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Nach dem Champions-League-Aus droht dem dem BVB eine Saison ohne Königsklasse. Bei SPORT1 gibt sich Sportdirektor Michael Zorc trotz schwieriger Ausgangslage kämpferisch.

Am Tag nach dem Viertelfinal-Aus gegen Manchester City gab es gemischte Gefühle beim BVB.

Einerseits sei man "stolz auf unsere Leistung", wie Michael Zorc im Gespräch mit SPORT1 befand, andererseits ärgerte man sich. Schließlich hatten die Schwarzgelben die Chance, "aufgrund von drei guten Halbzeiten gegen die beste Mannschaft der Welt weiterzukommen", sagt der Sportchef.

Zorc weiter: "Es war enger, als viele im Vorfeld gedacht hatten. Am Ende war City einen Tick besser und ist verdient weitergekommen." (Pressestimmen zum Champions-League-Aus)

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Nach dem zerplatzten Traum auf die dritte Halbfinal-Teilnahme der Champions-League-Geschichte schärfen sie bei der Borussia nun die Sinne. Der BVB will mit aller Kraft noch in die Champions League kommen!

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Bei sieben Punkten Rückstand auf Rang vier ist das allerdings ein äußerst ambitioniertes Unterfangen. Das weiß auch Zorc.

Champions League? "Wir glauben weiter dran"

"Wir müssen uns jetzt auf die Qualifikation zur Champions League und den möglichen Einzug ins DFB-Pokalfinale konzentrieren", führte der 58-Jährige aus. "Das sind unsere Ziele. Rechnerisch ist die Champions League noch möglich, auch wenn die Chance nicht groß ist. Wir glauben aber weiter daran."

Mit dem 3:2-Sieg in Stuttgart habe man den ersten Schritt gemacht und wolle nun am Sonntag im Heimspiel gegen Werder Bremen (Sonntag, ab 15.30 Uhr im LIVETICKER) nachlegen. "Frankfurt und Wolfsburg haben auch noch starke Gegner", findet Zorc. "Der Schlüssel sind wir selbst."

Der BVB hat die Champions League noch nicht abgehakt!

Eine Saison ohne die lukrative "Königsklasse" würde den Klub in seiner Entwicklung zurückwerfen (Was eine Saison ohne Champions-League-Teilnahme bedeuten würde).

Es würden Einnahmen in Höhe von bis zu 40 Millionen Euro fehlen, Top-Stars wie Erling Haaland oder Jadon Sancho hätten kaum Lust auf die unliebsame Europa League und die Attraktivität des Revier-Klubs würde zudem sinken. Doch viel schlimmer: Dem BVB ginge der Superköder für Top-Talente verloren.

Droht eine Übergangssaison? Zorc widerspricht

In der Vergangenheit machten die Borussen-Bosse den Nachwuchsstars einen Wechsel in den Pott mit der Möglichkeit auf frühe Einsätze in der Champions League schmackhaft. So angelte man sich seinerzeit Christian Pulisic oder Ousmane Dembélé und zuletzt Haaland, Sancho, Giovanni Reyna oder Jude Bellingham.

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Letzterer schoss sich am Mittwochabend mit 17 Jahren und 289 Tagen zum jüngsten BVB-Torschützen in der Champions League. Weitere Auswirkungen bei einem Jahr ohne Champions League: Der BVB könnte sich seine Wunschtransfers abschminken und auf dem Transfermarkt nur sehr verhalten agieren.

Droht dem BVB im kommenden Jahr also eine Übergangssaison?

"Nein!", sagt Zorc vehement. "Falls wir unser Ziel am Ende nicht erreichen sollten, werden wir in den Angriffsmodus schalten. Von den vergangenen zehn Spielzeiten haben wir neun Mal in der Champions League gespielt. Wir sehen uns auch in der Zukunft in diesem Wettbewerb. Wir wollen es jetzt zumindest noch versuchen und glauben daran, dass es möglich ist, die Quali zu schaffen."

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