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Augsburg - In Augsburg kassiert die Borussia trotz drückender Überlegenheit die sechste Pleite in Serie. Die Stimmung ist so schlecht, dass selbst die Champions League nervt.

Die unheimliche Negativserie von Borussia Mönchengladbach hält weiter an.

Beim FC Augsburg verloren die "Fohlen" mit 1:3 und kassierten damit seit dem angekündigten Abschied von Trainer Marco Rose zum Saisonende die sechste Niederlage in Folge. Mehr waren es zuletzt 1989/90 beim negativen Vereinsrekord seit der Bundesliga-Gründung. 

In der Bundesliga verliert Gladbach die Europapokal-Plätze immer weiter aus den Augen und bleibt auf Platz zehn hängen. (SERVICE: Tabelle der Bundesliga)

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Augsburg liegt mit nur noch vier Zählern weniger als die Borussia auf Platz 13.

Gladbach-Trainer Rose: "Eine harte Phase"

"Die Ergebnisse, die wir gerade erzielen, sind alle negativ", sagte ein frustrierter Gladbacher Trainer nach dem Spiel bei DAZN. "Die Jungs sind auch heute wieder mit viel Energie aufgetreten. Am Ende machen wir aber in den wichtigen Momenten die Tore nicht und dann bekommen zu einfache Gegentore. Das führt dazu, dass wir jetzt schon seit geraumer Zeit keine Erfolgserlebnisse mehr haben. Es ist eine harte Phase."

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Die Negativserie vergrault den Gladbachern sogar die Vorfreude auf die Partie gegen Manchester City am kommenden Dienstag, die in normalen Zeiten wohl zum Spiel des Jahres erkoren worden wäre. Nun aber ist sie nicht mehr als eine lästige Pflichtaufgabe, zumindest für Rose: "Dieses Champions-League-Spiel passt uns jetzt nicht so richtig in den Kram, weil wir gerne eine Trainingswoche hätten."

Dennoch werde man in Budapest versuchen, eine gute Leistung zeigen, beteuerte Gladbachs Coach. Daran dass sie die 0:2-Niederlage aus dem Hinspiel im Achtelfinal-Rückspiel noch drehen können, glauben wohl selbst im Verein nur die Wenigsten. 

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Stindl verschießt Elfmeter

Sinnbildlich für die mentale Verfassung der Spieler stand in Augsburg der verschossene Elfmeter von Lars Stindl, der den Ball meterweit am Tor vorbeischoss. Zu Beginn der zweiten Halbzeit brachte Ruben Vargas dann die Hausherren in Führung, ehe Florian Neuhaus der Ausgleich gelang. Kurze Zeit später aber brachte Marco Richter den FCA wieder in Front, André Hahn machte kurz vor Schluss den Deckel drauf. (Das Spiel im Ticker zum Nachlesen)

Nach dem Ausgleich keimte beim Torschützen die Hoffnung auf, das Spiel noch drehen zu können, das Spiel aber entschieden letztendlich die Schwaben zu ihren Gunsten. "Das ist unglaublich bitter. Das geht mir jetzt auch ein bisschen auf die Nerven. Es ist ein scheiß Tag", ärgerte sich Neuhaus bei DAZN

Kurios: Augsburg gab nur drei Schüsse ab, die auf das Tor kamen. Alle fanden den Weg ins Ziel.

Neuhaus mit der ersten Chance für Gladbach

Die Borussen, die nur einen von 28 Torschüssen verwandelten, bestimmten das Spiel über weite Phasen der ersten Halbzeit und hatten bereits nach fünf Minuten ihre erste Großchance. (SERVICE: Spielplan und alle Ergebnisse der Bundesliga)

Nach einem Ballverlust des von Gladbach zum FCA ausgeliehenen Laszlo Benes kam Florian Neuhaus zum Abschluss, scheiterte aber an Augsburgs Keeper Rafal Gikiewicz.

Eine Viertelstunde später war es Valentino Lazaro, der die Führung auf dem Fuß hatte. Er zögerte beim Schuss aber zu lange, sodass der Ball noch abgefälscht werden konnte.

Erst kurz vor der Pause meldeten sich auch die Augsburger in diesem Spiel an. André Hahn wurde von Felix Uduokhai bedient, scheiterte dann aber an Nico Elvedi, der den Ball im letzten Moment noch weggrätschen konnte.

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Im Gegenzug ergab sich die größte Chance für die Gladbacher bis dahin. Nach einem Foul von Raphael Framberger an Marcus Thuram trat Stindl zum Elfmeter an. Der Kapitän aber schoss die Kugel weit am linken Pfosten vorbei.

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Vargas köpft Augsburg in Führung

Diese Unkonzentriertheit sollte sich kurz nach Wiederbeginn rächen. Nach dem ersten Augsburger Eckball des Spiels von Daniel Caligiuri kam der erst kurz zuvor eingewechselte Vargas angeflogen und köpfe den Ball zur Führung der Augsburger ein (52.).

Die Gladbacher zeigten sich nur kurz geschockt und nahmen das Tor des FCA weiter unter Beschuss. 

Nachdem Thuram noch mit einem Schlenzer an Gikiewicz gescheitert war, traf Neuhaus nur wenig später mit einem platzierten Schuss ins rechte Eck zum Ausgleich.

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Hinten allerdings blieben die Gäste anfällig, und eine Viertelstunde vor Schluss nutzte Richter eine Unordnung in der Gladbacher Defensive zur erneuten FCA-Führung.

Kurz vor dem Ende war es dann der ehemalige Gladbacher Hahn, der seinem Ex-Team den endgültigen K.o. versetzte.

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