Lesedauer: 4 Minuten
teilenE-MailKommentare

Roy Makaay hat seinen Ex-Klub FC Bayern weiter im Blick. Die Leihe von Joshua Zirkzee sieht er kritisch - und erzählt eine Weißbier-Anekdote.

Der frühere Bayern-Stürmer Roy Makaay verfolgt die Geschehnisse bei seinem Ex-Verein noch immer intensiv.

Zum bislang unbefriedigend verlaufenen Leihgeschäft seines niederländischen Landsmanns Joshua Zirkzee zu Parma Calcio hat der 46-Jährige eine klare Meinung.

DAZN gratis testen und internationale Fußball-Highlights live & auf Abruf erleben | ANZEIGE

Anzeige

Makaay über Zirkzee-Leihe: "Das bringt Bayern nichts"

"Ich weiß nicht, wie die Absprache war, aber es kann nicht sein, dass man sich verleihen lässt und dann nicht spielt. Das bringt ihm nichts, das bringt Bayern nichts", sagte Makaay in einem Interview mit Spox und Goal.

Zirkzee wechselte Anfang Februar auf Leihbasis zum abstiegsbedrohten italienischen Erstligisten, kam dort bislang auch verletzungsbedingt nur zu vier Kurzeinsätzen in der Serie A. Makaay, der nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn 2010 bis 2019 in verschiedenen Funktionen im Nachwuchsbereich bei Feyenoord Rotterdam tätig war, kennt Zirkzee durch dessen Zeit in der Feyenoord-Jugend 2016/17.

Meistgelesene Artikel

"Ich habe ihn bei Feyenoord ein paar Mal in der Jugend gesehen, da haben viele von ihm geschwärmt. Und ich denke auch, dass er schon in München gezeigt hat, dass viel Talent in ihm steckt. Aber als junger Spieler muss man viel spielen, um sich weiterzuentwickeln. Insofern war sein Schritt nach Parma nicht optimal", meinte Makaay.

Bayern-Trainer Hansi Flick hatte vor Zirkzees Wechsel öffentlich dessen Einstellung kritisiert. Inwiefern diese Aussagen zutreffen, könne Makaay nicht bewerten, "aber wenn der Trainer das öffentlich sagt, dann um ein Signal an den Spieler zu senden. Meiner Erfahrung nach wird beim FC Bayern von den jungen Spielern umso mehr Engagement im Training erwartet. Wer da nicht 100 Prozent gibt, hat keine Chance."

Makaay schwärmt von Lewandowski

Die Knieverletzung von Robert Lewandowski, die den Toptorjäger zu einer rund vierwöchigen Pause zwingt, sei für die Bayern "keine gute Nachricht", meinte Makaay. Zudem hegt der Niederländer Zweifel, dass Lewandowski den Torrekord von Gerd Müller, zu dem dem Polen noch fünf Tore fehlen, knacken wird: "Es wird sicherlich nicht einfacher für Lewandowski, den Rekord zu brechen."

Generell schwärmt Makaay vom Weltfußballer. "Für mich ist Lewandowski seit Jahren der beste Mittelstürmer der Welt. Was er im, aber auch außerhalb des Strafraums als mitspielender Neuner macht, ist unglaublich", meinte der frühere Stürmer, der gerne mal mit Lewandowski zusammengespielt hätte: "Lewandowski und ich hätten sicher ein gutes Sturmpaar gebildet, aber auch mit einem Typen wie Thomas Müller spielt man gerne zusammen."

Aus der aktuellen Bayern-Mannschaft imponiert Makaay auch ein weiterer Spieler: "Wer mir als Persönlichkeit unglaublich gut gefällt, ist Joshua Kimmich. So einen Spieler will man als Stürmer hinter sich haben. Einen, der Kommandos gibt und einem den Rücken freiräumt."

Makaay: Das eine oder andere Weißbier gehörte damals dazu

Makaay spielte von 2003 bis 2007 für den deutschen Rekordmeister und erzielte in 183 Pflichtspielen und 103 Tore. Bis 2019 war er als Trainer der zweiten Mannschaft von Feyenoord tätig. Als Hobby entdeckte er nach dem Ende seiner aktiven Laufbahn das Bierbrauen für sich.

Der CHECK24 Doppelpass am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

Auch früher habe er gerne mal ein Bier getrunken. "Beim FC Bayern haben wir nach den Spielen im Bus häufig das eine oder andere Weißbier getrunken. Ich weiß, heute ist das für einen Profifußballer nicht mehr unbedingt zeitgemäß. Aber damals hat es einfach dazugehört", erzählte Makaay.

Den langjährigen Präsidenten Uli Hoeneß, der Makaay 2003 von Deportivo La Coruna nach München geholt hatte, bezeichnete Makaay als einen "klasse Manager, der rund um die Uhr und auch bei privaten Angelegenheiten immer für uns da war, vieles organisiert hat".

Zudem berichtete Makaay von dem kuriosen Ablauf seines Wechsels nach München 2003. "Ich musste mich dann vier oder fünf Tage allein im Hotel verbarrikadieren, weil Depor noch um einen kleinen Betrag feilschte, es ging um die Ausbildungsentschädigung", erinnerte sich Makaay. Der damalige Manager Hoeneß sei "natürlich sauer" gewesen, "hat aber die Ruhe bewahrt und ein, zwei Mal im Hotel nach mir geschaut. Ich war auch genervt von der ganzen Situation."

Nächste Artikel
previous article imagenext article image