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Dortmund - Der BVB erledigt seine Aufgabe gegen Hertha. Brandts Schuss, bei dem Jarstein schlecht aussieht und Joker Moukoko genügen für den Sieg. Ein Hertha-Spieler sieht Rot.

Ein Flatterball von Julian Brandt hält Borussia Dortmund auf Champions-League-Kurs.

Der Weitschuss des Nationalspielers in der 54. Minute aus gut 25 Metern fand mit Unterstützung des Berliner Keepers Rune Jarstein seinen Weg ins Netz. Der norwegische Torhüter machte bei Brandts BVB-Führung trotz freier Sicht eine äußerst unglückliche Figur.  

Joker Youssoufa Moukoko sorgte in der Nachspielzeit für den verdienten 2:0-Sieg gegen Hertha BSC.

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"Rune hat gesagt, es war eine Windböe. Er hat uns in der ersten Halbzeit und in den Spielen davor den Arsch gerettet", nahm Niklas Stark seinen norwegischen Torhüter bei Sky in Schutz. 

"Es kann sein, dass der Wind eine entscheidende Rolle gespielt hat", sagte Torschütze Brandt. "Ich bin ehrlich: Ich habe mich erschrocken, dass er reingegangen ist"

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Darida kassiert Rot für Foul gegen Reus 

Dank des Sieges liegen die Westfalen nur noch einen Zähler hinter dem Tabellenvierten Eintracht Frankfurt. Die Hessen haben am Sonntag mit dem Auswärtsspiel bei RB Leipzig eine harte Nuss zu knacken. (Tabelle der Bundesliga)

"Ich bin sehr zufrieden", sagte BVB-Trainer Edin Terzic. "Es war nicht einfach und wichtig, das wir die drei Punkte eingefahren haben. Der Dortmunder Coach lobte vor die beiden Torschützen. "Jule war viel am Ball, war sehr aktiv. Er hat sich durch das Tor belohnt, das war der Dosenöffner. Bei Moukoko war heute der richtige Zeitpunkt ihn mal wieder zu bringen. Er ist extrem torgefährlich. Wir sind sehr glücklich, dass wir ihn heute gebracht haben."

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Die Borussia war über weite Strecken das dominante Team und verzeichnete je einen Lattentreffer von Marco Reus und Mahmoud Dahoud. Allerdings tat sich die Elf von Terzic über weite Strecken schwer, den Abwehrriegel der Berliner auszuspielen. (Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker) 

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Die Gäste wiederum hatten einige Konterchancen, scheiterten aber ihren offensiven Unzulänglichkeiten. (Spielplan/Ergebnisse der Bundesliga)

Überschattet wurde der Dortmunder Erfolg vom Vladimir Daridas üblen Tritt gegen Marco Reus, der ihm die Rote Karte einbrachte (80.). Der Nationalspieler musste daraufhin ausgewechselt werden.

Terzic ließ den Startelf-Rückkehrer Brandt das Offensivspiel zentral in der Dreierkette aufziehen, Kapitän Reus kam über die rechte Seite und vergab mit einem Volley auch die erste Chance (12.). Vorne lauerte Erling Haaland meist vergeblich auf den Ball. 

Jarstein patzt entscheidend

Hertha-Coach Pal Dardai holte Marvin Plattenhardt für Santiago Ascacibar in die Mannschaft. Er hatte angekündigt, auf dem im Vergleich zum heimischen Olympiastadion edlen Rasen auch vernünftigen Fußball spielen zu lassen. Dafür hätte es allerdings regelmäßigen Ballbesitzes bedurft - der war selten vorhanden. Die Hertha rannte hinterher. Reus setzte einen Freistoß auf die Latte, Jarstein hätte aber pariert (18.).

Bei eisigem Wind flatterte Brandts Fernschuss dann am völlig verdutzten Jarstein vorbei ins Tor. Der Norweger hatte in sicherer Erwartung des Balles bereits die Arme fangbereit vor seinen Bauch gehalten, dann schlug es aber eher auf Schulterhöhe ein. Kurz danach fälschte Vladimir Darida eine Flanke des auffälligen BVB-Nationalspielers Mahmoud Dahoud an die eigene Querlatte ab (61.). 

Dardai erhöhte das Risiko mit der Einwechslung von Dodi Lukebakio und Mathew Leckie. Gute Torszenen brachte der Hertha aber auch dies lange nicht ein. Dortmund ging zwar auf das 2:0, musste aber zumindest noch zittern - auch weil Jarstein gegen Emre Can stark parierte (77.). Giovanni Reyna traf zudem nur den Pfosten (89.).

Der eingewechselte Moukoko sorgte dann für die Entscheidung.

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mit Sportinformationsdienst (SID)

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