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Teilweise musste die Polizei in der Bremer Innenstadt für Ordnung sorgen
Die Polizei musste nicht nur in der Bremer Innenstadt massiv für Ordnung sorgen © DPA
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Nach dem verhinderten Abstieg in der Relegation gegen Heidenheim leisten sich die Anhänger von Werder Bremen heftige Auseinandersetzungen mit der Polizei.

Ganz hässliche Szenen nach dem geschafften Klassenerhalt:

Nach dem 2:2-Unentschieden im Relegations-Rückspiel gegen den 1. FC Heidenheim haben Fans von Werder Bremen in der Nacht zum Dienstag in der Hansestadt für Randale gesorgt - dazu kamen Ausschreitungen am Heidenheimer Spielort an der Voith Arena.

In Bremen bewarfen Fans nach Polizeiangaben die Einsatzkräfte mit Flaschen und Böllern - ein Mann wurde dabei von einer Flasche getroffen und musste wegen einer Kopfverletzung ins Krankenhaus.

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Polizisten sollen außerdem von Fans getreten worden sein, als diese versuchten, eine Polizeikette zu durchbrechen. Erst der Einsatz von Reizgas sorgte wieder für Ruhe, hieß es.

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Weiteren Angaben zufolge sei die Stimmung nach Mitternacht gekippt. Die Polizei erteilte Platzverweise, mehrere Personen wurde vorläufig festgenommen.

Fans feiern erst friedlich, dann kippt Stimmung

Zunächst hatten die Fans den Klassenerhalt ihrer Mannschaft mit Hupkonzerten, lauten Gesängen und Feuerwerksböllern friedlich gefeiert, die Hygienevorgaben in Sache Corona allerdings ignoriert. 

Wie die Deichstube berichtete, fanden sich kurz nach Abpfiff vor allem in einem Viertel nahe des Weserstadions die Fans zu Tausenden wieder, es herrschte Ausnahmezustand. 

Der Klassiker "Nie mehr zweite Liga" wurde geschmettert - an die Abstandsregeln hielt sich kaum einer mehr. Diese haben auch in Bremen nach wie vor Bestand, auch wenn vor kurzem Events mit bis zu 400 Menschen wieder erlaubt werden - vorausgesetzt sie finden unter freiem Himmel und eben mit genügend Abstand statt. 

Der abgewendete Abstieg hatte nicht nur in der Stadt für zunächst ausgelassene Feierstimmung gesorgt.

Auch in der Kabine der Bremer war kräftig gefeiert worden.

Katerstimmung war dagegen in Heidenheim angesagt nach dem verpassten Aufstieg. Zuvor war das Schloss aufwändig zur Motivation der Spieler und Einstimmung feierlich geschmückt worden.

Ausschreitungen auch in Heidenheim

Nach der Partie kam es an der Voith Arena auf dem Schlossberg jedoch zu Ausschreitungen, wie Bild berichtet.

Rund 150 Heidenheimer Fans, die sich am Stadion versammelt hatten, sollen sich provoziert gefühlt haben, als die Bremer ihren Klassenerhalt auf dem Weg von Kabine zum Mannschaftsbus ausgelassen feierten und offenbar eine Polonaise um den Bus abhielten.

Die Anhänger sollen das Gelände dann gestürmt und Bengalos gezündet haben. Weiteren Angaben der Polizei zufolge wurden Steine und Flaschen auf den Werder-Bus geworfen, der anschließend nur unter Polizeischutz abfahren konnte. Eine Scheibe des Busses ging zu Bruch.

Gegen mehrere mutmaßlich beteiligte Personen wurden Ermittlungen wegen Landfriedensbruchs eingeleitet, hieß es. Umfangreiches Videomaterial der Ausschreitungen wird noch ausgewertet.

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