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Leverkusen - Leverkusen beendet seine Mini-Krise und antwortet auf das Pokal-Aus mit einem furiosen Sieg gegen den Stuttgart. Die Schwaben hadern mit einer Entscheidung des Referees.

Bayer Leverkusen ist nach einer Gala-Vorstellung zurück in der Erfolgsspur.

Angeführt von Doppelpacker Kerem Demirbay hat der zuletzt kriselnde Bundesligist ein Lebenszeichen im Kampf um die Champions-League-Ränge gesendet. Vier Tage nach dem peinlichen Pokal-Aus bei Regionalligist Rot-Weiss Essen im Achtelfinale präsentierte sich die Mannschaft von Trainer Peter Bosz beim verdienten 5:2 (2:0) gegen den enttäuschenden Aufsteiger VfB Stuttgart am Samstag stark verbessert. (Das Spiel zum Nachlesen im Ticker)

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Neuzugang Gray mit Tor-Debüt

Zudem beendete das Team von Trainer Peter Bosz seine Minikrise. Bayer hatte zuletzt drei Pflichtspiele in Folge verloren. Durch den erst zweiten Ligasieg der Leverkusener im neuen Jahr und dem ersten in der Rückrunde, den Demirbay mit seinen Saisontreffern zwei und drei (18./31.) einleitete, verbesserte sich Leverkusen mindestens für eine Nacht auf Platz vier. (Service: Tabelle der Bundesliga)

Stuttgart, für das der eingewechselte Sasa Kalajdzic ebenfalls doppelt traf (50./77.), bleibt nach der dritten Auswärtsniederlage in Folge Zehnter. Leon Bailey (56.), Jungstar Florian Wirtz (68.) und der englische Neuzugang Demarai Gray (84.), der in der 74. Minute eingewechselt wurde und direkt sein Tor-Debüt feierte, erhöhten für die Werkself. (Service: Ergebnisse und Spielplan)

"Wir hätten auch in den vergangenen Wochen verdient gehabt, zu gewinnen. Das haben wir nicht. Umso mehr freut es uns, dass wir heute hoch gewonnen haben", erklärte Matchwinner nach der Partie bei Sky. Bezüglich der Kritik der vergangenen Spiele erklärte Jonathan Tah: "Die Kritik kam meist von außen. Uns wird immer vorgeworfen, dass wir keine Mannschaft sind. Doch genau das haben wir heute gezeigt.

Stuttgart war nach dem Spiel wütend, nicht auf aufgrund der schwachen ersten Hälfte, sondern auch aufgrund des Handspiels vor dem 3:1 der Leverkusener. "Wir sind unzufrieden mit der ersten Halbzeit. Wir kommen super aus der Pause, machen das 1:2 und dann war es unseres Erachtens ein glasklarer Handelfmeter. Klare Fehlentscheidung", erklärte Sportdirektor Sven Mislintat. Die Leistung der Referees sei wie die erste Stuttgarter Hälfte "nicht ausreichend" gewesen. VfB-Keeper Kobel ergänzte: "Eine Hand des Verteidigers hat über der Schulterhöhe nichts zu suchen. Das ist ein klarer Elfmeter und extrem bitter für uns."

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Leverkusen startete mit viel Wut im Bauch und wurde direkt gefährlich. Baileys Abnahme aus kurzer Distanz lenkte VfB-Keeper Gregor Kobel mit den Fingerspitzen an die Latte (2.). Gegen tiefstehende Stuttgarter probierte es die Werkself immer wieder über den glänzenden Moussa Diaby auf der Außenbahn, der für viel Schwung sorgte.

Demirbay tunnelt Kobel

Nachdem Demirbay über das Tor schoss (11.), wurde es zum ersten Mal auf der Gegenseite gefährlich, als Mateo Klimowicz freistehend vorbeischoss (14.).

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Leverkusen war tonangebend und ging verdient durch Demirbay in Führung, der nach einer Parade von Kobel gegen Diaby mit einem eingesprungenen Außenristschuss einnetzte. Stuttgart lauerte auf Konter. Torjäger Silas Wamangituka tankte sich durch und traf das Außennetz (24.).

Leverkusen drückte auf das 2:0 und fand immer wieder Lücken in der schlecht sortierten VfB-Defensive. Neuzugang Timothy Fosu-Mensah (29.) traf das Außennetz, dann schlug Demirbay zum zweiten Mal zu und tunnelte Kobel nachdem der lauffreudige Bailey direkt durchgesteckt hatte. Nach weiteren guten Chancen, unter anderem durch Patrik Schick und Bailey, konnte sich der VfB glücklich schätzen, nur mit einem Zwei-Tore-Rückstand in die Halbzeit zu gehen.

Die nächste Bayer-Chance vergab Tah (49.) direkt nach der Pause, als er an den Außenpfosten köpfte, sodass Kalajdzic im Gegenzug mit einem Heber über Lukas Hradecky den Gästen aus dem Nichts wieder Leben einhauchte.

Dann wurde es etwas hektisch in der BayArena: Bailey erhöhte nach schöner Vorarbeit von Diaby. Stuttgart forderte Handelfmeter, nachdem Fosu-Mensah in der Situation zuvor an den Arm geschossen wurde. Schiedsrichter Sven Jablonski (Bremen) und der Kölner VAR gaben nach langer Überprüfung den Treffer.

Dann krönte Diaby seine herausragende Leistung durch seine dritte Vorlage beim Kopfballtor von Wirtz. Gray setzte nach einem weiteren Kalajdzic-Treffer den Schlusspunkt.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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