vergrößernverkleinern
Luka Jovic traf nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung für Frankfurt
Luka Jovic traf nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung für Frankfurt © Imago
Lesedauer: 4 Minuten
teilenE-MailKommentare

Frankfurt am Main - Rückkehrer Luka Jovic führt Eintracht Frankfurt gegen Schalke 04 zum Sieg. Die Hessen rücken an die Europapokalplätze heran. Schalkes Sorgen wachsen wieder.

Was für ein Comeback von Luka Jovic!

Der von Real Madrid zurückgekehrte Angreifer schoss Eintracht Frankfurt gegen den FC Schalke 04 mit einem Doppelpack zu einem 3:1 (1:1)-Sieg. (Service: SPIELPLAN der Bundesliga)

"Man merkt, die Luft hier tut ihm gut. Die Tore waren Extraklasse, auch vom ganzen Ablauf her. Das ist schon große Kunst", sagte Frankfurts Sport-Vorstand Fredi Bobic bei Sky. "Mich ärgert immer, dass ich immer die besten Spieler verkaufen muss. Jetzt ist er mal wieder für eine kurze Zeit zurück. Darüber freue ich mich am meisten."

Anzeige

Jovic führt Frankfurt bei Comeback zum Sieg

Nur zehn Minuten nach seiner Einwechslung ließ Jovic (72.) nach Vorarbeit von Filip Kostic mit einer sehenswerten Direktabnahme Ralf Fährmann im Schalker Tor keine Chance. Für den Rückkehrer war es das erste Bundesligator seit dem 6. April 2019, damals erzielte er per Elfmeter den 2:1-Siegtreffer auf Schalke. In der Nachspielzeit machte Jovic (90.+1) bei einem Konter den Deckel drauf. (LIVETICKER zum Nachlesen)

"Wir haben schon in der Pause gesagt, dass das Drehbuch eigentlich geschrieben ist. Es stand 1:1, ich wusste, dass Luka auf jeden Fall 30 Minuten in die Beine bekommt und irgendwie hat es sich so angedeutet, wenn er reinkommt, wird er wahrscheinlich dieses Tor machen", sagte Bobic. "Es war nicht nur eins, sondern zwei. So ist das im Fußball."

Meistgelesene Artikel

Emotionaler Abschied von Abraham

Emotional wurde es auch nach dem Spiel, als der langjährige Kapitän David Abraham nach seinem letzten Einsatz für die Eintracht verabschiedet wurde. Der Argentinier tauschte sogar mit Schiedsrichter Manuel Gräfe die Trikots. Abraham beendet seine Karriere und wird in seine argentinische Heimat zurückkehren.

Im ersten Durchgang erzielte André Silva (28.) zunächst den Frankfurter Führungstreffer. Schalke-Youngster Matthew Hoppe (29.) gelang nach seinem Dreierpack vergangene Woche postwendend der Ausgleich.

Gross erwartet "mehr Vehemenz nach vorne"

Die Frankfurter nahmen durch den vierten Dreier in Folge Tuchfühlung zu den Europapokalplätzen auf. Punktgleich mit dem VfL Wolfsburg liegt das Team von Adi Hütter auf Platz sieben. Die Schalker, die vergangene Woche nach fast einjähriger Durststrecke den ersten Sieg gefeiert hatten, kassierten im Abstiegskampf hingegen einen herben Rückschlag und rutschten wieder auf den letzten Platz ab. (Service: TABELLE der Bundesliga)

"Frankfurt war besser. Wir waren nicht besser. Deshalb hatten wir es nicht verdient", sagte der enttäuschte Torhüter Fährmann. Trainer Christian Gross meinte: "Ich verliere nicht gerne. Ich erwarte, dass wir in Zukunft mit mehr Vehemenz nach vorne agieren. Die ganze Energie geht jetzt auf Köln. Wir versuchen, das Optimum auf Schalke herauszuholen."

Schalke wollte Schwung von Hoffenheim-Sieg mitnehmen

Noch ohne den heiß als Neuzugang gehandelten Klaas-Jan Huntelaar, dafür aber mit nahezu derselben Elf, die vor einer Woche mit dem Sieg gegen die TSG Hoffenheim (4:0) am Tasmania-Rekord vorbeigeschlittert war, starteten die Gäste in Frankfurt. Trainer Christian Gross brachte einzig Benito Raman für den verletzten Alessandro Schöpf in die Startelf.

Werde Deutschlands Tippkönig! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

Doch vom Schwung aus der Vorwoche war zunächst überhaupt nichts zu sehen. Schalke offenbarte große Lücken in der Defensive, fand kaum ein Mittel gegen die überfallartigen Angriffe der Frankfurter und hatte bei Abschlüssen von Aymen Barkok (7.) und Martin Hinteregger (24.) Glück. Erst Silva bestrafte den schwachen Start. 

Hoppe-Treffer reicht Schalke nicht

Ausgerechnet Hoppe, der bis dahin komplett in der Luft gehangen hatte, profitierte nach seinem Dreierpack in der Vorwoche im direkten Gegenzug von Hintereggers Fehler und tunnelte den zögerlichen Kevin Trapp. Anschließend wurde die Gross-Elf sicherer und hatte Torhüter Ralf Fährmann, der kurz vor der Pause mit einer Riesentat gegen Erik Durm den erneuten Rückstand verhinderte (42.).

Nach dem Seitenwechsel blieb Frankfurt das spielbestimmende Team. Eintracht-Trainer Adi Hütter musste den angeschlagenen Hinteregger auswechseln und brachte dafür erst Offensivmann Ajdin Hrustic, der gleich eine gute Gelegenheit vergab (55.). Mit der viel beachteten Einwechslung von Jovic, der bis Saisonende von Real Madrid ausgeliehen ist, in der 62. Minute erhöhte Hütter nochmals den Druck - mit Erfolg.

-----
Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

Nächste Artikel
previous article imagenext article image