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Als BVB-Trainer wird Marco Rose in Jürgen Klopps Fußstapfen treten - der Noch-Gladbacher könnte sie ausfüllen. Für die Spieler dürfte ein anderer Wind wehen.

Sein Name schwebt nach wie vor über allem beim BVB: Jürgen Klopp!

Seit seinem Abschied vor sechs Jahren aus Dortmund sehnen sich Fans, Verantwortliche und Spieler nach "Kloppo". Die Sehnsucht nach einem authentischen und erfolgreichen Trainer, der das ganze Vereinsumfeld mitreißt, ist riesengroß.

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Ob Thomas Tuchel, Peter Bosz, Peter Stöger, Lucien Favre oder aktuell Edin Terzic - sie alle wurden an den großen Erfolgen des aktuellen Liverpool-Trainers gemessen. Daran konnten sie nur scheitern.

Klopps Nachfolger scheiterten bislang

Der BVB hat ab Sommer endlich seinen Klopp-Erben! Zur neuen Saison wird Marco Rose, zurzeit noch bei Borussia Mönchengladbach unter Vertrag, das Trainer-Amt bei den Schwarz-Gelben übernehmen.

Für die hochbegabte BVB-Mannschaft, die zurzeit völlig von der Rolle ist, heißt das dann: Ausreden sind nicht mehr erlaubt! Sie muss spätestens ab der neuen Saison endlich zeigen, welch große Qualität in ihr steckt.

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Tuchel war den BVB-Stars zu verkopft und in seiner Art zu direkt, Bosz in der Umsetzung seiner Spielphilosophie zu radikal, Favre zu kauzig und in seinem Spielstil zu abwartend und zu passiv. 

In Rose bekommt der BVB nun also seinen absoluten Wunschtrainer.

Warum sich die Klubführung um Hans-Joachim Watzke, Michael Zorc und Sebastian Kehl für den Klopp-Kumpel entschieden hat?

Roses Mischung könnte passen

Rose ist authentisch, empathisch und findet in der Kabine die richtigen Worte. Er hat den Mix aus gutem Kumpel und hartem Hund. Mit seinem begeisternden und erfrischenden Spielstil hat er Gladbach auf die nächste Stufe gehoben.

Im Sommer 2019 war der 44-Jährige aus Salzburg gekommen und führte die Fohlen auf Anhieb als Vierter in die Champions League. Mit 1,78 Punkten pro Spiel ist Rose bester Gladbach-Trainer der Geschichte.

Parallelen zwischen Rose und Klopp gibt es zu genüge. Beide können die Fans mitreißen, was gerade bei einem emotionalen Verein wie dem BVB enorm wichtig ist, und Spieler besser machen.

Nationalspieler Jonas Hofmann, der 2016 vom BVB nach Gladbach ging, sagte kürzlich zu SPORT1: "Beide können an der Seitenlinie sehr laut werden, sie coachen sehr aktiv, sind sehr emotional und haben beim Torjubel auch mal positive Ausraster drin. Sie ähneln sich auch in ihrer Trainingsart."

Rose spielte lange unter Klopp

Zwischen 2001 und 2008 lernte Rose in Mainz als Spieler unter dem neun Jahre älteren Klopp. Er machte als linker Verteidiger 156 Spiele unter ihm. "Unser Verhältnis ist mehr als ausgezeichnet", sagte Rose mal über seinen Mentor.

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2004 stiegen beide zusammen mit dem FSV in die Bundesliga auf. Die beiden Kumpel sind bis heute regelmäßig in Kontakt, tauschen sich ständig aus. Ob sich Rose in Liverpool Rat für die Entscheidung geholt hat, ist nicht überliefert. Die Vermutung liegt aber nahe.

Vor zwei Jahren sagte Klopp in einem Interview über seinen Freund "Rosi": "Er ist der Gehypteste von allen - alle fragen mich nach ihm. Also, Marco: Mach' das Beste draus!"

Ab Sommer tritt Rose in die großen Fußstapfen seines Kumpels. Der BVB hat endlich seinen Klopp-Erben. Und für die Mannschaft heißt das: Ausreden gibt es keine mehr!

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