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München - Fredi Bobic erklärt im CHECK24 Doppelpass die angespannte finanzielle Lage von Eintracht Frankfurt. Der Sportvorstand sagt, welche Konsequenzen ergriffen wurden.

Nach zuletzt drei Siegen in Serie ist Eintracht Frankfurt mittendrin im Rennen um die Qualifikation für die internationalen Wettbewerbe. 

Nach dem 2:0 beim FSV Mainz 05 haben die Hessen 23 Punkte auf dem Konto und liegen nur zwei Zähler hinter dem Tabellenfünften VfL Wolfsburg. (Die Tabelle der Bundesliga)

Dabei würden die zusätzlichen Einnahmen in einem internationalen Wettkampf der Eintracht sehr gut zu Gesicht stehen. 

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Im CHECK24 Doppelpass verriet Sportvorstand Fredi Bobic, dass der Bundesligist durch die Coronapandemie weitreichende Maßnahmen ergreifen musste. 

Bobic brechen Einnahmen weg

"Wir waren auf einem super Weg und der auch wirtschaftlich am besten wachsende Verein. Wir haben gut in die Mannschaft investiert, nicht nur kurz- sondern auch mittelfristig. Und dann verliert man plötzlich einfach 50 bis 70 Millionen Euro, die man eingeplant hatte. Man kann aber nicht alles von heute auf morgen verändern", erklärte der Ex-Nationalspieler die Lage. 

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Vor allem die Teilnahmen an der Europa League in den Spielzeiten 2018/2019 und 2019/2020 brachten den Verein nach vorne - doch dann kam Corona.

Nach den weggebrochenen Zuschauer-Einnahmen und dem zurückgegangen Verkauf der Fanartikel hat Frankfurt reagiert. Die Profis müssen noch bis zum 30. Juni auf einen Teil ihrer Gehälter verzichten. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

"Es hört sich immer so leicht an, mit den Spielern zu sprechen und ihnen zu erklären, dass sie auf Teile ihres Gehalts verzichten sollen. Aber das ist kompliziert gewesen. Es macht überhaupt keinen Spaß so etwas zu tun. Aber es war notwendig. Und dennoch muss man dabei versuchen, die Mannschaft zu verstärken", sagte Bobic. 

Eintracht-Stars verzichten auf Gehalt

Auf wie viel Gehalt die Stars verzichten, ließ er offen. 

Innerhalb des Vereins ist dem Boss der transparente Umgang aber sehr wichtig.

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"Wir gehen komplett offen mit unseren Spielern um. Wir haben komplett die Hosen runtergelassen und ihnen gezeigt, wie die wirtschaftliche Situation ist", sagte der Sportvorstand. 

Bobic glaubt, dass die Pandemie langfristige Auswirkungen auf die Gehälter der Fußballer haben wird. 

Der Frankfurter prophezeite: "Die Personalkosten müssen gesenkt werden - auch bei anderen Teams. Es wird immer noch viel Geld sein, das die Spieler verdienen. Aber nicht mehr so viel wie früher."

Das sagt Bobic zum Zirkzee-Interesse

Auch bei Transfers dürfen die Eintracht-Fans zunächst keine spektakulären Zugänge erwarten.

Bobic erklärte aber, die Suche nach einem Offensivmann im Januar intensiv zu verfolgen. 

"Wir wollen auf jeden Fall was machen. Wir haben Ragnar Ache, wir müssen aber schauen, dass wir im Januar noch einen Spieler dazu bekommen. Es macht dabei Sinn zu leihen, weil man nicht weiß, was im Sommer wird", verriet Bobic. Er fügte an: "Man kann nichts aus Panik machen. Es muss sportlich wie wirtschaftlich sinnvoll sein."

Ein Mann, der seit Monaten mit Frankfurt in Verbindung gebracht wird, ist Joshua Zirkzee. Das Talent kommt beim FC Bayern nicht zum Zug und soll bei einem anderen Klub Spielpraxis sammeln. Am Samstag machte der 19-Jährige durch eine Rote Karte im Trikot von Bayern II gegen 1860 München Schlagzeilen. 

"Es ist ein Spieler, der vom Profil her passen würde. Er ist ein talentierter Spieler, der gezeigt hat, dass er Bundesliga spielen kann. Es sind aber immer drei Parteien in solchen Verhandlungen. Unser Fokus liegt auf Spielern, die so sind wie er", verriet der Eintracht-Boss. 

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