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Bayer Leverkusen hat zu Jahresbeginn eine bittere Pleite kassiert
Bayer Leverkusen hat zu Jahresbeginn eine bittere Pleite kassiert © Imago
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Frankfurt am Main - Eintracht Frankfurt startet perfekt in das neue Jahr. Bayer Leverkusen muss hingegen einen Rückschlag hinnehmen - auch wegen eines Eigentores.

Eintracht Frankfurt setzt zu Beginn des neuen Jahres ein Statement - Bayer Leverkusen rutscht direkt aus und erleidet einen Rückschlag im Titelkampf. (Die Tabelle der Bundesliga)

Die Werkself von Trainer Peter Bosz kassierten durch das 1:2 (1:1) bei Eintracht Frankfurt im ersten Spiel nach der kurzen Winterpause die zweite Saisonniederlage und verpasste die zumindest vorübergehende Rückkehr an die Tabellenspitze der Fußball-Bundesliga. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Hackentreffer von Amiri reicht Bayer nicht

Zwei Wochen nach der bitteren Last-Minute-Pleite gegen Rekordmeister Bayern München (1:2) reichte Leverkusen der sehenswerte Hackentreffer von Nationalspieler Amiri (10.) nicht. Die Bayern und RB Leipzig könnten sich an diesem Spieltag etwas absetzen. "Wir haben verdient verloren – so hat es sich auch auf dem Platz angefühlt: Wir haben heute den letzten Schritt vermissen lassen. Nach der Führung waren wir leider irgendwie zu locker, zu entspannt in den zweiten Bällen", analysierte Julian Baumgartlinger knallhart nach dem Abpfiff bei Sky

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"Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen, es war keine richtige Spannung drin im Gegensatz zu den Frankfurtern", schimpfte Torschütze Amiri. 

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Die Eintracht stellte dagegen dank Amin Younes (22.) und eines Eigentores von Edmond Tapsoba (54.) den Anschluss an die Europacup-Ränge her.

"Wir haben eine ganz starke 1. Halbzeit gespielt", sagte Eintrachts Martin Hinteregger bei Sky: "Wir haben mutig Fußball gespielt und gegen eine starke Offensive sehr gut verteidigt – von vorne bis hinten. Das macht richtig Spaß jetzt. Wir sind gut drauf und haben auch die spielerischen Möglichkeiten."

Der Werkself fehlten nach den positiven Corona-Tests bei Daley Sinkgraven und Wendell beide Linksverteidiger, Mitchell Weiser rückte dafür in die von Verletzungssorgen geplagte Leverkusener Mannschaft. Dennoch hatte Bosz die Forderung gestellt, "gleich zu Beginn des neuen Jahres wieder ganz konzentriert da" zu sein.

Nach anfänglichen Problemen mit dem hohen Pressing des Teams von Trainer Adi Hütter setzte die Bosz-Elf gleich den ersten Glanzpunkt. Jungstar Florian Wirtz lupfte den Ball sehenswert zu Amiri, der erst Erik Durm austanzte und anschließend mit der Hacke durch die Beine von Eintracht-Keeper Kevin Trapp vollendete.

Auf der Gegenseite erspielten sich die Hessen ohne den gelbgesperrten Antreiber Sebastian Rode ein Chancenplus und antworteten durch Younes, der nach feinem Pass von Djibril Sow mit seinem ersten Treffer den Ausgleich erzielte. Kurz darauf verpasste der quirlige Offensivmann in der besten Phase der Frankfurter die Führung - aus kurzer Distanz verzog er über das Tor (39.).

Eintracht wohl an Zirkzee interessiert

Nach einer hochklassigen und temporeichen ersten Hälfte lieferten sich die beiden Teams, die bereits am 12. Januar in der verlegten Zweitrundenpartie des DFB-Pokals erneut aufeinander treffen, weiter ein umkämpftes Duell. Den zielstrebigeren Eindruck machte Hütters Mannschaft, die von Tapsobas Rettungsaktion ins eigene Tor profitierte. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

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Die Heimelf blieb auch dank Andre Silva über Konter gefährlich. Der Portugiese, der derzeit der einzige verfügbare Angreifer bei den Hessen ist, könnte demnächst Unterstützung im Angriff erhalten. Die Eintracht soll nach dem Abgang von Bas Dost (FC Brügge) an Bayern-Stürmer Joshua Zirkzee (19) interessiert sein.

Gegen Leverkusen fehlten Hütter noch die Optionen, um offensiv nachzulegen. Nachdem Daichi Kamada die große Chance zum 3:1 (73.) vergeben hatte, drängte Leverkusen nach vorne. Mit den Einwechslungen von Lucas Alario, Kerem Demirbay und Karim Bellarabi erhöhte Bosz in der Schlussphase den Druck. Eine Rettungstat von Frankfurts Martin Hinteregger landete an der Latte des eigenen Tores (82.).

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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