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Thomas Müller ist kein Spieler, der schnell oder häufig zu Boden geht. Aber als er in seinen ersten Jahren auf Maik Franz traf, hob auch der Bayern-Star ab.

Wie kaum ein zweiter Fußballer weiß Thomas Müller um seine Stärken. 

Der Superstar des FC Bayern spielt auch deswegen schon so lange auf höchstem Niveau, weil er seine Fähigkeiten häufig perfekt ausspielt. Zuletzt verlängerte er seinen Vertrag in München bis 2023. 

Das wohl bekannteste Merkmal des 30-Jährigen: Die Gabe, die Lücken in der Verteidigung des Gegners zu finden. 

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Mit seinen berüchtigten Läufen in den freien Raum sorgt er nicht nur für Bewegung im Angriffsspiel des deutschen Rekordmeisters, sondern geht auch den direkten Duellen mit seinen Gegnern häufig aus dem Weg. 

"Da ich mich im Rücken von meinen Gegnern wegschleiche, ist mir die Zweikampfstärke meiner Gegenspieler meistens egal", erklärte der Ur-Bayer im Interview mit Spox und DAZN daher. 

Völlig unbedeutend also, wer also auf der anderen Seite aufgeboten wird - Müller macht sich keine Sorgen. Das war allerdings nicht immer so, wie er heute zugibt.

Die "lebensrettende" Schwalbe gegen Iron Maik

"Als ich noch sehr jung war, hatte ich extrem viel Respekt vor Maik Franz", sagte er. 

In seiner ersten Spielzeite habe der knallharte Verteidiger mit dem Spitznamen 'Iron Maik', damals in Diensten der Frankfurter Eintracht, "in der Allianz Arena auf Höhe der Mittellinie in einem normalen Zweikampf zur Grätsche ausgeholt und ich war mir sicher, dass es jetzt knallt."

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Müller reagierte entsprechend: "Deshalb bin ich abgehoben und zusammengesackt, obwohl er zurückgezogen hat."

Der Schiedsrichter sprach dem FCB-Star dennoch einen Freistoß zu. "De facto war es eine Schwalbe, aber eine unabsichtliche. Eigentlich war es ein Lifesaver", erklärte Müller heute. 

Müller: Robben hätte auch abspielen können

In Tagen der Corona-Pandemie erinnerte sich Müller aber nicht nur an Franz, sondern auch an das gewonnene Champions-League-Finale von 2013 zurück. 

Hängengeblieben ist vor allem, wie groß die Anspannung vor dem Spiel gegen Borussia Dortmund im Wembley-Stadion damals war. 

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"Es war ein sehr intensives Spiel. Wir waren mit der Geschichte aus dem Vorjahr enorm unter Druck. Die Gefahr, dass wir die ganz großen Verlierer werden, war damals allgegenwärtig. Dann hätten wir innerhalb von vier Jahren drei Champions-League-Finals verloren", sagte Müller, der sich 2010 Inter Mailand und 2012 dem FC Chelsea hatte geschlagen geben müssen. 

Und natürlich denkt er auch immer wieder an das entscheidende Tor von Arjen Robben zurück: "Ich habe die Szene oft gesehen und denke mir jedes Mal wieder: Mit einem guten Auge hätte man auch querlegen können", sagte Müller, der wie so häufig einschussbereit frei gestanden hatte, mit einem Grinsen: "Als ich aber gesehen habe, dass der Ball ins Tor geht, war es okay."

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