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Der SC Freiburg hatte am Samstag viel Grund zum Jubeln
Der SC Freiburg hatte am Samstag viel Grund zum Jubeln © Imago
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Freiburg und München - Der SC Freiburg stellt einen neuen Vereinsrekord auf. Die Breisgauer fertigen den 1. FC Köln ab und blicken selbstbewusst auf das Duell mit dem FC Bayern.

Die neuen Rekordhalter des SC Freiburg haben den 1. FC Köln ganz tief in den Tabellenkeller geschossen.

Die Breisgauer siegten am 15. Spieltag der Bundesliga 5:0 (2:0) gegen die erschreckend schwachen Rheinländer. Damit holte der SC erstmals in seiner Klubgeschichte fünf Siege in Folge und gewann erst zum dritten Mal überhaupt derart deutlich.

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Ermedin Demirovic (18.), Nicolas Höfler (39.), Roland Sallai (59.), Philipp Lienhart (69.) sowie Lucas Höler (79.) trafen für die Freiburger (23 Punkte), die seit sieben Partien ungeschlagen sind und in der kommenden Partie bei Meister Bayern München den Vereinsrekord mit dem sechsten Sieg in Serie weiter ausbauen könnten.

Siegt Freiburg auch gegen die Bayern?

"Klingt schön, aber zu viel träumen wollen wir auch nicht", sagte Torschütze Demirovic bei Sky. "Am Ende ist das immer noch der FC Bayern, aber trotzdem werden wir alles geben und werden versuchen, das Beste herauszuholen. Wir bleiben optimistisch. Wir werden versuchen, das auf den Platz zu bringen, was wir in den letzten Wochen gemacht haben. Dann werden wir am Ende sehen, für was es reicht."

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Für SC-Trainer Christian Streich war die Rekordserie nur nebensächlich. "Der Vereinsrekord ist nicht wichtig, sondern die Bereitschaft, schon in der vordersten Linie zu laufen, zu malochen, zu pressen. Die Jungs waren richtig hungrig, alles abzuarbeiten. Das freut mich am meisten", betonte Streich.

Wolf: "Es hat alles gefehlt"

Die Kölner (11) kassierten dagegen nach fünf Auswärtsspielen ohne Niederlage wieder eine Pleite. Zudem verlor Trainer Markus Gisdol zum ersten Mal in seiner Karriere gegen Freiburg.

"Es hat alles gefehlt, so gewinnst du kein Spiel", wurde Kölns Marius Wolf am Sky-Mikrofon deutlich: "Wenn du gewinnen willst, musst du stabil stehen. Heute hat alles gefehlt. Da muss sich jeder an die eigene Nase fassen und sich hinterfragen, ob das alles ist, was er gegeben hat. Wir müssen nächste Woche schleunigst ein anderes Gesicht zeigen."

Beim Geisterspiel in Freiburg, vor dem Gisdol seinen Kollegen Streich als "besten Trainer der Liga" bezeichnet hatte, stand FC-Angreifer Anthony Modeste zum ersten Mal in der laufenden Saison in der Startelf. Der Franzose sollte dafür sorgen, dass die Kölner mehr Wucht in der Offensive entwickeln. (Tabelle der Bundesliga)

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In der Anfangsphase waren es allerdings die Gastgeber, die ohne Jonathan Schmid, Chang-Hoon Kwon, Mark Flekken und Janik Haberer auskommen mussten, die das Geschehen bestimmten. Die Kölner, bei denen Sebastian Andersson weiterhin fehlte, konzentrierten sich zunächst auf die Defensive.

Freiburg schießt desolate Kölner ab

Das führte dazu, dass es in der ersten Viertelstunde vor keinem der beiden Tore richtig gefährlich wurde. Das änderte sich nach einem starken Pass des Ungarn Sallai auf Demirovic. Beim zweiten Saisontor des Bosniers machte FC-Torwart Timo Horn keine gute Figur. (Spielplan der Bundesliga)

Das Gegentor brachte die Kölner aus dem Konzept, die Abwehr offenbarte Schwächen. Das zweite Tor der Freiburger lag in der Luft, Baptiste Santamaria hatte die beste Gelegenheit in dieser Phase (28.).

Erst nach rund einer halben Stunde fingen sich die Gäste wieder, der agile Marius Wolf sorgte zum ersten Mal für Gefahr im Freiburger Strafraum (32.). Den Treffer erzielte allerdings Höfler für den SC nach einem haarsträubenden Fehler von Salih Özcan, für den er zur Pause ausgewechselt wurde. (SC Freiburg - 1. FC Köln zum Nachlesen im TICKER)

Zu Beginn des zweiten Durchgangs drängte der Sport-Club auf die Vorentscheidung. Von Köln kam weiter nicht viel, alles deutete auf einen ungefährdeten Freiburger Sieg hin. Nur bei einem Distanzschuss von Wolf musste SC-Torwart Florian Müller eingreifen (56.).

Kurz darauf legte Demirovic für Sallai auf, der aus kurzer Distanz keine Mühe hatte. Auch Lienhart wurde es bei seinem Kopfballtor nach einer Ecke nicht schwer gemacht.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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