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München - Nach langwierigen Verletzungssorgen feiert Mateu Morey sein Bundesligadebüt für den BVB - und deutet in nur fünf Minuten sein enormes Potenzial an.

Nur wenige Minuten blieben ihm bei seinem Bundesligadebüt, doch Mateu Morey nutzte jede einzelne Sekunde, um sich wieder in Erinnerung zu rufen.

In der 87. Minute hatte die lange Zeit des Wartens für den Youngster von Borussia Dortmund endlich ein Ende. Nach langwierigen Verletzungssorgen feierte der 20-Jährige im Spiel beim SC Paderborn (6:1) seinen Einstand bei den BVB-Profis.

Die Partie war beim Stand von 4:1 eigentlich entschieden, doch Morey drückte den Schlussminuten dennoch seinen Stempel auf: Das 5:1 durch Marcel Schmelzer initiierte der Spanier mit einem cleveren und mutigen Dribbling und vor dem 6:1 schickte Morey Torschütze Jadon Sancho mit einem perfekt getimten Steilpass auf die Reise.

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Morey freut sich über Bundesligadebüt für BVB

Noch weitere Zahlen gefällig? Bitte: Drei von vier Zweikämpfen gewonnen und bei vier Ballaktionen alle drei Pässe zum Mitspieler gebracht.

"Ein Traum wird wahr", kommentierte Morey sein Bundesligadebüt in den Sozialen Netzwerken. Und zahlreiche Teamkollegen wie Erling Haaland, Thorgan Hazard und Mats Hummels freuten sich in den Kommentaren mit ihm.

Eigentlich hätte dieser Wunsch schon viel früher in Erfüllung gehen sollen, doch ein unglücklicher Sturz auf die Schulter verhinderte sein Profidebüt.

Verletzungen werfen Morey zurück

Für den Supercup gegen den FC Bayern hatte BVB-Trainer Lucien Favre den Neuzugang aus der Jugend des FC Barcelona nach einer starken Vorbereitung eigentlich fest als Rechtsverteidiger hinter dem offensiver ausgerichteten Achraf Hakimi eingeplant. Doch im letzten Testspiel gegen den FC St. Gallen unmittelbar vor dem Prestigeduell gegen Bayern zog sich Morey eine Schulterluxation zu.

Für den gebürtigen Mallorquiner war es der nächste herbe Rückschlag, nachdem er die Vorsaison bei Barca wegen eines Meniskusschadens komplett verpasst hatte.

Über Einsätze für die Dortmunder U23 in der Regionalliga West kämpfte sich der technisch versierte Morey wieder heran und zählte seit Herbst 2019 regelmäßig zu Favres Bundesligakader – ohne allerdings zum Einsatz zu kommen.

"Wir vergessen natürlich Morey nicht", erklärte Favre im November vor dem Hinspiel gegen Paderborn: "Er ist nach sechsmonatiger Verletzung hierhergekommen. Er hat endlich ein Spiel mit der U23 gemacht. Für die Zukunft ist er sicher ein Spieler mit Potenzial und Perspektive."

Ein Transfer-Schnäppchen mit Perspektive

Auf kurz oder lang soll der nur 1,73 Meter große Morey das Erbe von Lukasz Piszczek antreten.

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Michael Zorc bezeichnete den U17-Europameister von 2017 bei der Verpflichtung im vergangenen Sommer als "großes Abwehr-Talent aus der Fußballschule des FC Barcelona, das über ausgeprägte technische Qualität verfügt".

Die Dortmunder sicherten sich Moreys Dienste ablösefrei und statteten ihn mit einem Vertrag bis 2024 aus, lediglich 90.000 Euro Ausbildungsentschädigung sollen an die Katalanen überwiesen worden sein.  "Wir sehen diesen Transfer perspektivisch", sagte BVB-Sportchef Zorc noch.

Ein Schnäppchen, das sich jetzt auszahlen könnte.

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