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München - In den vergangenen Jahren hat PSG viele Talente verloren, darunter auch Bayerns Tanguy Nianzou. Sportdirektor Leonardo sieht das Problem jedoch bei den Spielern.

PSG-Sportdirektor Leonardo hat ein gutes halbes Jahr nach dem Wechsel von Tanguy Nianzou zum FC Bayern deutliche Worte in Richtung des 18 Jahre alten Youngsters gefunden.

Angesprochen auf die zahlreichen jungen Spieler, die Paris Saint-Germain in den vergangenen Jahren verloren hat, meinte Leonardo bei France Bleu: "Diejenigen, die mit 16, 17 oder 18 Jahren gegangen sind - wo sind die heute? Der Anteil der Spieler, die es zu etwas bringen, ist sehr klein."

Dann ging der Brasilianer explizit auf Nianzou - mit vollem Namen Tanguy-Austin Nianzou Kouassi - ein, der Paris im Sommer ablösefrei in Richtung München verlassen hatte. (Ergebnisse und Spielplan der Champions League)

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PSG-Sportdirektor Leonardo lästert über Bayern-Youngster

"Tanguy Kouassi hat bei uns in der Champions League gespielt, danach hat er ein Jahr bei Bayern verbracht, ohne zu spielen", mäkelte Leonardo und betonte: "Ganz ehrlich, wir trauern Kouassi nicht nach, aber man muss aufhören zu denken, dass woanders das Paradies ist."

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In seinen Augen sei PSG mit Blick auf die Abgänge der vielversprechenden Talente "nicht der Verlierer", vielmehr seien es "die jungen Spieler, die Paris Saint-Germain verlieren".

Tatsächlich hat Nianzou seit seinem Wechsel nach München erst ein Pflichtspiel für den deutschen Rekordmeister absolviert, beim 3:1-Sieg beim VfB Stuttgart am 28. November wurde er in der 69. Minute für Jérôme Boateng eingewechselt. (Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Nianzou beim FC Bayern von Verletzungen gebeutelt

Was Leonardo bei seiner Analyse jedoch verschwieg: Nianzou wurde seit dem vergangenen Sommer immer wieder von Verletzungen außer Gefecht gesetzt. Zunächst fiel er von Anfang September bis Anfang November wegen einer Oberschenkelverletzung aus, die er sich im Training der französischen U20-Nationalmannschaft zugezogen hatte.

Mitte Dezember erlitt er dann einen Muskelbündelriss, der ihn bis Ende Januar außer Gefecht setzte. Seither arbeitet der Innenverteidiger, der auch im defensiven Mittelfeld spielen kann, weiter an seinem Comeback.

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