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Oliver Mintzlaff spricht über die Trainingspläne bei RB Leipzig - und äußert sich zu möglichen zukünftigen Transfers.

RB Leipzig will am kommenden Dienstag ins Mannschaftstraining zurückkehren und sich auf die mögliche Wiederaufnahme des Spielbetriebs vorbereiten.

Nach einem Corona-Test am Freitag sollen die Spieler und alle Beteiligten am Montag erneut auf das Virus getestet werden, "dann ist der Plan, dass wir am Dienstag ins Mannschaftstraining einsteigen, sofern alle Tests negativ sind", sagte Geschäftsführer Oliver Mintzlaff am Freitag in einer Videokonferenz.

Die Deutsche Fußball Liga (DFL) peilt nach SID-Informationen den Re-Start der Bundesliga mit einem Freitagsspiel am 15. Mai an - die Freigabe der Politik vorausgesetzt. Mintzlaff stellte die Bedeutung des Re-Starts für die Vereine heraus.

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"Brauchen das TV-Geld, um zu überleben

"Es geht darum, dass die Bundesliga weiter so besteht, wie wir sie kennen. Dafür brauchen wir die verbleibenden Spiele und die damit verbundenen großen TV-Gelder", sagte Mintzlaff: "Wir brauchen das TV-Geld, um zu überleben. Das ist der Grund, warum wir wieder Fußball spielen wollen, müssen und sollten."

Sollten bis zum Jahresende keine Zuschauereinnahmen aufgrund von Geisterspielen generiert werden können, rechnet Mintzlaff mit Einbußen im zweistelligen Millionenbereich, "der deutlich über 20 Millionen liegt."

Um die fehlenden Einnahmen zu kompensieren, hält Mintzlaff einen weiteren Gehaltsverzicht der Spieler für möglich. Dieser müsste aber auf freiwilliger Basis passieren. "Ich gehe davon aus, dass unsere Spieler ihren Beitrag über den Juni hinaus leisten werden und natürlich auch einen Gehaltsverzicht vornehmen, wenn wir dann starke Einbußen haben", sagte er.

Bei Saisonende keine neuen Transfers

Die Auswirkungen der Coronakrise bekommt also auch Leipzig zu spüren.

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"Wir müssen verkaufen, bevor wir etwas kaufen", sagte der 44-Jährige: "Aber die Notwendigkeit zum Verkauf sehe ich nur bedingt. Wir haben einen guten Kader."

Mintzlaff betonte: "Wenn wir nicht zu Ende spielen können, müsssen wir uns mit neuen Transfers überhaupt gar nicht beschäftigen. Das würde in das große Minus, das wir haben, nicht mehr hineinpassen."

Upamecano: Keine Vertragsverlängerung in Sicht

Er äußerte sich auch zur Zukunft von Dayot Upamecano, der beim FC Bayern hoch im Kurs steht. Er verwies Berichte, Upamecano stünde vor einer Vertragsverlängerung, ins Reich der Fabeln.

"Wir haben in der Covid-19-Krise momentan andere Themen als uns über Verträge Gedanken zu machen", sagte Mintzlaff.

"Wir kennen die Laufzeiten der Verträge unsere Spieler, und ich kenne sie sehr genau - vor allem die unserer Leistungsträger", erklärte Mintzlaff: "Für uns ist es ein Nogo, dass Leistungsträger ablösefrei vom Hof gehen. Das war bei Timo Werner der Fall und wird bei Dayot Upamecano auch so sein. Ich habe das Wirtschaftliche im Blick."

Heißt: Verlängert Upamecano seinen Vertrag nicht, wird er im Sommer verkauft. Der 21 Jahre alte Franzose soll eine Ausstiegsklausel über 60 Millionen Euro besitzen. "Wir handeln immer nachhaltig", erklärte Mintzlaff.

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