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Florian Wirtz (li.), Jamal Musiala (re.) und Luca Netz zählen zu den besten Talenten ihres Jahrgangs
Florian Wirtz (li.), Jamal Musiala (re.) und Luca Netz zählen zu den besten Talenten ihres Jahrgangs © Marc Tirl/Getty Images/Imago
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Der Guardian veröffentlicht jedes Jahr eine Liste mit den 60 besten U18-Talenten. Auf dieser Liste stehen 2020 unter anderem sieben Spieler von Bundesligavereinen.

Der englische Guardian hat seine alljährliche Liste mit den 60 besten U18-Talenten der Welt veröffentlicht.

In der Vergangenheit fand man auf dieser Liste beispielsweise Leipzigs Dayot Upamecano (2015) oder den ehemaligen Leverkusener Kai Havertz (2016) und auch in diesem Jahr sind wieder einige Spieler von Bundesligaklubs vertreten.

Der Verein mit den meisten Top-Talenten im Jahrgang 2003 ist wenig überraschend der FC Bayern mit drei Spielern. Aber auch Schalke 04 kommt auch zwei Nennungen. Hinzu kommen je ein Spieler von Bayer Leverkusen und Hertha BSC.

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SPORT1 stellt  die sieben Spieler von deutschen Vereinen vor, die es auf die Liste geschafft haben.

Luca Netz (Hertha BSC)

Luca Netz (re.) mit seinem Förderer Bruno Labbadia
Luca Netz (re.) mit seinem Förderer Bruno Labbadia © Imago

Luca Netz ist ein ganz besonderes Talent, denn er bekleidet eine Position, die in Deutschland häufig als neuralgische Stelle ausgemacht wird. Er ist Linksverteidiger und sein Potenzial ist auch dem DFB nicht verborgen geblieben. Netz erhielt im August 2020 die Fritz-Walter-Medaille in Bronze für die besten U17-Spieler des Landes. Der gebürtige Berliner hat zwar bisher kein Bundesligaspiel bestritten, trainiert aber regelmäßig bei den Profis mit und stand bereits zweimal im Kader. Netz ist ein sehr athletischer Spieler, der gefährliche Flanken in den Strafraum schlägt. Sein Bundesligadebüt scheint nur eine Frage der Zeit.

Florian Wirtz (Bayer Leverkusen)

Florian Wirtz avanciert in der neuen Saison zum wichtigen Stammspieler bei Bayer Leverkusen
Florian Wirtz avanciert in der neuen Saison zum wichtigen Stammspieler bei Bayer Leverkusen © Imago

Der wohl bekannteste und am weitesten entwickelte Spieler dieser Liste ist Florian Wirtz. Der offensiv vielseitig einsetzbare Mittelfeldakteur hat bereits zehn Bundesligaspiele für Bayer Leverkusen absolviert, dabei ein Tor erzielt und einen Treffer vorbereitet. Durch sein Tor gegen den FC Bayern wurde er zum jüngsten Bundesligatorschützen aller Zeiten. Außerdem stand er auch im DFB Pokal und in der Euro League schon auf dem Platz. Wirtz wurde mit der goldenen Fritz-Walter-Medaille 2020 ausgezeichnet. Die Vergleiche zu Kai Havertz liegen nahe und sind auch nicht unberechtigt. Denn Wirtz ist wie Havertz ein technisch sehr versierter offensiver Mittelfeldspieler, der Torgefahr ausstrahlt. Lediglich die 14 Zentimeter Größenunterschied führen zu einer anderen Spielweise. Wirtz kann seinen Körper nicht so einsetzen wie Havertz und profitiert stattdessen von seiner höheren Beweglichkeit.

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Ardy Mfundu im Trikot der belgischen U16-Nationalmannschaft
Ardy Mfundu im Trikot der belgischen U16-Nationalmannschaft © Getty Images

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Juan Ignacio Cabrera in einem A-Jugend-Bundesligaspiel für den FC Schalke 04 © Imago

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Jamal Musiala nach seinem Tor gegen Schalke 04, das ihn zum jüngsten Bundesligatorschützen des FC Bayern machte
Jamal Musiala nach seinem Tor gegen Schalke 04, das ihn zum jüngsten Bundesligatorschützen des FC Bayern machte © Imago

Jamal Musiala ist der jüngste Bundesligaspieler und Bundesligatorschütze des FC Bayern. Musiala ist in Deutschland geboren, zog aber mit sieben Jahren mit seiner Familie nach Southampton. In England wurde er nach einem Jahr vom FC Chelsea gescoutet und verbrachte acht Jahre in der Jugend der Blues. Als er und seine Familie 2019 zurück nach Deutschland zogen, entschied er sich, zum FC Bayern zu wechseln. Der geborene Stuttgarter ist in jedem Bundesligaspiel der aktuellen Saison als Joker zum Einsatz gekommen, und Hansi Flick hält große Stücke auf ihn. Für welche Nationalmannschaft er auflaufen würde, ist bisher ungeklärt.

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