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Rafal Gikiewicz kritisierte nach der Niederlage in Bremen seine Teamkollegen
Rafal Gikiewicz kritisierte nach der Niederlage in Bremen seine Teamkollegen © Imago
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Bremen - Der SV Werder Bremen feiert gegen den FC Augsburg den zweiten Liga-Heimsieg. FCA-Keeper Rafal Gikiewicz kritisiert anschließend seine Teamkollegen.

Rafal Gikiewicz war restlos bedient.

"Wenn ich unsere Gesichter jetzt sehe: Wir lachen nach einem 0:2. Vielleicht verstehe ich den Fußball nicht", wunderte sich der Torhüter des FC Augsburg nach dem 0:2 (0:0) bei Werder Bremen über die Reaktion seiner Teamkollegen. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Während die Bremer eine lange Durststrecke im eigenen Stadion beendeten, kassierte der FCA die zweite Niederlage in Folge und verpasste die Chance, sich weiter von der Abstiegszone abzusetzen. "Wir verlieren ein wichtiges Spiel in Bremen und wir lachen auf dem Platz. Das kann ich nicht akzeptieren, für mich geht das nicht", schimpfte Gikiewicz.

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Bremen jubelt dank Matchwinner Agu gegen Augsburg

Bremens Matchwinner war der 21-jährige Felix Agu, dem Trainer Florian Kohfeldt zuletzt "wirklich sehr viel Potenzial" bescheinigt hatte. Nur drei Bundesliga-Kurzeinsätze über insgesamt 91 Minuten hatte der Nachwuchsspieler zuvor bestritten, gegen Augsburg durfte er erstmals als Linksverteidiger von Beginn an ran - mit durchschlagendem Erfolg. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Erst bereitete er das 1:0 durch Theodor Gebre Selassie (87.) vor, dann traf er selbst (87.). "Besser geht's nicht", sagte Agu, "ich habe mich riesig gefreut." Die Bremer feierten damit den ersten Heimsieg seit dem 3. Oktober (1:0 gegen Arminia Bielefeld). Dank des Mutmachers nach drei Heimniederlagen in Folge hat Werder ein kleines Polster auf die Abstiegsplätze aufgebaut und rückte bis auf einen Punkt an die Augsburger heran. (Die Tabelle der Bundesliga)

Augsburg beißt sich an Werder-Abwehr Zähne aus

Beide Mannschaften lieferten sich eine zähe Anfangsphase ohne Höhepunkte. Die Bremer überließen zunächst den Gästen viel Ballbesitz und zogen sich weit zurück. Auch die Angreifer Davie Selke und Joshua Sargent attackierten erst in der eigenen Spielhälfte, um Augsburg keine Räume fürs Tempospiel anzubieten. 

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Heiko Herrlichs Team hatte zunächst Probleme, zu Abschlüssen zu kommen, bis Werders Marco Friedl sich einen katastrophalen Querpass vor dem eigenen Tor leistete und FCA-Stürmer Andre Hahn letztlich ohne Konsequenzen einlud (18.). 

Ansonsten stand die Bremer Defensive im ersten Durchgang ganz ordentlich, doch was Kohfeldts Mannschaft lange in der ersten Hälfte offensiv anbot, war schwer enttäuschend. Ein letztlich ungefährlicher Kopfball von Gebre Selassie (32.) war der erste echte Abschluss, Gikiewicz schnappte sich den Ball ohne Probleme. Doch auch die Intensität der Gäste-Aktionen ließ nach, das Spiel war bis zur Pause schwach.

Werder wacht nach der Pause auf

Den zweiten Durchgang begannen die Grün-Weißen energischer, Jean-Manuel Mbom verpasste bei einem Vorstoß aber zunächst den richtigen Moment für den Torschuss (48.). Auch Augsburg meldete sich direkt mit einem Kopfball von Hahn bei Werder-Keeper Jiri Pavlenka an (50.), doch die Hausherren waren nun aktiver.

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Die Bremer liefen die Augsburger Defensive früher an und erarbeiteten sich Freistöße auf den Halbpositionen. Bevor Sargent bei der bis dato besten Chance der Bremer per Flachschuss am Bein von Gikiewicz scheiterte (64.), besaß der FCA durch den aufgerückten Verteidiger Reece Oxford eine gute Kopfballchance (63.).

Die Rollen hatten sich mit Beginn der Schlussphase umgekehrt, Werder wollte mehr als den Punkt, Augsburg konzentrierte sich aufs Verteidigen.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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