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Mit Jude Bellingham holt der BVB den nächsten Super-Teenie aus England. Im Gegensatz zu Jadon Sancho plant die Borussia den Neuzugang aber sofort fürs Profiteam ein.

Er kam und ging auch gleich wieder. Am Donnerstag landete Jude Bellingham in Dortmund, um beim BVB den Medizincheck zu machen, einen Fünfjahresvertrag zu unterschreiben und kurz darauf wieder zurück auf die Insel zu fliegen.

Bis der Transfer-Coup offiziell verkündet wird, möchten der BVB und der 17-jährige Mittelfeldspieler aus Respekt vor Birmingham City noch die beiden ausstehenden Liga-Spiele gegen Preston North End und Derby County abwarten. Die "Blues", Lieblings- und Heimatklub von Bellingham, kämpfen noch gegen den Abstieg in die englische Drittklassigkeit, brauchen noch einen Punkt. Bellingham soll noch mithelfen, den Zähler einzufahren.

Pünktlich zum Trainingsauftakt am 30. Juli wird der Youngster dann beim BVB auf der Matte stehen. Auch ins Sommer-Camp nach Bad Ragaz (Schweiz), das vom 10. bis 17. August stattfinden wird, wird Bellingham mitreisen.

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Die BVB-Bosse planen den 23-Millionen-Teenie voll für die Profi-Mannschaft ein. Anders als Jadon Sancho, der im Sommer 2017 für eine Ausbildungsentschädigung von 7,84 Mio. Euro von Manchester City gekommen war, soll Bellingham auf Anhieb fester Bestandteil der Mannschaft von Lucien Favre sein.

Bellingham ohne Starallüren

In seiner ersten BVB-Saison spielte Sancho, der mittlerweile 117 Mio. Euro wert ist, noch für die U19 (sechs Spiele) und lief sogar drei Mal für die U23 in der Regionalliga West auf. Auf zwölf Bundesliga-Spiele (ein Tor, vier Vorlagen) kam der heute 20-Jährige in seiner Debüt-Saison. Erst im zweiten Jahr folgte sein Durchbruch.

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Bei Bellingham soll das anders sein. Sportchef Michael Zorc, Chefscout Markus Pilawa und Trainer Favre halten große Stücke auf den Jung-Profi. Beim BVB sind sie guter Dinge, dass Bellingham schon früher als Sancho zünden kann. Druck machen sie ihm allerdings keinen, wollen ihn auch vor den Medien schützen.

Dennoch sind sich die BVB-Verantwortlichen sicher, dass der Jung-Star mit der großen Erwartungshaltung zurechtkommen wird. Bellingham, der aus gutem Elternhaus stammt, gilt nämlich als geerdet und bodenständig.
Die BVB-Scouts überzeugte Bellingham vor zwei Jahren schon auf einem U15-Länderturnier in Italien durch seine Reife und Persönlichkeit sowie seiner Siegermentalität. Englands Junioren-Nationalmannschaften führte er stets als Kapitän aufs Feld. 

Profidebüt mit 16 Jahren

Anders als Sancho kommt der "Achter" mit Profi-Praxis in den Pott. Der 1,85 Meter große Lockenkopf gab mit 16 Jahren und 38 Tagen sein Championship-Debüt und machte in 39 Zweitligaspielen vier Tore (drei Assists).

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In der noch bis Mittwoch laufenden Saison schoss er sein Team gegen Stoke City (2:1) und Charlton Athletic (1:0) jeweils zum Sieg.
Birminghams Nachwuchschef Kristjaan Speakman sagte kürzlich zu BBC Sport: "Jude hat es immer geschafft, mit dem Spiel in einer höheren Altersgruppe zurechtzukommen, auch weil er ein so intelligenter Spieler ist."

Auch deshalb plant ihn der BVB ab sofort für die Profis ein.

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