Lesedauer: 4 Minuten
teilenE-MailKommentare

Frankfurt am Main - Nächster Rückschlag für Borussia Dortmund. Die Favre-Elf kommt in Frankfurt nicht über ein Remis hinaus. Youssoufa Moukoko kommt zu seinem zweiten Bundesliga-Einsatz.

Borussia Dortmund ist bei der Jagd auf Spitzenreiter Bayern München zum zweiten Mal in Folge gestolpert. Ohne Topangreifer Erling Haaland entwickelte der ersatzgeschwächte BVB offensiv zu wenig Durchschlagskraft und kam bei Eintracht Frankfurt nicht über ein 1:1 (0:1) hinaus.

Das Team von Trainer Lucien Favre droht damit, im Titelrennen schon früh den Anschluss zu verlieren. (Tabelle der Bundesliga)

Nach dem 1:2 gegen Köln verhinderte Giovanni Reyna (56.) in der Frankfurter Arena die zweite Pleite nacheinander. Daichi Kamada (9.) hatte die Eintracht früh in Führung gebracht. "Er läuft hinter mir irgendwie weg, ich habe gedacht, es sei Abseits", sagte Emre Can bei Sky. "Dann kam ich einfach nicht mehr hinterher."

Anzeige

Die Westfalen sind in Frankfurt nun seit sieben Ligaspielen und über sieben Jahren sieglos - bei keinem Bundesligisten wartet die Borussia länger auf einen Erfolg. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga

"Am Ende können wir zufrieden sein", kommentierte Favre den neuerlichen Punktverlust. "Wir wollen immer gewinnen, aber unsere erste Halbzeit war nicht gut. Die zweite Halbzeit war viel besser, da hätten wir auch gewinnen können. Da hatten wir viel mehr Intensität und Bewegung.

Der Schweizer Coach war am Ende mit dem Remis nicht unzufrieden. "Es hat etwas zum Sieg gefehlt, aber nicht viel. Ich bin immer okay mit einem Punkt. In Augsburg oder gegen Köln wäre ich mit einem Punkt froh gewesen. Wir können nicht immer 3:0 oder 4:0 gewinnen."

Frankfurter bleiben Remiskönige

Erstmals seit 27 Ligabegegnungen spielte der dauerbelastete Champions-League-Achtelfinalist wieder Remis und verschenkte damit bereits zum dritten Mal Punkte gegen ein Mittelfeld- oder Kellerteam - daran änderte auch der nach der Pause eingewechselte Youssoufa Moukoko nichts.

"Wir müssen alle mit ihm Geduld haben, er ist erst 16 und muss sich erst an das Tempo gewöhnen", sagte Can über den Teenager. "Das hat man heute gesehen, dass die Verteidiger ein bisschen stärker sind und alles schneller ist. Er ist ein extremes Talent, aber man muss Geduld haben."

Der CHECK24 Doppelpass mit Jens Lehmann am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1 

Die Frankfurter "Unentschiedenkönige" treten mit dem fünften Remis in Serie weiter auf der Stelle - bereits seit sieben Spielen wartet die Eintracht auf einen Dreier. Frankfurt-Coach Adi Hütter hatte vor der Partie gemutmaßt, dass der BVB Haaland "nicht ersetzen" kann und nach der Champions-League-Partie am Mittwoch gegen Lazio Rom "müde" sein könnte. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Dem versuchte Trainer Lucien Favre mit sieben Wechseln in der Startformation entgegenzutreten. Unter anderem rotierte Kapitän Marco Reus auf die Bank, Raphael Guerreiro und Manuel Akanji mussten kurzfristig angeschlagen passen.

Überraschend dabei war dagegen Abwehrchef Mats Hummels nach seinem Schlag aufs Sprunggelenk - und der ließ nach nicht einmal 120 Sekunden die erste gute Chance der Partie leichtfertig liegen. 

Sancho scheitert knapp

Dann war er aber erstmal in seinem Kerngeschäft in der Defensive gefordert, denn die Eintracht spielte gleich zielstrebig nach vorne. Filip Kostic (3.) und der Ex-Dortmunder Erik Durm (6.) vergaben zunächst noch, ehe Kamada nach einem langen Pass von Martin Hinteregger den Ball an Roman Bürki vorbei ins Tor schoss.

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1 

Der BVB berappelte sich schnell und erarbeitete sich leichte Feldvorteile. Gefährlich wurde es vor allem durch Einzelaktionen, Jadon Sancho verpasste den Ausgleich gleich zweimal (20., 26.) nur um Zentimeter.

Doch auch die Eintracht blieb mit ihrem schnellen Umschaltspiel stets gefährlich, Aymen Barkok (34.) verpasste aus sechs Metern freistehend eine höhere Pausenführung. 

Giovanni Reina krönte mit einem Schuss in den Winkel die frühe Drangphase nach der Pause. Der Druck blieb auch in Folge hoch, die Hütter-Elf schaffte in Halbzeit zwei kaum einmal Entlastung.

-----

Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

Nächste Artikel
previous article imagenext article image