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Hertha BSC rechnet mit empfindlichen Einbußen wegen der Coronakrise - vor allem mit Transfer-Einnahmen sei in der näheren Zukunft nicht zu rechnen.

Hertha BSC rechnet wegen der Coronakrise für die Restsaison mit Mindereinnahmen im "deutlichen zweistelligen Millionenbereich".

Das sagte Finanzgeschäftsführer Ingo Schiller am Freitag. Allein die fehlenden Ticketeinnahmen für die vier Heimspiele ohne Zuschauer bezifferte Schiller für den Bundesligisten auf drei Millionen Euro. 

Die größte Abweichung wird es mit Blick auf die laufende Saison aber bei den Transfererlösen geben. "Wir müssen davon ausgehen, dass es keinerlei Transfererlöse mehr in dieser Spielzeit gibt", kündigte Schiller zwei Tage vor der virtuellen Mitgliederversammlung des Klubs an. 

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In ihrer angepassten Planung für die kommende Saison rechnen die Berliner mit Geisterspielen in der gesamten Hinrunde. Das würden Mindereinnahmen von rund sieben Millionen Euro ausmachen. "Bei den Transfers glauben wir, dass innerhalb der kommenden 15 Monate wieder Bewegung in den Markt kommt, aber deutlich weniger als noch vor einem oder vor zwei Jahren", sagte Schiller. 

Die Millionen des Investors dürften helfen

Dass Hertha vielleicht glimpflicher davonkommt als andere Bundesligisten, liege an der strategischen Partnerschaft mit der Tennor Group von Lars Windhorst. Das Eigenkapital der Hertha BSC GmbH & Co. KGaA stieg innerhalb eines Jahres bis Ende 2019 von 12,6 auf 182,5 Millionen Euro. Man habe wegen der Partnerschaft "eine ganz andere Kapitalbasis", sagte Schiller. 

Noch wichtiger sei aber der Punkt, wie viel Geld der Verein in der Kasse habe. "Wir hatten zum 31. Dezember des letzten Jahres 109 Millionen Euro an Cash und darüber hinaus einen mittleren zweistelligen Millionenbetrag an Kreditlinien", verriet Schiller und betonte: "Unsere Finanzierungsleistungskraft ist eine völlig andere als noch vor einem Jahr."

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