vergrößernverkleinern
Werder Bremen siegt 2:0 bei Arminia Bielefeld
Werder Bremen siegt 2:0 bei Arminia Bielefeld © Imago
Lesedauer: 4 Minuten
teilenE-MailKommentare

Bielefeld - Werder Bremen siegt im Nachholspiel der Bundesliga bei Arminia Bielefeld. Die Kohfeldt-Elf vergrößert die Distanz zum Relegationsplatz. Bielefeld tritt auf der Stelle.

Arminia Bielefeld hat im Abstiegskampf der Bundesliga einen Nackenschlag kassiert.

Der Aufsteiger unterlag in einer Nachholpartie des 20. Spieltags dem über 45 Minuten klar unterlegenen, aber brutal effizienten SV Werder Bremen mit 0:2 (0:0). Josh Sargent traf mit der ersten Gästechance zur Führung (47.), Kevin Möhwald (75.) erhöhte. (Das Spiel zum Nachlesen im TICKER)

Bielefeld unter Kramer weiter ohne Treffer

"Die erste Halbzeit hatten wir viele Chancen, da müssen wir das Tor machen", ärgerte sich Bielefelds Fabian Kunze am Sky-Mikrofon. Werder-Profi Maximilian Eggestein freute sich über nun elf Punkte Vorsprung auf den Relegationsplatz: "Das war ein Schritt in die richtige Richtung."

Anzeige

Kohfeldt war mit der spielerischen Leistung seines Teams trotz des Sieges nicht zufrieden. "Gegen den Ball wurde es maximal nach Ecken oder Einwürfen gefährlich. Mit Ball war es aber einfach schlecht", kritisierte er. Seiner Mannschaft habe der Mut gefehlt, den Ball vernünftig hintenraus zu spielen.

"Wir haben ein sehr ordentliches Spiel gemacht, hatten genug Chancen, um die Nase nach vorne zu bringen. Dann ist es ein anderes Spiel", haderte Arminia-Trainer Frank Kramer. Werder habe eine gnadenlose Effektivität gezeigt. Er zeigte sich aber optimistisch. "Wenn wir immer so investieren, so geordnet spielen, werden wir belohnt. Wir müssen immer auf dem Gaspedal bleiben, dann kann man das Glück auch erzwingen."

Während die Grün-Weißen mit 30 Punkten den Klassenerhalt fest im Blick haben, blieb Bielefeld (19) auch im zweiten Spiel unter dem neuen Trainer Kramer ohne eigenen Treffer - und vergab die Chance, den Relegationsplatz zu verlassen und damit den Abstiegskampf massiv zuzuspitzen. Zu allem Überfluss verletzte sich Arminia-Verteidiger Jacob Laursen, der für den Dänen eingewechselte Nathan de Medina flog wenig später mit Rot vom Platz (71.). 

"Die Rote Karte ist ein bisschen hart", erklärte Eggestein. Kramer war mit der Entscheidung nicht einverstanden. "Sich bei der Szene einzuschalten und zu sagen: 'Das war eine Rote Karte', da habe ich wenig Verständnis für. Es war ein klarer Kampf um den Ball", monierte er. Er sah keine klare Fehlentscheidung  (Spielplan und alle Ergebnisse der Bundesliga)

DAZN gratis testen und die Freitags- und Montagsspiele der Bundesliga live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Eine Überraschung gab es vor dem Anpfiff: Kramer begann ohne Kapitän Fabian Klos. Der 33 Jahre alte Angreifer, im Vorjahr Torschützenkönig der 2. Liga, hatte in den vorherigen 23 Saisonspielen der Arminia stets in der Startelf gestanden und drei Tore erzielt. (Die Tabelle der Bundesliga)

Bielefeld mit starker erster Hälfte - Werder trifft nach der Pause

Kramer, seit gut einer Woche Nachfolger des entlassenen Fanlieblings Uwe Neuhaus, gab dem lange verletzten Andreas Voglsammer den Vorzug. Neben ihm spielte der wuselige Japaner Ritsu Doan, unter Neuhaus auf dem rechten Flügel zu Hause. "Wir wollen es auf mehrere Schultern verteilen. Fabi hat sich am Sonntag gegen Union Berlin voll reingehauen, er braucht eine gewisse Frische", sagte Kramer vor dem Spiel bei Sky.

Werde Deutschlands Tippkönig! Jetzt zum SPORT1 Tippspiel anmelden

Diese Frische zeigte Bielefeld in der Anfangsphase, der Aufsteiger ging angriffslustig zu Werke und hatte nach einer Ecke durch U21-Nationalspieler Amos Pieper (7.) die erste große Chance. Insgesamt war es aber ein Kampfspiel in Reinform. Vor allem Bremen fehlten die zündenden Ideen, lange Bälle in die Spitze führten zu nichts.

Chancen auf dem ramponierten Platz entsprangen beiderseits allerdings dem Zufall. Wie in der 29. Minute, als Doan über Umwege zum Abschluss kam und Ömer Toprak in höchster Not blockte. Wenig bis nichts sprach zur Pause für ein Werder-Tor - doch nur 63 Sekunden nach Wiederanpfiff fiel es: Milot Rashica zog mit dem Ball am Fuß in den Strafraum, seinen Versuch fälschte Pieper vor die Füße von Sargent ab, der den Ball aus wenigen Zentimetern über die Linie schob.

In der Folge wurde der Platz bei Dauerregen immer tiefer. Nach gut einer Stunde wurde Klos schließlich eingewechselt, um erstmals in dieser Saison nach einem 0:1-Rückstand noch zu punkten. Dies wurde durch den Platzverweis gegen de Medina nicht einfacher.

--- 

Sport-Informations-Dienst (SID) 

Nächste Artikel
previous article imagenext article image