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Die Heimpleite gegen Mainz hat die Unruhe in Gladbach verstärkt. Dennoch glaubt Max Eberl, dass die Fohlen die Saison mit Cheftrainer Marco Rose beenden werden.

Bei Borussia Mönchengladbach ist seit der Bekanntgabe von Marco Roses Wechsel im Sommer zum BVB nichts mehr, wie es mal war.

Zur Unruhe, die im Umfeld herrscht, kam am Samstag noch die 1:2-Heimniederlage gegen den 1. FSV Mainz 05 dazu. "Die Niederlage tut sehr weh", gibt Sportdirektor Max Eberl im CHECK24 Doppelpass bei SPORT1 zu. "Gerade im Kampf um die europäischen Plätze haben uns die beiden Heimniederlagen gegen Mainz und Köln nicht gutgetan."

Eberl ärgert vor allem das Abwehrverhalten der Borussia: "Wir bekommen im Moment hinten Tore, die sehr ärgerlich sind, weil sie oft mit Fehlern von uns zutun haben. Dementsprechend war die Niederlage echt bitter. Es tut halt weh, wenn wir gegen Köln und Mainz nicht punkten. In beiden Spielen wäre ein Punkt verdient gewesen. Doch wir haben beide verloren, das macht die Ausgangslage in der Bundesliga nicht leichter."

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Pokalsieg? "Damit wäre ich sehr glücklich"

Eberl würde sogar einen weiteren Absturz in der Bundesliga in Kauf nehmen - wenn es so laufen würde, wie bei Eintracht Frankfurt vor drei Jahren. Damals hatte Niko Kovac seinen Wechsel im Sommer nach München verkündet und gewann nur noch ein einziges Bundesligaspiel. Im DFB-Pokal gelang ihm allerdings ein Coup, als er mit der Eintracht den FC Bayern im Finale bezwang.   

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"Wenn ich den Pokal hole, dafür in der Liga nur noch einen Sieg einfahre, wäre ich damit auch sehr glücklich", schmunzelte Eberl. Dafür müsste Gladbach allerdings im Viertelfinale mit dem BVB zunächst Roses künftigen Klub bezwingen.   

Dass die Anhänger der Fohlen durch die zweiten Heimpleite in Folge (zuvor das 1:2 gegen den 1. FC Köln) immer mehr die Faust in der Tasche ballen, kann der Gladbach-Manager nachvollziehen. "Natürlich kann die die Enttäuschung und den Frust verstehen, dass Marco sich anders entschieden hat. Emotionen gehören bei uns im Geschäft dazu. Ich verstehe das, wenn Menschen dann traurig sind."

Eberl: "Nicht so, dass irgendetwas unvollendet ist"

Dennoch verliert Eberl kein schlechtes Wort über Rose. "Marco hat in den eineinhalb Jahren einen sehr guten Job gemacht. Wir haben in einer extrem schwierigen Saison die Champions League erreicht. Wir sind das erste Mal seit 1977 im Europapokal in einer K.o.-Runde. Mit Manchester City haben wir natürlich einen sehr großen Gegner, aber wir sind dabei. Und wir haben ein Pokal-Viertelfinale zu Hause gegen Borussia Dortmund. Es ist ja nicht so, dass irgendetwas unvollendet ist. Wir sind ja noch mittendrin. Und darum geht es."

Meldungen, wonach es nach der Ankündigung von Roses Abschied in der Gladbacher Kabine gekracht habe, dementiert Eberl energisch. "Die Mannschaft hat nullkommanull Animositäten und Probleme mit ihm und vertraut ihm. Dass man über so eine Nachricht nicht erfreut ist, ist völlig normal. Wir sind alle Menschen. Aber die Mannschaft weiß, dass sie einen Trainer hat, der Riesenqualität hat, der totale Emotion für seine Arbeit besitzt und dass er sie weiterbringen kann."

Eberl ist davon überzeugt, die Saison mit Rose zu Ende zu bringen. "Dieser großartige Trainer wird versuchen, mit uns gemeinschaftlich dieses Schiff in den Hafen zu bringen und bestmögliche Resultate zu erreichen. Davon bin ich überzeugt. Das ist die Entscheidung des Klubs, die Entscheidung von Max Eberl. Nichts anderes zählt gerade."

Die SPORT1-User sehen dies in einer Umfrage komplett anders: Dass die Fohlen die Spielzeit mit Rose beenden werden, glauben lediglich 18 Prozent.

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