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Dortmund und München - Sven Mislintat steht noch beim VfB Stuttgart unter Vertrag, könnte aber zu Borussia Dortmund zurückkehren. Ein Selbstläufer sind diese Gedankenspiele aber nicht.

"Ich bin gebürtiger Dortmunder. Das heißt, wenn es da ein Interesse gibt, dann ist das nichts, was mich kalt lässt, sondern dann freue ich mich über die Wertschätzung", sagte Sven Mislintat am Sonntag.

Kehrt der aktuelle Sportdirektor des VfB Stuttgart wirklich zu seinem Herzensverein Borussia Dortmund zurück? Was sind die Gedankenspiele, woran könnte eine Rückkehr scheitern? SPORT1 gibt einen Überblick.

Die Ruhr Nachrichten hatten zuerst berichtet, dass der BVB eine Rückkehr seines ehemaligen Kaderplaners prüfe. (Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga)

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Mislintat hat sich noch nicht mit BVB getroffen

Ein Treffen der BVB-Verantwortlichen mit Mislintat hat es bislang nicht gegeben, auch einen festen Termin gibt es nicht.

Dass ein Gespräch im März anvisiert ist, ist nach SPORT1-Informationen nicht richtig. Wahrscheinlicher ist ein Treffen im Sommer oder zu Beginn der neuen Saison.

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Denn: Es geht nicht um eine Rückkehr zur neuen Saison, sondern um 2022. Dann wird Michael Zorc seine Ära als Manager in Dortmund beenden.

Ein Selbstläufer wird eine mögliche Rückkehr von Mislintat aber keineswegs.

"Ich habe nicht gesagt: Wenn Dortmund kommt, geh' ich", betonte der 48-Jährige: "Mir liegt der VfB, diese Mannschaft, diese Stadt, diese Gruppe sehr am Herzen."

Mislintat über VfB: Geht nicht immer nur um Fußball

In Stuttgart hat Mislintat in nicht einmal zwei Jahren eine Mannschaft geformt, die sich in dieser Saison als Aufsteiger bravourös schlägt und phasenweise sogar begeistert. Wie unter anderem beim 5:1-Erfolg im Dezember in Dortmund, der das Ende für Trainer Lucien Favre bedeutete.

Auf der anderen Seite herrscht gerade Unruhe in der Stuttgarter Vereinsführung - eine Situation, die auch Mislintat nicht gefällt: "Ganz ursprünglich gibt es einen gewissen Handlungsspielraum für mich im Sommer 2022, weil man schon in diesem Klub manchmal das Gefühl hat, dass es nicht immer nur um Fußball geht."

Doch so einfach (weg)locken lässt er sich nicht. "Selbst wenn Dortmund käme, müssten sie erst mal verdammt gute Argumente haben", erklärte Mislintat, dessen Vertrag in Stuttgart bis 2023 läuft.

Ihm geht es insbesondere um die entsprechenden Befugnisse, um künftig in Dortmund nach seinen Vorstellungen walten und schalten zu können.

Und das könnte der Haken sein. Denn da gibt es ja auch noch einen Sebastian Kehl. Der frühere BVB-Kapitän ist seit 2018 Leiter der Lizenzspielerabteilung und hat keinen Hehl daraus gemacht, Zorc nach dessen Amtszeit beerben zu wollen. Auch die BVB-Bosse haben Kehl grundsätzlich schon als Zorc-Nachfolger auserkoren.

BVB-Wunsch mit Mislintat und Kehl

Nach SPORT1-Informationen wäre es die Wunschvorstellung der Dortmunder Vereinsführung, Mislintat und Kehl gemeinsam einzubinden. Ob Mislintat sich darauf einlässt, ist aber fraglich. (Tabelle der Bundesliga)

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Mislintat genießt (nicht nur) in Dortmund einen hervorragenden Ruf, weil er Transfers wie die von Pierre-Emerick Aubameyang, Ousmane Dembélé und Shinji Kagawa in die Wege leitete. Wegen seiner Gabe, junge Talente frühzeitig zu entdecken, wird er auch "Diamantenauge" genannt. "Meine Freunde nennen mich aber Holzauge", witzelte Mislintat zuletzt im CHECK24 Doppelpass.

In Dortmund verkrachte er sich allerdings mit dem damaligen Trainer Thomas Tuchel und verließ den BVB auch deshalb im Dezember 2017. Für gut ein Jahr arbeitete er in der englischen Premier League beim FC Arsenal, im April 2019 überzeugte ihn schließlich der VfB Stuttgart von einem Engagement.

Nun könnte ihn der Weg wieder zurück zu seiner alten Liebe führen - dafür müssen aber noch einige nicht unerhebliche Details geklärt werden.

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