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München - Schalkes Ozan Kabak steht nach dem Spuck-Eklat gegen Werder Bremen am Pranger. Peter Neururer bringt im CHECK24 Doppelpass eine Saison-Sperre ins Spiel.

Peter Neururer, früherer Trainer des FC Schalke 04, fordert nach der Spuck-Aktion von Ozan Kabak drastische Konsequenzen.

"Das hat auf dem Sportplatz nichts zu suchen, das muss richtig sanktioniert werden", sagte Neururer im CHECK24 Doppelpass auf SPORT1: "Die Sperre kann gar nicht lang genug sein."

Wie lange genau? Aus Neururers Sicht wäre sogar eine Sperre für den Rest der Saison gerechtfertigt. Für ihn wiegt Kabaks Vergehen weit schwerer als etwa die Fan-Attacke von HSV-Spieler Toni Leistner: "Wenn Leistner für seine Aktion vier bis fünf Spiele pausieren muss, dann ist das im Prinzip eine ganze Saison, wenn man es ins Verhältnis setzt."

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Ozan Kabak beteuert: Spuck-Aktion war keine Absicht

Kabak hatte beim 1:3 gegen Werder Bremen nach einer knappen halben Stunde zunächst seinen Gegenspieler Ludwig Augustinsson gefoult, danach spuckte er in Richtung des am Boden liegenden Bremers.

Der Schalker Verteidiger bat Augustinsson nach dem Spiel via Twitter um Entschuldigung und versicherte: "Es war nicht meine Absicht, es war ein Unglück. Ich habe nicht nach ihm gezielt. Die TV-Perspektive täuscht. Ich habe so etwas noch nie getan und werde dies auch in Zukunft nicht tun, weil es unsportlich ist. Das war sehr unglücklich." Auch der am Tag darauf entlassene Trainer David Wagner hatte Kabak in Schutz genommen.

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"Klare Rote Karte"

Im Dopa jedoch überwog die Kritik, auch Bayer Leverkusens Manager Simon Rolfes befand: "Vielleicht war er frustriert. Aber das geht natürlich gar nicht, das ist einfach nur unsportlich." SPORT1-Experte Stefan Effenberg ergänzte: "Das ist eine klare Rote Karte und das wird ein Nachspiel haben müssen. So etwas mögen wir Fußballer gar nicht – einen Ellbogen mal abkriegen oder so, okay. Aber das, das geht gar nicht."

Kabak, der später wegen wiederholten Foulspiels Gelb-Rot sah, droht eine nachträgliche Sperre, während der Partie übersah Schiedsrichter Markus Schmidt die Aktion.

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