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Jerome Boateng kämpfte sich unter Hansi Flick zu alter Form zurück. Der Bayern-Star erklärt, warum der Coach für ihn eine so entscheidende Rolle spielt.

Der Triple-Triumph des FC Bayern ist in gleich doppelter Hinsicht außergewöhnlich. 

Nicht nur, weil ein Gewinn von Champions League, Meisterschaft und Pokal äußerst selten ist - sondern auch, weil die Bayern zu Saisonbeginn unter Trainer Niko Kovac noch nicht mal im Entferntesten an eine Siegermannschaft erinnerten. 

Eine Personalie, an der die wundersame Wandlung der Münchner wohl am besten zu erkennen ist, ist Jerome Boateng. Der Innenverteidiger war in der Hinrunde auf dem Platz teilweise kaum wieder zuerkennen und fand sich immer wieder auf der Bank wieder. Und doch entwickelte er sich wieder zum Stammspieler und zur echten Stütze in der Defensive. 

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Entscheidend für die Transformation der Bayern und eben auch Boatengs war Cheftrainer Hansi Flick. Erst nach einem Gespräch mit dem Coach im Winter-Trainingslager entschied sich der ehemalige Weltmeister für einen Verbleib bei den Roten. "Dieses Gespräch vor dem letzten Spiel der Hinrunde war sicher ein ganz entscheidender Moment. Und ein Grund, warum ich im Winter beim FC Bayern geblieben bin", sagte Boateng der Bild

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Ihm sei klar geworden, dass er unter Flick eine faire Chance bekommen werde: "Mehr wollte ich nie. Ich bin froh, dass ich das Vertrauen letztendlich auch zurückzahlen konnte." So habe er auch wieder die Wertschätzung gespürt, die er in seinen besten Jahren bei den Bayern genoss.

"Die emotionalste Ansprache meiner Laufbahn"

"Das Gefühl war sofort wieder da, als mir Hansi Flick sein Vertrauen aussprach. Er ist menschlich absolut klar, macht dir nichts vor. Aber er verlangt auch etwas dafür. Er nimmt kein Blatt vor den Mund und sagt dir, woran du arbeiten musst", sagte der 31-Jährige, dessen Vertrag im nächsten Jahr ausläuft. 

Flick habe ihn "unterstützt, aber auch gefordert. Von diesem Moment an spürte ich, dass die Chance da ist. Für mich, aber auch für die Mannschaft. Mit dem Triple hat sich dieser Weg bestätigt." 

Boateng, der nach eigenen Angaben schon zweimal kurz vor einem Abschied stand, hat in seiner Zeit in München schon einige große Trainer erlebt. Flick sticht für ihn trotzdem heraus - nicht zuletzt wegen dessen Ansprache vor dem Finale in der Königsklasse: "Es war mit Sicherheit die emotionalste Ansprache, die ich in meiner Laufbahn gehört habe. Hansi Flick hat die richtigen Worte gefunden, die mich wie sicher auch andere Spieler absolut gepackt haben." 

Wie es für Boateng weiter geht, ist derzeit noch nicht klar: "Gespräche über meinen Vertrag hinaus gab es noch nicht. Für mich ist aber klar, dass ich gerne den Weg unter Hansi Flick weiter gehen werde. Meine Familie und ich fühlen uns in München sehr wohl." Die Mannschaft könne im nächsten Jahr noch viel erreichen - und davon wolle er ein Teil sein. 

Zu einem möglichen Comeback in der Nationalmannschaft erklärte er: "Ich will noch einige Jahre auf Topniveau spielen und spüre, dass ich weiterhin die Fitness dafür habe. Sollte irgendwann dieser „Zeitpunkt X“ kommen, bin ich sicher nicht abgeneigt, der Nationalmannschaft zu helfen."

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