Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

München und Leipzig - RB Leipzig muss wohl länger auf Ibrahima Konaté verzichten. Ziehen die Sachsen deshalb den für Sommer geplanten Transfer von Josko Gvardiol in den Winter vor?

Ibrahima Konaté ist bei RB Leipzig von Verletzungspech geplagt. Der Franzose verpasste nach einem Muskelfaserriss bereits in der Vorsaison die gesamte Rückrunde, jetzt muss der Abwehrmann erneut wochenlang pausieren.

Wegen einer Sprunggelenksverletzung war er vor der Weihnachtspause in Liga und Pokal gegen den 1. FC Köln (0:0) und FC Augsburg (3:0) bereits ausgefallen. Trainer Julian Nagelsmann sagte vor zehn Tagen: "Ich erwarte ihn Mitte Januar zurück. Wenn es eher ist, freue ich mich.” (Spielplan/Ergebnisse Bundesliga)

DAZN gratis testen und die Bundesliga auf Abruf erleben | ANZEIGE 

Anzeige

Leipzig denkt über Winter-Transfer von Gvardiol nach

In Zeiten von vielen englischen Wochen täte ein längerer Konaté-Ausfall sehr weh. Für die von Nagelsmann gerne praktizierte Dreierkette fehlt dann endgültig die Breite, vor allem weil mit Benjamin Henrichs und Konrad Laimer weitere Defensivallrounder nicht zur Verfügung stehen.

Nach SPORT1-Informationen intensiviert Leipzig daher seine Überlegungen, den für Sommer anvisierten Transfer von Josko Gvardiol vorzuziehen.

Auch interessant

RB hat bereits 16 Millionen Euro an Dinamo Zagreb überwiesen, dort ist der 18-Jährige entweder als Innen- oder Linksverteidiger gesetzt. Vor zwei Wochen sagte das große Talent zwar dem kroatischen Portal Index: "Ehrlich gesagt bin ich noch nicht bereit für Leipzig. Ich würde gerne noch ein halbes Jahr für Dinamo spielen."

Prominente Abgänge drohen RB im Sommer

Doch bevor RB noch einen anderen Transfer tätigt und den Platz für Gvardiol blockiert, könnte der kroatische U-21-Nationalspielerschon ab sofort kommen und an das neue System herangeführt werden.

Allerdings gibt es noch weitere Gründe: Im Sommer drohen die Abgänge von Ibrahima Konaté und Dayot Upamecano, das Abwehrduo steht bei Topteams auf der Liste. Und auch um Leipzig macht die Coronakrise keinen Bogen.

Die Bundesliga-Highlights am Sonntag ab 9.30 Uhr in Bundesliga Pur im TV auf SPORT1 

Geschäftsführer Oliver Mintzlaff rechnet mit Verlusten in Höhe von 25 bis 30 Millionen Euro. Eine gestandene Soforthilfe für die Abwehr kann nach dem 20-Millionen-Transfer von Dominik Szoboszlai daher wohl kaum gestemmt werden.

Noch haben die Leipziger Zeit für eine Entscheidung. Das Transferfenster ist bis zum 1. Februar (der 31. Januar fällt auf einen Sonntag) geöffnet. Nagelsmann wird genauestens hinschauen, wie sich der Gesundheitszustand von Konaté bis dahin entwickelt. (Tabelle der Bundesliga)

Für Gvardiol müsste dann allerdings noch etwas mehr bezahlt werden, der kicker ging in einem Bericht von rund 70.000 bis 100.000 Euro pro verpasstem Einsatz (rund 15 Partien) aus.

Nächste Artikel
previous article imagenext article image