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München - Borussia Mönchengladbach holt Adi Hütter von Eintracht Frankfurt als neuen Trainer. Sportdirektor Max Eberl erklärt, wie es dazu kam und wo die Schwierigkeiten lagen.

Sportdirektor Max Eberl von Borussia Mönchengladbach hat sich im Podcast "Einfach mal Luppen" von Toni und Felix Kroos zur Verpflichtung des neuen Trainers Adi Hütter geäußert.

"Das war ein Thema, das mich in den letzten Wochen seit der Verkündung von Marco, dass er nach Dortmund gehen möchte, sehr, sehr belastet und angestrengt hat", erklärte Eberl am Dienstag: "Aber jetzt bin ich umso glücklicher, dass wir unseren Trainer gefunden haben."

Eberl: "Leider einem anderen Verein geschadet"

So wie Borussia Dortmund Marco Rose von Gladbach weglockte, nutzte Eberl nun auch eine Klausel, um Hütter von Eintracht Frankfurt zu holen (Service: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga).

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"Leider habe ich damit einem anderen Verein geschadet, der jetzt auf seiner Seite einen neuen Trainer suchen muss", gab Eberl zu.

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Eine Vertragsklausel ermöglichte dem Österreicher Hütter einen vorzeitigen Ausstieg aus seinem bis zum 30. Juni 2023 laufenden Kontrakt in Frankfurt (SPORT1-Kommentar: Hütter lässt die geilste Saison liegen).

Erleichtert über Entscheidung

Eberl berichtete von "spannenden und interessanten Wochen" mit "vielen guten Gesprächen mit tollen Menschen".

Aber der 47-Jährige "hatte von Anfang an im Kopf, was wir als Verein uns als Ziel ausgelotet haben. Deswegen bin ich umso glücklicher, dass es nun auch offiziell gemacht worden ist, dass wir vorgestern im Grunde das letzte Go bekommen haben und wir wissen, wer ab dem 1.7. unser neuer Trainer ist."

Bei seiner Suche habe er nach dem "am besten passenden Trainer für Borussia Mönchengladbach" gefahndet, der an die Facetten aus Ballbesitzfußball und Offensivpressing ansetzen kann.

Eberls Kandidat war Hütter

"So hast du einen kleineren Kreis an Trainern, mit denen du dich austauschst, mit denen du dich triffst", erklärte Eberl: "Dann gibt es den Faktor Empathie, Kommunikation, wie geht man miteinander um. Kann er sich mit dem Verein und den Möglichkeiten, die wir haben, identifizieren?"

In diesem Prozess käme man "peu à peu zu dem Ziel, zu dem Fokus, ein, zwei Kandidaten zu haben. Für mich war relativ früh klar, wer mein Kandidat ist."

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Und zwar Adi Hütter. Doch "da gab es noch das Problem, dass er unter Vertrag stand und einen sehr erfolgreichen Job bei seinem Verein macht. Da waren nochmal größere Hürden, die das Umfeld betrafen."

Eberl: Emotionen explodiert

Eberl äußerte sich auch erneut zu den schwierigen Wochen nach der Verkündung Marco Roses, zum BVB zu gehen, als Gladbach wochenlang kein Spiel gewann.

"Fakt ist, dass die Emotionen mit dieser Entscheidung von null auf hundert explodiert sind und die Fans extrem enttäuscht waren, dass Marco uns nach den zwei Jahren wieder verlassen will", meinte der Gladbach-Macher.

Das sei "mit der Situation um die verlorenen Spiele Hand in Hand gegangen. Man hat diese Spiele gar nicht mehr objektiv bewertet. Man hat gesagt: Marco geht, wir verlieren, das ist doof, so muss er weg. Das war mir zu einfach."

Eberl hofft auf Europa

Eberl weiter: "Ich musste mich ein bisschen zwischen Emotion und Ratio bewegen und eine gute Entscheidung fällen. Für mich stand außer Frage, dass ich mit Marco bis ans Ende der Saison gehe, weil er einfach ein guter Trainer ist und mit uns extrem erfolgreich war."

Er betont: "Für mich ist klar, dass Marco ein Top-Trainer ist, der mit uns die Ziele, die wir hatten, nach Europa zu kommen, schaffen kann und das hoffentlich auch wird."

Nach dem 28. Spieltag steht Gladbach auf Platz acht der Tabelle. Borussia Dortmund auf Rang fünf ist sechs Punkte entfernt, Bayer Leverkusen als Sechster drei Zähler (Die Tabelle der Bundesliga).

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