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Wolfsburg - Der FC Bayern München krönt seine Meisterschaft mit einem souveränen Kantersieg in Wolfsburg. Cuisance glänzt mit Traumtor, aber Goretzka muss verletzt raus.

Der FC Bayern hat trotz einer Gala den neuen Torrekord verpasst.

Der Rekordmeister gewann am letzten Spieltag beim VfL Wolfsburg mit 4:0, hätte aber fünf Tore gebraucht, um die Marke der Bayern aus der Saison 1971/72 zu erreichen. Trotzdem war es ein standesgemäßer Schluss punkt unter eine historische Saison. Um 17.34 Uhr erhielt die Mannschaft von Trainer Hansi Flick nach dem 13. Sieg in Folge auch die hochverdiente Meisterschale . zum achten Mal in Folge. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Weil die eigenen Anhänger fehlten, schickten die Bayern eine Woche vor dem DFB-Pokalfinale gegen Bayer Leverkusen in Berlin über ihre Shirts Grüße an die Fans. "Meister werden wir nur zusammen. Euer Robert", stand auf dem von Lewandowski. "Gemeinsam können wir alles erreichen", hieß es bei Neuer, "Das ist auch euer Titel", bei David Alaba.

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Müller stellt Bundesliga-Rekord auf

Einer der Matchwinner in Wolfsburg war Youngster Michael Cuisance, der mit einem Traumtor und einem herausgeholten Elfmeter glänzte. Zudem erzielte Robert Lewandowski seinen 34. Saisontreffer. "Wir haben richtig guten Fußball gezeigt", sagte Lewandowski, der zum fünften Mal die Torjägerkanone erhielt. "34 Tore - ich bin der Mannschaft und meinen Kollegen dankbar", sagte er Pole bei Sky: "Schade, dass ich drei Spiele verpasst habe."

Thomas Müller stellte mit seiner 21. Torvorlage einen neuen Bundesligarekord auf und legte später auch noch sein achtes Saisontor nach - es war das 100. Saisontor der Münchner. Der FC Bayern holte in der Rückrunde unglaubliche 49 von 51 Punkten, besser war nie eine Mannschaft. (Die Tabelle der Bundesliga)

Leichte Sorgen bereitete Leon Goretzka, der sich bei einem Foul am Knöchel verletzte und wenig später ausgewechselt werden musste. (Spielplan und Ergebnisse)

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10. Auswärtssieg in Serie für Bayern

So ganz nebenbei erreichte die Mannschaft von Trainer Hansi Flick mit dem zehnten Auswärtssieg hintereinander auf dem Weg zum 30. Titel auch den eigenen Bestwert aus dem Jahr 2014.

Die von der ersten Minute an hochkonzentrierten Gäste nutzten gleich in der vierten Minute ihre erste Einschussmöglichkeit zur Führung, Kingsley Coman war nach schnellem Umschaltspiel aus kurzer Distanz mit einem Flachschuss erfolgreich. Der zweite Treffer gelang Mickael Cuisance mit sehenswertem Distanzschuss (37.), der Franzose stand überraschend anstelle von Joshua Kimmich in der Startformation.

Per Strafstoß (72.) stellte Robert Lewandowski auf 0:3, Müller legte den vierten Treffer nach (79.). Lewandowski Pole wurde nach der Begegnung zum fünften Mal mit der Torjägerkanone ausgezeichnet. Seinem Elfmeter war ein Foul von Josuha Guilavogui vorausgegangen, der Wolfsburger Kapitän sah dafür die Gelb-Rote Karte.

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Wolfsburg rutscht auf Rang sechs ab

Mit der fünften Heimniederlage in Serie gegen den FC Bayern rutschten die Niedersachsen hingegen in der Abschlusstabelle noch vom sechsten auf den siebten Platz zurück und müssen sich nun durch die Qualifikation in die Gruppenphase der Europa League kämpfen. Der vor dem letzten Spieltag punktgleiche Mitkonkurrent TSG Hoffenheim kam zu einem überraschend deutlichen Auswärtssieg bei Vizemeister Borussia Dortmund.

Die Platzherren hatten der bajuwarischen Spielkultur wenig entgegenzusetzen. In der Nachspielzeit der ersten Halbzeit traf Wout Weghorst, Schiedsrichter Patrick Ittrich entschied jedoch auf Stürmerfoul. "Das muss man nicht abpfeifen", sagte VfL-Sportdirektor Marcel Schäfer in der Pause am Sky-Mikrofon.

Nach dem Seitenwechsel ließen sich die Gäste  - vielleicht mit Blick auf das DFB-Pokalfinale am kommenden Samstag gegen Bayer Leverkusen - phasenweise ein wenig zurückfallen. Flick gefiel dies überhaupt nicht, mit unmissverständlichen Armbewegungen forderte der Coach zu mehr Engagement auf. Und tatsächlich war das Wolfsburger Strohfeuer nach einer knappen Stunde schon wieder erloschen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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