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Dortmund und München - In Abwesenheit von Jadon Sancho glänzt Giovanni Reyna als Vorlagengeber. Und in der Offensive ist einmal mehr Verlass auf Vollstrecker Erling Haaland.

Bei seiner Auswechslung wurde Giovanni Reyna von den 11.500 Zuschauern mit Standing Ovations und Sprechchören gefeiert.

Es war der verdiente Lohn für den BVB-Youngster, der mit drei Torvorlagen Borussia Dortmund beim 4:0 (1:0)-Erfolg gegen den SC Freiburg zurück in die Erfolgsspur führte.

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Reyna schreibt Bundesliga-Geschichte

Ganz nebenbei schrieb Reyna Bundesliga-Geschichte: Er ist der erste 17-Jährige, dem seit Beginn der Datenerfassung 1992 drei Assist in einem Spiel gelangen.

"Wir kennen ihn sehr gut. Er muss einfach so weiterarbeiten. Ehrgeizig bleiben", sagte BVB-Trainer Lucien Favre - warnte aber vor einem allzu großen Hype um den Youngster: "Bei einem 17-Jährigen muss man aufpassen." Man dürfe ihn nicht verheizen. "Manchmal ist es zu viel. Wir müssen aufpassen. Deshalb hat er auch nicht in München gespielt. Wir werden sowieso in der Zukunft rotieren. Wir haben genug Möglichkeiten vorne zu rotieren."

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Zwei seiner Pässe verwertete Dortmunds Tormaschine Erling Haaland (31., 66.), dazwischen köpfte Emre Can (47.) eine Reyna-Ecke unbedrängt ins Freiburger Tor. Beim Schlusspunkt durch Felix Passlacks Premierentreffer (90.+2) hatte der in der 80. Minute ausgewechselte Reyna schon Feierabend.

"Wir haben unser Spiel gespielt, wir hatten viel Ballbesitz. Wir hätten noch mehr Tore schießen können", sagte Haaland bei Sky. "In der Defensive waren wir sehr stabil, das müssen wir in jedem Spiel sein. Wir müssen diese Sachen auch in den Auswärtsspielen zeigen. Das wird in den nächsten Monaten wichtig sein."

Sancho fehlt - Reyna glänzt

In Abwesenheit von Roman Bürki und Jadon Sancho, die wie schon im Supercup beim FC Bayern unter der Woche wegen Atemwegsinfektionen fehlten, biss sich die Elf von Trainer Lucien Favre eine gute halbe Stunde am Freiburger Bollwerk die Zähne aus. Dann sorgte eine Balleroberung von Marco Reus gegen Nicolas Höfler und ein anschließender Pass von Reyna auf Haaland für die Dortmunder Führung.

"Es war am Anfang sehr schwierig. Ihr Pressing war sehr aggressiv. Dann wurde es besser für uns, wir konnten mehr spielen", sagte Favre. "Das 2:0 hätten wir schon vor der Pause machen können. Dass es dann direkt nach der Halbzeit fiel, war perfekt."

Dortmund gelang damit die passende Reaktion auf die Auswärtsniederlage beim FC Augsburg (0:2) vergangenen Samstag. Auch weil in der Offensive Reyna und Haaland immer besser harmonieren.

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Reyna war insgesamt an fünf Torschüssen beteiligt und gewann 70 Prozent seiner Zweikämpfe - für einen Offensivspieler eine enorm starke Quote.

Haaland markierte mit seinem zweiten Doppelpack im zweiten Saison-Heimspiel seine Treffer 16 und 17 im 18. Bundesligaspiel. "Nicht schlecht, es könnten noch mehr sein", stellte Haaland trocken fest. Der 20-Jährige kann jetzt unglaubliche 25 Torbeteiligungen in 23 Pflichtspielen für den BVB vorweisen.

"Drecksau" Haaland für Dortmund enorm wertvoll

"Er ist unser Mittelstürmer, er wird natürlich dafür bezahlt Tore zu schießen. Vor dem Tor ist er eiskalt. Er spielt so wie er trainiert. Dazu kommt noch seine Professionalität", sagte Reus und lobte auch Haalands positive Art. "Das gefällt uns, das brauchen wir auf dem Platz. Er wird immer seine Tore machen, egal wie gut oder wie schlecht er im Spiel drin ist."

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SC-Kapitän Christian Günter wählte deftigere Worte, um seine Anerkennung für Haaland zum Ausdruck zu bringen: "Es gibt einige solche Viecher, aber er ist schon eine Drecksau vor dem Tor. Die erste große Chance ist bei ihm halt drin."

Haaland ließ sogar noch weitere Möglichkeiten ungenutzt, auch Reyna blieb in der Dortmunder Drangphase kurz nach dem Führungstor ein eigener Treffer verwehrt.

Dennoch sorgte der letztlich ungefährdete Sieg vorerst für Ruhe bei den Westfalen.

Nach der Länderspielpause gilt es für den BVB nun beim kniffligen Auswärtsspiel bei der TSG Hoffenheim den jüngsten Aufwärtstrend zu bestätigen. Das weiß auch Torschütze Can: "In der Mannschaft steckt extrem viel Qualität, wir müssen die nur konstant abrufen, dann sehen wir was passiert in dieser Saison."

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