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Präsident Herbert Hainer will beim deutschen Fußball-Rekordmeister Bayern München keine Trainerdiskussion aufkommen lassen.

Präsident Herbert Hainer will beim deutschen Rekordmeister Bayern München keine Trainerdiskussion aufkommen lassen. "Gehen Sie davon aus, dass wir die Arbeit von Hansi Flick wertschätzen. Wir sind ihm sehr dankbar für das, was er geleistet hat. Er wird uns zu den nächsten Titeln führen", sagte der 66-Jährige der Bild am Sonntag.

Um Flick, mit dem der FC Bayern in der abgelaufenen Saison das Triple gewonnen hatte, war nach dem Pokal-Aus bei Zweitligist Holstein Kiel und holprigen Vorstellungen in der Bundesliga eine öffentliche Diskussion aufgekeimt.

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Hainer beschwichtigte: "Jetzt haben wir mal zwei Spiele verloren, das wird es immer mal geben. Die Experten hatten schon viel früher einen Einbruch vorhergesagt." Flick (Vertrag bis 2023) habe "die Situation professionell gemanagt", sagte der frühere adidas-Chef.

Hainer: Neuer und Müller auch nach Karriereende halten

Hainer würde sich wünschen, die heutigen Führungsspieler Manuel Neuer (34) und Thomas Müller (31) nach deren Karriereende analog zum ehemaligen Kapitän und künftigen Vorstandschef Oliver Kahn (51) an den Verein zu binden. Einen entsprechenden Vorschlag hatte zuletzt bereits Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge in den Raum gestellt: "Müller und Neuer stehen für den FC Bayern par excellence. Mich würde es freuen, wenn die beiden Interesse hätten."

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Das Modell, erfolgreiche Ex-Sportler in den Klub und das Management einzubinden, sei ein Erfolgsgeheimnis bei Bayern. "Bestes Beispiel sind Uli Hoeneß und Karl-Heinz Rummenigge. Deshalb haben wir auch Oliver Kahn als Nachfolger gewählt." Er kenne die Pläne der aktuellen Spieler allerdings nicht. 

Hainer: So ist das Verhältnis zu Alaba

Eine solche Zukunft wird David Alaba in München eher nicht haben. Den Star-Verteidiger zieht es nach Ablauf seines Vertrags im Sommer weg vom FC Bayern. Die Stimmung sei "okay", sagte Hainer über das Verhältnis zum Spieler: "Wir haben nicht mehr über seine Vertragssituation gesprochen. Man muss auch professionell damit umgehen. Sein Berater und er hatten andere Vorstellungen von der finanziellen Ausgestaltung eines neuen Vertrages. Das ist legitim."

Alaba favorisiert nach Informationen von SPORT1 einen Wechsel zu Real Madrid. Eine Einigung hat der Österreicher aber auch mit den Königlichen bisher nicht erreicht, wie Hainer bestätigte: "Nach meinem Kenntnisstand ist das noch nicht fix." 

Die Bayern hatten ihr Angebot an Alaba zurückgezogen, weil man sich nicht auf einen finanziellen Rahmen einigen konnte. Einmal mehr betonte Hainer, dass Bayern im laufenden Geschäftsjahr mit einem Rückgang der Einnahmen in Höhe von rund 100 Millionen Euro rechne - primär bedingt durch die fehlenden Zuschauer-Einnahmen. "Einen Gewinn werden wir im laufenden Geschäftsjahr sicherlich nicht erwirtschaften. Dafür sind die Schleifspuren zu groß", erklärte Hainer. 

Dennoch sei der FCB im internationalen Vergleich "absolut führend". Man sei schuldenfrei, Inhaber des eigenen Stadions und verfüge über einen abbezahlten Campus: "Das hat kaum ein anderer Klub. Wir sind gut aufgestellt und werden mit Sicherheit als einer der Standfestesten aus dieser Krise rausgehen." 

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