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München - Die Gespräche zwischen dem FC Bayern und dem Management von David Alaba über einen neuen Vertrag finden derzeit nicht statt. Das hat Gründe.

Die Coronakrise legt nicht nur den Spielbetrieb in den Fußball-Ligen lahm. Sie führt auch zu massiven Einreisebeschränkungen. Zu spüren bekommt das auch David Alabas Berater Pini Zahavi, denn der Israeli kann momentan nicht nach Deutschland einreisen.

Genauer gesagt kann Zahavi derzeit nicht nach München kommen, um dort jene Vertragsgespräche mit dem FC Bayern aufzunehmen, die aktuell auf Eis liegen.

Allerdings nicht nur aufgrund der Corona-Einschränkungen, sondern auch, weil Alabas Management die Münchner Verantwortlichen weiterhin in Zugzwang sieht, Alaba ein verbessertes Angebot vorzulegen.

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Zukunft von Alaba völlig offen

Bekanntermaßen läuft der Vertrag des 27-Jährigen 2021 aus und ob das Eigengewächs langfristig verlängert oder doch ins Ausland wechselt, ist noch immer völlig offen.

Die Option eines ablösefreien Wechsels gibt es für Alaba nach SPORT1-Informationen nicht. Zahavi holten er und sein Vater George mit ins Boot, um bis zur nächsten Saison eine Entscheidung herbeizuführen. Für Alaba selbst gibt es nur zwei Optionen: Im Sommer wechseln oder langfristig verlängern.

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Bayern-Trainer Hansi Flick legt sich intern für eine Vertragsverlängerung Alabas ins Zeug. Der österreichische Nationalspieler ist nicht nur ein wichtiger Spieler für ihn, er ist sein verlängerter Arm in der Defensive, Flick bezeichnete ihn nicht umsonst als "Abwehrboss". Alaba ist Führungsspieler und Leistungsträger, weshalb er entsprechend entlohnt werden möchte.

Öffentliche Diskussion um Bayern-Gehälter

Entgangen ist dem Alaba-Umfeld dieser Tage nicht, dass etliche Bayern-Gehälter in der Öffentlichkeit diskutiert werden. Manuel Neuer soll 24 Millionen Euro pro Jahr fordern. Lucas Hernández soll diese Summe bereits bekommen, wenngleich sein Berater dies umgehend dementierte.

Da wäre auch noch Philippe Coutinho mit einem Jahres-Salär von über 20 Millionen Euro. Eine Preisklasse, in der einst auch James Rodríguez gelegen haben soll. Neuzugang Alexander Nübel steigt trotz nur 40 Bundesliga-Einsätzen mit über fünf Millionen Jahresgehalt beim FC Bayern ein. Thomas Müller verlängerte bis 2023 und war schon zuvor ein Topverdiener.

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Alaba jedenfalls hätte sich den Sprung in die höchste Gehaltsklasse gewiss verdient. Unklar ist allerdings, wo diese anfängt und ob der FC Bayern bereit ist, ihn dorthin zu befördern.

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Karl-Heinz Rummenigge äußerte sich zuletzt zu den Vertragsangeboten für jene Spieler, die schon verlängert haben (Thomas Müller), kurz davor sind (Thiago) und noch verlängern sollen (Manuel Neuer und Alaba). Der Vorstandsboss wörtlich: "Unsere Angebote sind extrem fair und seriös – ohne Corona-Discount. Ich denke, dass nicht viele Vereine auf der Welt das so in dieser Krise handhaben."

Alaba lehnt erstes Bayern-Angebot ab

Noch scheint für Alaba aber kein angemessenes Vertragsangebot auf dem Tisch zu liegen, zumindest aus Sicht seines Managements. Das erste Angebot an ihn, welches er bereits vor ein paar Wochen erhielt, wurde abgelehnt. Seitdem ist von Spannungen im Verhandlungs-Poker zu hören, wenngleich Rummenigge zuletzt in der tz betonte, Zahavi als "einen seriösen, zuverlässigen Berater" zu schätzen, "mit dem man Dinge klar besprechen kann". Rummenigge weiter: "Ich gehe davon aus, dass man mit ihm eine faire Lösung finden wird, wenn David beim FC Bayern bleiben möchte."

Dass Alaba auch öffentlich mit einem Wechsel liebäugelt, ist anscheinend mehr als nur ein Manöver im Verhandlungspoker. Er ist nach bald zwölf Jahren im Bayern-Dress durchaus bereit, die Bayern zu verlassen, wenn die Voraussetzungen nicht stimmen. So ist es aus seinem Umfeld zu hören.

Sein auserkorenes Ziel ist Spanien, die derzeit heißeste Spur führt zum FC Barcelona, denn die Katalanen sollen weiter ernsthaft an Alaba dran sein. Aller möglichen Geldnöte durch die Coronakrise zum Trotz.

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