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Mainz - Stefan Bell erklärt, was in der Hinrunde in Mainz schiefgelaufen ist, wie sich die Mannschaft im Winter veränderte und warum plötzlich alle an den Klassenerhalt glauben.

Der 1. FSV Mainz 05 schöpft wieder Hoffnung auf den Klassenerhalt. Seit der Winterpause läuft es für die Mainzer wie am Schnürchen: Nach 18 Punkten aus den letzten elf Spielen sind die Nullfünfer auf Platz fünf der Rückrundentabelle. Ein Grund dafür: Stefan Bell.

Der Routinier, der zuvor fast eineinhalb Jahre ohne Bundesligaeinsatz war, ist plötzlich wieder als Abwehrchef gesetzt.

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Für den 29-Jährigen war die Rundumerneuerung im Winter der richtige Schritt: "Das war, glaube ich, die einzige Chance, die wir hatten, um die Saison noch irgendwie in die richtige Richtung zu lenken. Wir mussten eine Art Neustart hinbekommen", erläutert Bell im SPORT1-Interview.

Die Hinrunde war für die Mainzer tatsächlich zum Vergessen: Mickrige sechs Punkte aus den ersten fünfzehn Spielen, ein Spielerstreik und zwei Trainerentlassungen standen Mitte der Saison zu Buche.

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"Es war in der Hinrunde eher so, auch was die Mannschaft angeht, dass wir aneinander vorbei spielten. Auch in den Spielen hatte man nicht das Gefühl, dass wir wirklich geschlossen waren und uns gegenseitig unterstützt haben", gibt Bell selbstkritisch zu.

Heidel-Engagement "ein wichtiges Signal des Aufbruchs"

Die Rückkehr von Christian Heidel an Weihnachten war dann der Wendepunkt. Laut Bell war das Engagement von Heidel "ein wichtiges Signal des Aufbruchs und ein Hoffnungsschimmer".

Heidel integrierte zwei echte Mainz-Experten. Ex-Trainer Martin Schmidt übernahm das Amt des sportlichen Leiters und der frühere Spieler Bo Svensson wurde Cheftrainer.

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Stefan Bell ist über den neuen Trainer voll des Lobes: "Wir haben jetzt mit ihm (…) den richtigen Ansatz gewählt. Wir spielen etwas einfacheren Fußball und versuchen, das Spiel erstmal in die gegnerische Hälfte zu verlagern. Er hat einfach die richtigen Schlüsse gezogen und es clever gemacht."

Bell: "Alle miteinander verfolgen den gleichen Plan"

Auch die Transferpolitik von Christian Heidel schlug voll ein. Der unzufriedene Jean-Philippe Mateta durfte den Verein verlassen, die Neuzugänge Dominik Kohr, Danny Da Costa und Robert Glatzel funktionierten dagegen auf Anhieb.(SERVICE: Spielplan und Ergebnisse der Bundesliga

Die neue Kaderzusammenstellung empfindet auch Stefan Bell als gelungen: "Ich denke schon, dass man merkt und auch sieht, dass wir eine bessere Gruppe haben, die besser zusammengestellt ist, von den Typen besser passt und irgendwie auch geschlossener auftritt. Alle miteinander verfolgen den gleichen Plan."

Und der Erfolg gibt ihnen Recht: Alleine in den letzten fünf Spielen eroberte Mainz 05 zehn Punkte. Die Mannschaft lebt – und die Hoffnung auf den Klassenerhalt auch. SERVICE: Tabelle der Bundesliga

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