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Stuttgart und München - Der FC Bayern München festigt durch den Sieg gegen den VfB Stuttgart die Tabellenführung der Bundesliga. Drei Spieler müssen allerdings angeschlagen vom Feld.

Der FC Bayern kehrt in der Bundesliga in die Erfolgsspur zurück. Nach dem 1:1 aus der Vorwoche gegen Werder Bremen feiert das Team von Hansi Flick beim VfB Stuttgart einen 3:1-Sieg, offenbarte dabei aber erneut Defensivschwächen.(Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Zudem bangt der Rekordmeister gleich um drei Spieler. Lucas Hernández, Jérôme Boateng und Corentin Tolisso musste angeschlagen vom Feld. So kam der 18-jährige Tanguy Nianzou zu seinem Debüt für den Rekordmeister.

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Tanguy Coulibaly hatte die Schwaben in Führung gebracht, Kingsley Coman und Robert Lewandowski drehten noch in der ersten Hälfte die Partie. Douglas Costa sorgte kurz vor Schluss für die Entscheidung. (Tabelle der Bundesliga)

Stuttgarter Führung aus dem Nichts

Durch den 65. (!) Liga-Erfolg gegen die Schwaben (nur gegen den HSV gab es genauso viele Siege) festigt der Rekordmeister die Tabellenführung. Die Bayern haben nun zwei Punkte Vorsprung auf Leipzig, das gegen Bielefeld gewann.  (Spielplan der Bundesliga)

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"Mit dem Ergebnis bin ich zufrieden. Wir wissen alle, dass es nicht so einfach ist, wenn man alle drei Tage spielt. Auch bei den anderen Mannschaft sieht man, dass es nicht so rund läuft. Ich weiß aber natürlich, dass wir besser spielen können", erklärte Trainer Hansi Flick nach dem Spiel.

Bayern-Star Goretzka selbstkritisch

"Einem Rückstand hinterher zu laufen, kostet viel Kraft, sowohl mental als auch körperlich. Umso größer kann man diesen Sieg einordnen. Aktuell machen wir aber zu viele Fehler und laden den Gegner oftmals ein", zeigte sich Leon Goretzka nach dem Spiel bei Sky selbstkritisch.

Er fügte an: "Wir haben aber genug Qualität, genug Tore zu machen. Dennoch ist es ein Punkt, an dem wir arbeiten müssen."

Auch der Gegner bekam die Müdigkeit der Bayern mit. "Man sieht, dass die Bayern personell angeschlagen sind und jetzt schon auf dem Zahnfleisch gehen", erklärte Gonzalo Castro.

Die Bayern hatten direkt zum Start eine Riesenchance. Kingsley Coman flankte von der linken Seite auf Robert Lewandowski, der den Ball aus wenigen Metern mit allerdings mit dem Kopf an den Pfosten beförderte.

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In der 20. Minute ging Stuttgart aus dem Nichts in Führung. Silas Wamangituka flankte den Ball von der rechten Seite in den Münchner Strafraum, wo Tanguy Coulibaly vollkommen freistand. Manuel Neuer machte sich lang, kam aber nicht mehr an den Ball, der 19-Jährige Coulibaly schob den Ball ins leere Tor – sein erster Bundesliga-Treffer.

Bayern-Abwehr so anfällig wie unter Klinsmann

Für die Bayern war es bereits das 13. Gegentor am neunten Spieltag. Zuletzt war die Defensive des Rekordmeisters zu diesem Zeitpunkt unter Jürgen Klinsmann 2008 so anfällig gewesen (15 Gegentore). 

Nach einer halben Stunde nahm die Partie dann Fahrt auf. In der 35. Minute schob Philipp Förster den Ball nach einer Hereingabe von Borna Sosa freistehend knapp am Tor vorbei. Eine Minute später hatte er die nächste Riesenchance, scheiterte aber im Eins-gegen-Eins an Neuer.

Dann schlug Bayern eiskalt zu. Nach einem Konter schob Thomas Müller den Ball zu Kingsley Coman, der den Ball von der Strafraumgrenze in die linke untere Ecke schob.

Direkt im Gegenzug trafen die Stuttgarter erneut. Doch Schiedsrichter Harm Osmers nahm den Treffer nach Videostudium zurück, Coulibaly hatte Neuer am Arm gezupft.

VfB-Treffer zurückgenommen

In der Nachspielzeit der ersten Hälfte machte es Lewandowski dann besser als zu Beginn des Spiels. Aus 20 Metern hämmerte er den Ball ins Tor, Kobel war zwar mit der Hand dran, hatte dennoch keine Chance.

In der Schlussphase drückte der VfB auf den Ausgleich, doch vergab gute Möglichkeiten. Neuer rettete in der 86. Minute stark gegen Sasa Kalajdzic.

Der eingewechselte Costa machte im Gegenzug den Deckel drauf.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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