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München - Lucas Hernández ist beim FC Bayern München nicht immer als Stammspieler gefragt. Der Franzose verrät, wie die Münchner mit ihm planen.

Lucas Hernández kann sich auch in seiner zweiten Saison beim FC Bayern nicht als Stammspieler etablieren.

Der Franzose muss sich trotz bisher bereits 29 Pflichtspieleinsätzen häufig hinter Alphonso Davies auf der linken Seite oder Jérôme Boateng, David Alaba und Niklas Süle in der Innenverteidigung anstellen.

"Es stimmt, dass ich Phasen hatte, in denen ich weniger gespielt habe und andere, in denen ich mehr gespielt habe, aber er hat immer Vertrauen in mich gehabt", sagte Hernández bei L'Equipe über seine Situation unter Hansi Flick. Der Trainer sage ihm immer, "dass er auf mich zählt".

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Hernández: So überzeuge ich Flick

Nach dem Sieg gegen Werder Bremen am 13. März hatte Flick erklärt, es sei toll, einen Spieler wie Hernández in seinen Reihen zu haben.

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"Wenn ein Trainer so über dich spricht, ist das immer schmeichelhaft", meinte der Verteidiger, der im Sommer 2019 für 80 Millionen Euro von Atlético Madrid zu den Bayern gewechselt war: "Er weiß, dass es keine Rolle spielt, ob ich zehn, 30 oder 90 Minuten spiele - ich gebe immer alles. Und das gefällt ihm."

Hernández hatte "nie irgendwelche Zweifel"

Er habe "nie irgendwelche Zweifel" gehabt, ob sein Wechsel zu Bayern der richtige Schritt sei oder er sich nicht durchsetzen könne.

"Ich habe in den Gesprächen immer das Vertrauen des Trainers und der Verantwortlichen gespürt", erklärte Hernández: "Ich habe es nie bereut, hier unterschrieben zu haben."

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Der Konkurrenzkampf beim FC Bayern sei zwar groß, das sei bei einem solchen Verein aber auch gut. "Es ist wahr, dass es viele Leute für meine Positionen gibt", sagte der 25-Jährige: "Aber ich bin hier, um zu kämpfen und dem Trainer zu zeigen, dass ich meinen Platz verdient habe." Er habe sich bewusst für diese Herausforderung entschieden.

Im vergangenen November habe er mit Nationaltrainer Didier Deschamps gesprochen.

"Ich habe ihm gesagt, dass ich nicht glücklich darüber bin, nicht so viel zu spielen, dass es keine angenehme Situation ist", schilderte Hernández. Aber auch, dass ihn der Klub in seiner schwierigen ersten Saison immer unterstützt habe.

Bayern plant mit Hernández im Zentrum

Der Verein plane mit ihm im Zentrum, verriet Hernández.

"Im Moment ist es schwierig, weil die etablierten Spieler (David Alaba und Jérôme Boateng, Anm. d. Red.) auf einem sehr hohen Niveau sind", erklärte er: "Aber ich habe noch dreieinhalb Jahre Vertrag."

Die Innenverteidigung sei seine "natürliche Position", die er bei Atlético Madrid erlernt habe. Aber er fühle sich "auf der linken Seite genauso wohl wie in der Mitte".

Hernández nennt größten Unterschied zu Atlético

Der größte Unterschied zu Atlético sei, dass die Linksverteidiger bei Bayern viel offensiver ausgerichtet sind: "Ich bin ein Spieler, der eher defensiv ausgerichtet ist, aber wenn ich angreifen soll, bin ich zur Stelle. Und ich mag es auch."

Deswegen habe er sich beim deutschen Rekordmeister durchaus weiterentwickelt.

"Ich spiele jetzt für eine Mannschaft, die Ballbesitz hat, was bedeutet, dass man sich anders bewegt und weiß, was man tun muss, wenn man den Ball am Fuß hat", sagte Hernández, der auch seine Flanken und sein Offensivspiel generell nannte.

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Auch seine Deutschkenntnisse haben sich verbessert. "Sagen wir, ich verstehe es besser, als ich mich verständlich machen kann", meinte er lächelnd: "Aber nach und nach kommt es."

So will Hernández Mbappé stoppen

Bei der Frage, ob Erling Haaland oder Kylian Mbappé der bessere Stürmer sei, entschied sich der Franzose für seinen Landsmann.

"Unter den Youngstern ist er der Beste. Ich bin froh, ihn in meiner Nationalmannschaft zu haben, und wenn ich eines Tages gegen ihn spielen muss, werde ich zwei oder drei Worte zu ihm sagen, um ihn ruhig zu halten", sagte Hernández schmunzelnd.

Im Champions-League-Viertelfinale könnte es beim Aufeinandertreffen zwischen Bayern und PSG auch zum Duell zwischen Hernández und Mbappé kommen.

Er werde ihm sagen, dass er besser auf der linken Seite des Spielfeldes spielen solle. "Falls er auf der rechten Seite spielt, wird es Krieg geben", meinte er: "Ich scherze nur, aber es stimmt, dass er sehr viel Talent hat und wir sehr aufpassen müssen."

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