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München - Jamal Musiala wird in Zukunft für die deutsche Nationalmannschaft auflaufen. Ein großer Erfolg für Joachim Löw, kommentiert SPORT1-Chefreporter Florian Plettenberg.

Hat der DFB Jamal Musiala verpennt? Nein! Haben Joachim Löw und Oliver Bierhoff geliefert? Ja! 

Im Nachhinein lässt sich feststellen: Der Bundestrainer und der Nationalmannschafts-Direktor haben zusammen dafür gesorgt, dass eines der größten Talente dieses Planeten zukünftig für Deutschland auflaufen wird – und nicht für England. Zusammen haben sie Three-Lions-Coach Gareth Southgate ausgestochen, der Musiala mehrfach anrief. Weit vor dessen ersten Gesprächen mit Löw und Bierhoff.

Nicht mit Übereifer, nicht vorschnell, im Gegenteil: Seelenruhig haben sich Löw und Bierhoff auf ihren Musiala-Überzeugungs-Kraftakt vorbereitet.

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Musiala war von Löw und Bierhoff beeindruckt

Bei einem Gespräch in der Allianz Arena brachen sie beim Spieler und seiner Mutter das Eis. In darauffolgenden Telefonaten überzeugten sie Musiala vollends.

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Ja, der Spieler hat gemäß seines Herzens und seiner Überzeugung entschieden. Aber zur Wahrheit gehört auch, dass es Löw und Bierhoff geschafft haben, ihm nicht nur Wertschätzung zu vermitteln, sondern ihm zugleich einen klaren Weg aufzuzeigen.

Musiala war beeindruckt davon, wie menschlich die Gespräche abliefen. Löw und Bierhoff, so erfährt man es aus dem Umfeld des Spielers, waren unglaublich gut informiert und vorbereitet.

Sie konnten den Charakter Musialas bestens einordnen und ihm glaubhaft vermitteln, dass er im März nicht nur nominiert wird, um sich für Deutschland festzuspielen. Er soll ein wichtiger Teil der DFB-Zukunft sein. 

Musiala ist der größte DFB-Erfolg seit 2014

Deshalb soll er bereits in der WM-Qualifikation im März DFB-Luft schnuppern. Hinter den Spitzen, wo ihn Löw am stärksten sieht, oder auf dem Flügel. 

Dass sich Musiala für Deutschland entschieden hat, ist ein Glanzpunkt in grauen Nationalmannschafts-Zeiten. Wenn wir ehrlich sind, ist er sogar der größte DFB-Erfolg seit dem Jahr 2014 und der gewonnenen Weltmeisterschaft in Rio de Janeiro. 

Er ist genau dieser Spieler, der endlich für den versprochenen Umbruch stehen wird. Seine Debüt-Nominierung im März wird der erste Schritt sein, um für EM-Euphorie im Land zu sorgen. Ihn auf dem Platz loszulassen, ist aber der notwendige zweite. Alles andere wäre unglaubwürdig.

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