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Leverkusen - Bayer Leverkusen kommt gegen Wolfsburg unter die Räder. Nach der Partie hadert Lukas Hradecky mit der Leistung. Der VfL unterstreicht Europa-League-Ambitionen.

Krachendes Ende der Super-Serie: Bayer Leverkusen hat nach 115 Tagen wieder eine Pleite kassiert und muss um den Einzug in die Champions League bangen.

Das Team von Trainer Peter Bosz unterlag dem VfL Wolfsburg nach desolater Leistung überraschend mit 1:4 (0:1) und konnte die Big Points aus dem Duell mit Borussia Mönchengladbach (3:1) nicht veredeln.  Zur Qualifikation für die Königsklasse ist die Werkself sechs Spieltage vor Saisonende damit wieder auf Schützenhilfe angewiesen.

Marin Pongracić (43., 75.), Maximilian Arnold mit einem abgefälschten Freistoß (64.) und Renato Steffen (67.) sorgten für die erste Heimpleite der Werkself 2020. Sechs der vergangenen sieben Spiele hatte Bayer gewonnen.

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"Heute waren wir schlecht – eigentlich in allen Bereichen. Der Unterschied zu unseren letzten Auftritten war sehr groß: Uns hat die Aggressivität gefehlt, mit und gegen den Ball. Wolfsburg hat hingegen sehr gut gespielt und verdient gewonnen", sagte Bosz auf der Pressekonferenz.

Wolfsburg untermauert Europa-League-Ambitionen

Der VfL festigte seinerseits Rang sechs und untermauerte eindrucksvoll seine Europa-League-Ambitionen. Das Tor von Julian Baumgartlinger (85.) änderte daran gar nichts. (Spielplan und Ergebnisse)

"Das sind meine ersten beiden Profi-Tore. Ich wusste gar nicht, dass ich welche schießen kann", sagte Pongracic bei Sky einigermaßen verdutzt. "Vielleicht feiere ich das ein bisschen mit meiner Freundin."

Bayer-Keeper Lukas Hradecky fand klare Worte: "Unsere Leistung war inakzeptabel heute. Wolfsburg war bissiger, wir haben unsere spielerische Qualität nicht einbringen können. Wir müssen jetzt gucken, dass es bei diesem einen Aussetzer bleibt."

Sein Trainer Bosz hatte angesichts des gelungenen Re-Starts und des anhaltenden "Flows" der Werkself vor nachlassender Konzentration gewarnt.  "Auch wenn wir jetzt Selbstvertrauen haben, wird das Spiel nicht einfacher", sagte der Niederländer.

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Wölfe ziehen Leverkusen den Zahn

Dies bewahrheitete sich beim ersten Geisterspiel in der BayArena. Zwar hatten die Gastgeber deutliche Ballbesitzvorteile, doch die gefährlichere Mannschaft waren die Gäste. 

Die "Wölfe" standen sehr kompakt und zogen den Leverkusenern mit geschicktem Mittelfeldpressing den Zahn. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Die Bosz-Elf streute ungewohnt viele haarsträubende Fehlpässe in ihr Kombinationsspiel ein und lud den VfL zum Kontern ein. Joao Victor tauchte nach schnellem Umschaltspiel gleich zweimal allein vor Hradecky auf, fand aber jeweils im Finnen seinen Meister (15., 36.).

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Bosz versuchte, von außen lautstark auf seine Spieler einzuwirken, doch es half wenig. Nachdem Edmond Tapsoba gleich mehrmals im eigenen Strafraum in höchster Not geklärt hatte, nutzte Pongracić eine perfekte Freistoßflanke des starken Arnold kurz vor der Pause zur Führung. (Die Tabelle der Bundesliga)

Bayer-Offensive um Haverz abgemeldet

Die hochgelobte Bayer-Offensive um Topstar Kai Havertz war nahezu abgemeldet. Eine direkte Ecke auf die Latte von Nadiem Amiri (37.) sowie ein Kopfball von Havertz aufs Tornetz (38.) blieben vor dem Wechsel die einzigen Torannäherungen. Auch ein Dreifachwechsel brachte keine Besserung.

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Leverkusen kam kaum einmal in die Nähe des Tores von Koen Casteels, während die Niedersachsen ihrerseits weiter äußerst gefährlich konterten. Josip Brekalo (47.) und Steffen (63.) scheiterten zunächst noch im Eins-gegen-eins an Hradecky, ehe den "Wölfen" binnen drei Minuten doch ein Doppelschlag gelang.

Beim Freistoßtreffer von Arnold fälschte Havertz in der Mauer entscheidend ab, kurze Zeit später köpfte Steffen am zweiten Pfosten eine Flanke von Joao Victor unbedrängt ein. Pongracić besorgte mit seinem zweiten Kopfballtreffer nach Arnold-Freistoß schließlich die Entscheidung.

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