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Peter Bosz gewann in der Rückrunde nur zwei Spiele mit Leverkusen
Peter Bosz gewann in der Rückrunde nur zwei Spiele mit Leverkusen © Imago
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Berlin - Die Krise von Bayer Leverkusen spitzt sich weiter zu. Die Saisonziele geraten immer mehr in Gefahr. Trainer Peter Bosz macht sich aber keine Sorgen um seinen Job.

Die rasante Talfahrt von Bayer Leverkusen hält an.

Trainer Peter Bosz klatschte nach der empfindliche 0:3 (0:3)-Pleite bei Hertha BSC noch schnell mit seinem Gegenüber Pál Dárdai ab und flüchtete dann in die Katakomben. Der Druck auf den Niederländer, der nur zwei der acht Rückrundenpartien gewinnen konnte, dürfte weiter wachsen. (Bundesliga: Spielplan und Ergebnisse)

"Ich bin sehr enttäuscht. Wir haben es mit der ganzen Mannschaft nicht gut gemacht. Das Spiel war zur Halbzeit fast schon gelaufen", sagte Bosz nach der höchsten Saisonniederlage der ambitionierten Werkself und der bereits zehnten Pleite im 17. Pflichtspiel des Jahres. Auf die Frage, ob er denn glaube, dass er auch nach der Länderspielpause gegen den FC Schalke 04 noch auf der Bayer-Bank sitzen werde, sagte Bosz nur: "Ja."

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Bayer-Coach Bosz macht sich keine Sorgen um seinen Job

Sorgen um seinen Job macht sich Bosz offenkundig nicht. "Ich mache mir Sorgen um die Ergebnisse. Das ist es, was ich versuche, zu beeinflussen. Alles andere kann ich nicht beeinflussen. Das ist für mich auch uninteressant", sagte 57-Jährige bei Sky.

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Leverkusen verharrt auf Platz sechs, der Rückstand auf die Champions-League-Plätze beträgt allerdings schon sieben Punkte. Noch vor drei Monaten war die Werkself Tabellenführer. (Bundesliga: Die Tabelle)

"Wir haben vor der Saison gesagt, dass wir wieder in die Champions League wollen. Diesen Wunsch haben wir immer noch nicht aufgegeben, obwohl wir da realistisch sind. Die Klubs, die vor uns stehen, machen das im Moment richtig gut. Deshalb wird es extrem schwer", sagte Sport-Geschäftsführer Rudi Völler vor Anpfiff bei Sky. "Aber der sechste oder fünfte Platz muss mindestens rausspringen! Das ist absolut unser Ziel jetzt."

Führungsriege erhöht den Druck

Die Führungsetage hatte unter der Woche schon den Druck auf Bosz erhöht. Sportdirektor Rolfes wurde in der Bild-Zeitung besonders deutlich: "Ein Jahr ohne Europa ist nicht vorstellbar." Die Bosse müssen nun während der Länderspielpause die Frage beantworten, ob sie Bosz das Erreichen des Saisonziels noch zutrauen.

Die desolate Leistung der Werkself insbesondere in der ersten Halbzeit in Berlin rechtfertigte die hohen Ansprüche jedenfalls nicht. Ein frühes Traumtor von Deyovaisio Zeefuik (4.), dazu eklatante Abwehrschwächen bei den weiteren Treffern von Matheus Cunha (26.) und Jhon Córdoba (33.) brachten die Gastgeber schon früh auf die Siegerstraße. (LIVETICKER zum Nachlesen)

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"Vielleicht muss auch mal so eine deutliche Niederlage sein, dass wir mal merken, dass du mit knapp 30 Prozent gewonnenen Zweikämpfen gegen keine Mannschaft in der Liga gewinnst. Und dass es im Kopf einfach klick macht. Dass die Qualität da ist, wird jede Woche gesagt, aber wir müssen es jetzt einfach auch mal auf den Platz kriegen. Das zieht sich jetzt schon über mehrere Wochen", sagte Torhüter Lennart Grill, der mit seinen Paraden die Niederlage noch halbwegs im Rahmen hielt.

Der abstiegsbedrohten Hertha gelang damit im Keller der Befreiungsschlag. Dank des zweiten Siegs im achten Spiel unter der Regie von Trainer Pál Dárdai verließ die Alte Dame die Abstiegszone und sprang auf Platz 14.

VAR verhindert viertes Hertha-Tor

Zur zweiten Hälfte brachte Bosz mit Nadiem Amiri und Lucas Alario zwei frische Kräfte, um das drohende Unheil noch abzuwenden. Doch nur sechs Minuten nach Wiederanpfiff musste Bayer-Keeper Lennart Grill den Ball ein viertes Mal aus dem Netz fischen. Der Treffer von Lukebakio wurde nach VAR-Eingriff aber annulliert, da Córdoba in der Entstehung mit der Hand am Ball war.

Das große Aufbäumen der Gäste blieb abgesehen von zwei Halbchancen durch Patrik Schick (54., 72.) aus. Stattdessen verhinderte Lennart Grill im Eins-gegen-Eins gegen Cunha (66.) und später gegen den eingewechselten Krzysztof Piatek (88.) eine noch höhere Klatsche.

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