastischen Situation bei Werder Bremen. Beim Thema Florian Kohfeldt will er sich zumindest nicht öffentlich festlegen.

Geschäftsführer Frank Baumann vom Bundesligisten Werder Bremen hat angesichts der anhaltenden Krise beim viermaligen deutschen Meister das Erreichen des Relegationsplatzes als neues Ziel ausgegeben.

"Alles andere wäre aktuell unrealistisch", sagte der 44-Jährige am Samstagabend im Aktuellen Sportstudio des ZDF.

Für Werder gehe es nur darum, "die Klasse zu halten - egal wie." Nach dem 2:2 bei Hertha BSC, dem sechsten Ligaspiel in Folge ohne Sieg, belegt Bremen mit 18 Punkten aus 24 Spielen den direkten Abstiegsplatz 17. 

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Baumann unterstrich erneut sein Vertrauen in Chefcoach Florian Kohfeldt. "Wir haben einen richtig guten Trainer. Wir diskutieren mit ihm, wie wir uns aus dieser Situation befreien können." Zugleich wich er bei der Frage nach einer Jobgarantie aus: "Eine Erkenntnis der letzten Jahre war, dass es nichts bringt, dem Trainer Garantien auszusprechen."

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Man habe aber "die Überzeugung, mit Florian Kohfeldt die Klasse zu halten." Im Falle des zweiten Abstiegs nach 1980 und eines Neuaufbaus in der 2. Bundesliga wolle man hierfür "den bestmöglichen Trainer auswählen". Dieser könne "sehr gut auch Florian sein", so Baumann.

Baumann gesteht Fehler in der Vorbereitung ein

Laut Baumann, der 1999 als Spieler nach Bremen gewechselt war und seit 2010 als Funktionär für den Verein tätig ist, spielt Bremen "die schlechteste Saison der Vereinsgeschichte." 

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Als wesentlichen Grund machte er eine zu ehrgeizige Herangehensweise nach Rang acht in der Vorsaison aus: "Wir haben überall zulegen wollen. Das hat dazu geführt, dass wir in der Vorbereitung zu viel wollten. Wir waren zu ehrgeizig und haben deswegen Fehler gemacht. Wir hatten zu viele Verletzte, durch den Qualitätsverlust nehmen dann die individuellen Fehler zu."

Den ablösefreien Abgang von Topstar Max Kruse wollte Baumann nicht als Entschuldigung gelten lassen.

"Wir wussten, dass Max Kruse ein wichtiger Spieler für uns war, dass er ein Unterschiedsspieler war. Einen Spieler wie ihn gibt es nicht so häufig. Wir haben versucht, ihn mit unseren Mitteln zu ersetzen", sagte der frühere Nationalspieler.

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