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Sport-Geschäftsführer Horst Heldt geht nach der Schmach von Freiburg knallhart mit der Kölner Mannschaft ins Gericht. Trainer Markus Gisdol genießt - noch - Heldts Rückendeckung.

Eine Nacht hatte Horst Heldt über das 0:5-Debakel des 1. FC Köln beim SC Freiburg geschlafen. 

Bewusst hatte sich der Sport-Geschäftsführer ein wenig Zeit gelassen, um die bittere Schmach und den Tiefschlag im Abstiegskampf zu verarbeiten. Um emotional ein bisschen abzukühlen.

Am Sonntagvormittag sprach er zunächst lange mit Trainer Markus Gisdol und analysierte die Situation - aus Freiburg waren beide getrennt voneinander abgereist.

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Im Anschluss sprach Heldt zu den Medien - kühl, aber mit aller Schärfe. 

"So können wir uns nicht präsentieren. Wir haben alles vermissen lassen, was man im Abstiegskampf braucht. Dafür ist jeder Einzelne verantwortlich, keinen kann man ausnehmen", sagte Heldt und drohte eine härtere Gangart an: "Jeder muss vor der eigenen Haustür kehren und sich hinterfragen. Und wer sich nicht hinterfragt, wird in die richtige Richtung geschoben. Da können Sie sich sicher sein."

Dass Heldt gewillt ist, hart durchzugreifen, hatte er schon vor dem Spiel in Freiburg demonstriert. Am Freitag waren Christian Clemens, Frederik Sörensen und Robert Voloder bis auf Weiteres zur U21 abgestellt worden.

Heldt: Mannschaft war gut vorbereitet

Während sich Heldts knallharte Abrechnung am Sonntag in erster Linie an die Spieler richtete, steht Gisdol – im Moment – nicht zur Diskussion. 

"Markus wird am Samstag gegen Hertha auf der Bank sitzen", stellte Heldt unmissverständlich klar: "Ich bin sehr eng an der Mannschaft dran – und sie war gut vorbereitet."

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Heldt betonte: Solange man vom Trainer überzeugt sei, werde man mit Gisdol weiterarbeiten. Es darf als Treuebekenntnis mit Hintertürchen gewertet werden. 

Aus seinem Unmut über die desaströse Leistung in Freiburg machte Heldt aber keinen Hehl: "Ich kann nicht sagen, ob ich geschockt oder enttäuscht bin, vor allen Dingen bin ich sauer. Wir manövrieren uns selbst in Schwierigkeiten und stehen dann mit dem Rücken zur Wand."

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Seit vier Spielen ist der Effzeh in der Bundesliga sieg- und gleichzeitig torlos. Nach 15 Spielen hat der FC als 15. lediglich elf Punkte und 13 Tore auf dem Konto. In Freiburg liefen die Kölner fünf Kilometer weniger als der Gegner und waren auch sonst in allen Belangen unterlegen.

Richtungsweisender Januar gegen unmittelbare Konkurrenten

Das muss sich dringend ändern. Im Januar stehen für die Kölner mit den Partien gegen Hertha BSC, Schalke 04, Hoffenheim und Arminia Bielefeld vier Duelle gegen unmittelbare Konkurrenten im Abstiegskampf auf dem Programm. 

Einen Auftritt wie in Freiburg wird Heldt nicht mehr tatenlos hinnehmen. 

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