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Oliver Baumann war nach der TSG-Niederlage verärgert
Oliver Baumann war nach der TSG-Niederlage verärgert © Imago
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München - Vom Ergebnis her ist das Spiel zwischen Leverkusen und Hoffenheim eine klare Sache. Dennoch erhitzt eine Szene die Gemüter. Der Schiedsrichter gibt seinen Fehler zu.

Dass bei einem 4:1-Sieg eine einzige Szene als spielentscheidend angesehen wurde, kommt nicht häufig vor.

In der Partie von Bayer Leverkusen gegen die TSG Hoffenheim war dies allerdings der Fall. Die Gastgeber führten nach einer Stunde schon mit zwei Toren Vorsprung, als Florian Grillitsch in der 64. Minute nach einem Zweikampf mit Nadiem Amiri die Gelb-Rote Karte sah.

Diese Entscheidung von Schiedsrichter Martin Pedersen sorgte nicht nur, aber vor allem bei Hoffenheims Torwart Oliver Baumann für großen Ärger. (Service: Ergebnisse und Spielplan)

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Hoffenheim-Torwart Baumann regt sich auf

"Die Schiedsrichter müssen einfach ein Gespür dafür entwickeln, wie hart was war. Er geht ohne Absicht auf die Beine von Nadiem, er will den Ball wegspitzeln und trifft ihn auch", echauffierte sich Baumann bei Sky und attackierte Leverkusens Amiri anschließend auch noch verbal. (Service: Tabelle der Bundesliga)

"Mich ärgert das. Die Spieler kriegen was ab, schreien ohne Ende. Da denkst du, da ist sonst was passiert. Zwei Minuten später stehen sie auf und hüpfen wie ein junges Reh", brach es aus dem 30-Jährigen heraus. "So was geht mit auf den Sack, ganz ehrlich."

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Baumann forderte für diese Situation den Videobeweis. "Das ist spielentscheidend. Für so etwas haben wir den Video-Schiedsrichter", sagte der TSG-Kapitän. Seine Forderung ist zwar nachvollziehbar, allerdings ist es dem VAR laut Regelwerk gar nicht erlaubt, in solch einer Szene einzugreifen, weil es sich in diesem Fall nur um eine Gelbe Karte handelt, auch wenn die direkte Folge der Platzverweis ist.

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Schiedsrichter Pedersen räumt Fehler ein

Dass diese Entscheidung den Ausgang des Spiels maßgeblich beeinflusst hat, meinte auch ein Gegner der Hoffenheimer.

"Das ist definitiv keine Gelb-Rote Karte. Das zerstört natürlich auch das Hoffenheimer Spiel vollends, ganz klar", sagte Leverkusens Kapitän Lars Bender. "Zu dem Zeitpunkt führen wir 3:1. Wir hätten auf jeden Fall noch einen spannenden Fußball-Abend erleben können, weil Hoffenheim sehr mutig war und gut gespielt hat."

Dass es eine Fehlentscheidung war, räumte schließlich sogar Schiri Pedersen selbst ein. „Er hat klar gesagt, dass er falsch lag bei der Gelb-Roten Karte“, sagte Hoffenheims Trainer Sebastian Hoeneß nach dem Spiel.

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