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Gelsenkirchen - Sportlich läuft es beim FC Schalke 04 alles andere als rund. Dazu kommt nach dem angekündigten Rückzug von Peter Peters ein Machtvakuum in der Führungsetage.

Nach zwölf sieglosen Spielen will der FC Schalke 04 am Sonntag im Heimspiel gegen Bayer Leverkusen (Bundesliga: FC Schalke 04 - Bayer Leverkusen, ab 18 Uhr im LIVETICKER) endlich seinen historischen Negativlauf beenden.

Während Trainer David Wagner mit seinem Team an der Trendwende arbeitet, bastelt die Führungs-Etage im Hintergrund an der künftigen Neuausrichtung.

Machtvakuum auf Schalke nach Peters-Aus

Denn: Auf Schalke gibt es nach dem Knall-Aus von Peter Peters ein Machtvakuum. Der Kumpel-Klub hatte kürzlich den Abschied des 57 Jahre alten Finanzvorstands zum 30. Juni hin bekanntgegeben - nach 27 Jahren! Das Verhältnis zwischen Peters und Schalke-Boss Clemens Tönnies galt als schwierig. (Lesen Sie hier die Hintergründe zum Peters-Aus)

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Wie geht es jetzt weiter auf Schalke?

Anfang der Woche kam die königsblaue Führungsriege in Ostwestfalen zusammen. Aufsichtsratschef Tönnies hatte in seiner Firmen-Zentrale in Rheda zum Vorstandsgipfel geladen. Mit dabei: Die verbliebenen Vorstände Jochen Schneider (Sport) und Alexander Jobst (Marketing) sowie Tönnies-Vize Dr. Jens Buchta (stellvertretender Aufsichtsratschef). Diskutiert wurde vor allem über die vorübergehende Aufgabenverteilung innerhalb des Vorstandes und über eine grundsätzliche Neustrukturierung.

Keine Eile bei Suche nach Peters-Nachfolger

Nach SPORT1-Informationen soll es auch in Zukunft bei drei Vorständen bleiben. Die Schalker suchen lediglich einen Nachfolger des scheidenden Peters, haben dabei aber keine Eile. Schließlich besagt die Satzung, dass der Verein auch mit zwei Vorständen über den 1. Juli hinaus handlungsfähig bleibt. "Wir sind mit den beiden sehr gut aufgestellt und müssen jetzt nicht die schnellste Lösung finden", bestätigte Tönnies in der WAZ.

Volles Vertrauen haben die Bosse dabei in Christina Rühl-Hamers, die als Finanzdirektorin unter Peters arbeitet und zunächst das Amt kommissarisch übernehmen soll.

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In Branchenkreisen fällt immer wieder der Name Alexander Wehrle als möglicher Peters-Nachfolger. Nach SPORT1-Informationen ist der Fachmann, der beim 1. FC Köln einen Vertrag bis 2023 hat, an einem Engagement auf Schalke zurzeit allerdings nicht interessiert.

Umstrukturierungen im Schalker Vorstand

Veränderungen soll es beim Revierklub auch in der Vorstands-Struktur geben. So soll Jochen Schneider neben dem Sport- auch das nicht zu unterschätzende Kommunikations-Ressort erhalten, das Alexander Jobst damals von Christian Heidel übernommen hatte. Zuletzt gaben die Schalker vor allem auf diesem Gebiet nicht immer ein gutes Bild ab.

Laut Bild wünscht sich der Aufsichtsrat zudem, dass Schneider Vorstandssprecher und damit der starke Mann neben Tönnies auf Schalke wird. Unklar allerdings, ob der Schwabe diese zusätzliche Aufgabe annehmen wird. Jobst soll neben dem Marketing-Ressort auch noch die Organisation im Klub übernehmen. Diese hatte bislang ebenfalls Finanzboss Peters inne.

S04-Lizenzspielerchef Sascha Riether wischte übrigens den Verdacht beiseite, dass sich die Führungskrise im Verein auch auf die Leistung der Mannschaft auswirke. "Was auf Vereins- oder Vorstandsebene passiert, das beeinflusst die Mannschaft nicht", erklärte der 37 Jahre alte Ex-Profi. "Wir haben zurzeit andere Probleme und wollen wieder auf dem Platz erfolgreich sein."

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