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James Rodríguez kam mit großen Hoffnungen zum FC Bayern, wurde in München aber nie wirklich glücklich. Dem Kolumbianer machte nicht nur das deutsche Klima zu schaffen.

So richtig warm wurden James Rodríguez und der FC Bayern nie - im wahrsten Sinne des Wortes.

Der Kolumbianer, der zwei Jahre (2017-2019) auf Leihbasis das Trikot der Münchner trug, hat sich nun unter anderem über das Klima in der bayerischen Landeshauptstadt beklagt.

"Es gab Tage, da bin ich um 9 Uhr morgens in die Arbeit gegangen und es waren -28 Grad. Da habe ich mich gefragt: ‚Was mache ich eigentlich hier?", erzählte der 29-Jährige in einem Video-Podcast mit dem bekannten Motivationstrainer, Influencer und Autor Daniel Habif.

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"Die deutschen sind kalte Leute", sagte James, "auch wenn ich beim FC Bayern fantastisch behandelt wurde."

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James: Deutsche sind wie Maschinen

Der Südländer hatte erheblich mit der Mentalität in Deutschland zu kämpfen. "Sie denken immer nur an die Arbeit. Sie sind wie Maschinen, das ist der Wahnsinn. Sie kommen an, sie trainieren und Tschüss. Jeder lebt sein Leben und trainiert, jeder ist seine eigene kleine Maschine. Wirklich unglaublich."

Auch die Kommunikation erwies sich für den Mittelfeldspieler als großes Hindernis. "Die deutsche Sprache hat mich viel gekostet", berichtete der WM-Torschützenkönig von 2014.

"Ich habe dem Lehrer, den ich in den ersten vier Monaten hatte, gesagt: 'Ich will weder meine noch deine Zeit verschwenden. Ich will das nicht.'"

James Rodriguez vor Abschied bei Real Madrid

Mittlerweile ist James wieder zu Real Madrid zurückgekehrt, eine Zukunft unter Trainer Zinédine Zidane hat er aller Voraussicht nach aber nicht mehr.

Lediglich acht Mal kam er in dieser Saison zum Einsatz. Er würde gerne mehr spielen, "aber aufgrund anderer Leute kann ich das nicht. Wenn ich ein schlechter Spieler wäre und nicht spielen würde, wäre das ok und ich wäre ruhig. Aber ich bin jemand, der immer spielen, immer gewinnen will", machte er deutlich.

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Ein Abschied von den Königlichen ist daher das wahrscheinlichste Szenario. "Wenn ich zu einem anderen Klub gehe, kann ich wohl mehr spielen und noch einige Jahre glücklich sein", zeigte sich James für einen Wechsel offen.

Wohin es ihn nun zieht? "Vielleicht geht es nach Italien, Spanien oder England. Vielleicht weiß ich das in ein paar Tagen, vielleicht aber auch erst in ein paar Wochen. Ich war schon in einigen guten Ligen. Es fehlen eigentlich nur noch Italien und die Premier League."

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