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München - Bei seinem Ex-Klub Schalke 04 wird Leroy Sané ausgewechselt. Mit seiner eigenen Leistung ist er nicht zufrieden. Hansi Flick dämpft die Erwartungen.

Was Leroy Sané von seiner eigenen Leistung beim 4:0-Sieg des FC Bayern auf Schalke, oder von seiner Auswechslung gehalten hat, zeigte sich am Beispiel seiner Handschuhe. (Die Tabelle der Bundesliga)

Diese warf der 25-Jährige unmittelbar neben der Auswechselbank auf den Rasen. Teammanagerin Kathleen Krüger schaute den Ex-Schalker verdutzt an, Sané verschwand in der Kabine, um später wiederzukehren. Bayern-Physio Christian Huhn hob die Handschuhe auf.

Sané-Frust auf Schalke!

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Seine Handschuhe warf der Flügelspieler übrigens schon einmal weg. Beim 3:3 gegen RB Leipzig am 5. Dezember 2020, als der 49-Millionen-Einkauf für Serge Gnabry starten durfte und nach 64 Minuten ausgewechselt wurde. Damals klatschte er mit Hansi Flick ab und feuerte seine Handschuhe auf die Ersatzbank. Auf Schalke mussten die Handwärmer wieder dran glauben. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

Flickt dämpft Erwartungen an Sané

Der FC Bayern gewann zwar souverän mit 4:0, Sané zeigte gute Ansätze, aber keine Glanzleistung. Mal versprang ihm der Ball, mal landeten seine Pässe im Nichts. Dafür arbeitete er gut in der Defensive mit und bekam dafür Lob von seinen Mitspielern. Eine Torbeteiligung hatte Sané nicht.

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"Man kann von ihm nicht erwarten, dass er jetzt jedes Spiel auf Topniveau spielt. Wenn er heute unzufrieden ist, dann ist es seine Entscheidung", sagte Flick, um eine Generalkritik hinterherzuschieben: "Ich bin im Großen und Ganzen mit dem Ergebnis zufrieden, aber mit der Art und Weise, wie wir uns bei Ballbesitz positionieren und den Ball zirkulieren lassen, das ist nicht immer gut. Daran müssen wir arbeiten."

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Auch Sané, der in bislang 22 FCB-Pflichtspielen sieben Tore erzielte und fünf Assists lieferte.

Lewandowski nimmt sich Sané an

Bei seiner Rückkehr an alte Wirkungsstätte durfte sich der deutsche Nationalspieler am Sonntagnachmittag anstelle von Kingsley Coman beweisen, der für Sané in der 64. Minute eingewechselt wurde.

Die Bayern-Tore drei und vier sah Sané von der Tribüne. Auffällig: In Badelatschen und kurzer Hose unterhielt er sich ab der 85. Minute minutenlang mit dem ebenfalls ausgewechselten, aber dicker eingepackten Robert Lewandowski, der immer ihm wieder gestenreich verschiedene Laufwege andeutete.

Das klare Zeichen: Um Sané noch besser zu integrieren, kümmert sich der amtierende Weltfußballer höchstpersönlich um den Neuzugang. Damit Sané in Zukunft mehr Lust als Frust verspürt.

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