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Kevin Kampl verpasste mit RB Leipzig gegen Köln einen Sieg
Kevin Kampl verpasste mit RB Leipzig gegen Köln einen Sieg © Imago
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Leipzig - RB Leipzig lässt im letzten Bundesligaspiel vor Weihnachten gegen den 1. FC Köln überraschend Punkte liegen. RB beißt sich am Kölner Bollwerk die Zähne aus.

RB Leipzig muss den hohen Belastungen der vergangenen Wochen zum Jahresende Tribut zollen.

Die Mannschaft von Trainer Julian Nagelsmann kam gegen den 1. FC Köln nicht über ein torloses Remis hinaus und verpasste somit die Chance auf die "Weihnachts-Meisterschaft". (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

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Erstmals in dieser Saison gingen die Leipziger damit nach einem Heimspiel nicht als Sieger vom Platz. Gleichzeitig ließen die Sachsen im Titelkampf zwei wichtige Punkte liegen. (Die Tabelle der Bundesliga)

RB-Sportdirektor Krösche ärgert sich

"Das ist natürlich ärgerlich, aber wir müssen das so hinnehmen", sagte RB-Sportdirektor Markus Krösche bei Sky. "Wir hatten nicht die Zielstrebigkeit. Wir hatten nicht die letzte Konzentration und waren vor dem Tor in vielen Dingen unsauber."

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Kölns Timo Horn, der mit einigen Paraden seinem Team den Punkt sicherte, ergänzte: "Wir haben schon häufiger große Mannschaften geärgert, das haben wir auch heute gezeigt. Wir hatten am Ende noch die Chance auf den Lucky Punch, aber das wäre des Guten zu viel gewesen. Dennoch haben wir uns den Punkt mit einer großen kämpferischen Leistung verdient. Wir mussten noch mal alle Körner zusammenholen, um zu bestehen." (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

Köln erkämpfte drei Tage nach der schmerzhaften 0:4-Klatsche im Derby gegen Bayer Leverkusen verschaffte sich im Abstiegskampf etwas Luft. "Ich freue mich heute unglaublich, vielleicht so sehr wie schon lange nicht mehr. Für uns ist es ein goldener Punkt. Die Mannschaft hat heute taktisch sehr diszipliniert gespielt", betonte Kölns Trainer Markus Gisdol.

Beide Klubs müssen am Dienstag (18.30 Uhr) noch im DFB-Pokal ran. Leipzig tritt beim FC Augsburg an, der FC erwartet Zweitligist VfL Osnabrück. "Die geistige Frische war heute nicht unbedingt da, bis Dienstag zum Pokalspiel sollte sie wieder da sein", forderte Nagelsmann.

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Leipzigs Blitztor durch Haidara zählt nicht

Leipzig begann äußerst selbstbewusst mit viel Ballbesitz und erzielte schon nach zwei Minuten ein Tor durch Amadou Haidara, das wegen Abseits nicht gegeben wurde. Poulsen war vorne als einzige nominelle Spitze zu sehr auf sich allein gestellt. Gefährlich wurden die Gastgeber vor allem, wenn Haidara von rechts lange Diagonalbälle auf Angelino spielte.

Köln, immerhin mit der Empfehlung von zwei Auswärtssiegen in Folge angereist, fand zunächst vorne kaum statt. Die Rheinländer konzentrierten sich ganz auf die Abwehrarbeit und verschafften sich durch eine gesunde Zweikampfhärte Respekt.

Die Vorstöße des schnellen Angelino hatten die Gäste jedoch weniger auf dem Schirm, gleich zwei gute Chancen ließ der kleine Spanier Mitte der ersten Halbzeit ungenutzt.

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Je länger es zu null stand, desto selbstbewusster wurden die Gäste. Kurz vor der Pause tauchte der FC sogar vor dem Leipziger Tor auf. Nach einem Pass von Noah Katterbach vergab Dominick Drexler per Direktabnahme. 

RB verzweifelt am Kölner Bollwerk

Emil Forsberg und Dani Olmo für Poulsen und Sabitzer sollten zur zweiten Halbzeit neuen Angriffsschwung bringen, doch die Gäste zogen in der eigenen Hälfte wieder ihre dichten Abwehrlinien auf - ein Durchkommen war bis auf einen Flachschuss von Forsberg (55.) für Leipzig lange Zeit nicht möglich. 

Mit Alexander Sörloth kam Mitte der zweiten Halbzeit ein weiterer Offensivspieler für RB aufs Feld. Leipzig erhöhte jetzt nochmal den Druck, versuchte es auch mit hohen Bällen in den Strafraum, doch auch Sörloth hatte gegen die unangenehmen Abwehrspieler der Gäste einen schweren Stand. Kampl vergab Mitte der zweiten Halbzeit völlig freistehend aus 15 Metern.

In der Nachspielzeit hatte plötzlich Jan Thielmann (90.+2) den Kölner Siegtreffer auf dem Fuß, sein Schuss wurde aber zur Ecke abgefälscht.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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