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Kevin Großkreutz kickt jetzt in der 6. Liga
Kevin Großkreutz kickt jetzt in der 6. Liga © Imago
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Großkreutz wurde Weltmeister, jetzt kickt er in der 6. Liga. Der 32-Jährige spricht über die Gründe seines Absturzes. Auch Weggefährten melden sich zu Wort.

Er war Weltmeister, Deutscher Meister und Champions-League-Finalist. Später ging es mit der Karriere von Kevin Großkreutz allerdings steil bergab - was sich der ehemalige Profi von Borussia Dortmund laut eigener Aussage selbst zuzuschreiben hat.

"Hätte ich öfter auf andere Menschen gehört und nicht meinen Sturkopf durchgesetzt, würde ich vielleicht heute noch in der Bundesliga spielen", sagte Großkreutz am Mittwochabend im Sportschau Club der ARD und fügte an: "Ich stand mir manchmal selbst im Weg."

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In der Sendung meldeten sich aber auch ehemalige Weggefährten des Weltmeisters zu Wort. Erfolgstrainer Jürgen Klopp, mit dem Großkreutz beim BVB sechs Jahre lang zusammengearbeitet hatte, wandte sich in einer emotionalen Videobotschaft direkt an seinen ehemaligen Schützling. "Einer der großartigsten Typen, die ich jemals trainiert habe", lobte Klopp, der auch gleich noch eine lustige Anekdote zu Großkreutz' erster Vertragsunterschrift in Dortmund parat hatte. 

Klopp: "Du bist eine BVB-Legende"

"Ich kann mich noch erinnern, wie wir zusammen im Büro saßen. Michael Zorc, dein Vater und ich. Und der ganz schüchterne Kevin hat dabeigesessen, und ich hatte keine Ahnung in dem Moment, was für ein riesengroßer BVB-Fan du bist. Wir hätten dir wahrscheinlich einen viel schlechteren Vertrag angeboten, wenn wir das gewusst hätten. Aber danach ist die wunderbare Geschichte losgegangen, die wir zusammen verbracht haben", sagte der Coach und schloss mit den Worten: "Vielen Dank für alles, was du für uns getan hast. Du bist eine BVB-Legende."

Studiogast Großkreutz war sichtlich gerührt. "Das sind schon emotionale Worte", stammelte der Double-Sieger von 2012 mit Tränen in den Augen.  

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Zuvor kam im Sportschau Club auch BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke zu Wort, der Großkreutz ein Abschiedsspiel im Signal Iduna Park in Aussicht stellte. "Wir werden ein Spiel machen zwischen der Meistermannschaft der Saison 2011/2012 und der aktuellen Mannschaft. Und wir werden die, die bis dahin ihre Karriere beendet haben, würdig verabschieden", sagte Watzke. 

Die Freude darüber stand Großkreutz ins Gesicht geschrieben. "Ich freue mich riesig, dass ich das höre. Die Worte tun gut", sagte der gebürtige Dortmunder. 

Erfolgreiche Zeit bei Borussia Dortmund 

Nachdem seine sportliche Laufbahn als junges Talent bei Rot Weiss Ahlen so richtig an Fahrt aufgenommen hatte und Großkreutz kurz darauf zum Profi geworden war, war er zum BVB zurück gewechselt. Mit seinem Herzensverein gewann der heute 32-Jährige zwei Meistertitel und den DFB-Pokal.

"Diese Bilder werden nie aus dem Kopf gehen. Wenn ich sie sehe, bekomme ich Gänsehaut", schwärmte Großkreutz und ergänzte: "Mit deinem Verein wirst du Deutscher Meister, holst dir das erste Double der Vereinsgeschichte." Mit der deutschen Nationalmannschaft folgte 2014 dann sein vielleicht größter Erfolg: der Weltmeister-Titel.

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Die Karriere bekommt einen großen Knick 

Doch anschließend bekam die Karriere des sechsmaligen Nationalspielers einen großen Knick. Angesichts mangelnder Perspektive verließ Großkreutz den BVB im Sommer 2015 Richtung Galatasaray Istanbul. Nach einem verkorksten Halbjahr wechselte er zum VfB Stuttgart, wo er nach einer Schlägerei während einer Partynacht seinen Karriere-Tiefpunkt erlebte

"Ich bin feiern gegangen und war am falschen Ort. Es ist passiert, ich habe mich gestellt und bin nicht aus der Hintertür hinausgegangen", schilderte Großkreutz die damalige Situation. "Das war schwer für meine Familie."

Großkreutz wechselt in die 6. Liga 

Jetzt verabschiedete sich der gebürtige Dortmunder, der schließlich noch beim SV Darmstadt und dem KFC Uerdingen unter Vertrag stand, nach 15 Jahren aus dem Profifußball. Seit Anfang Februar spielt Großkreutz in der Westfalenliga für den TuS Bövinghausen. "Ich habe entschieden: Komm, du gehst den nächsten Schritt und hast einfach nochmal Spaß am Kicken mit Freunden", begründete der Weltmeister von 2014 sein Engagement beim Sechstligisten.

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