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Leverkusen - Klaas-Jan Huntelaar gelingt ein gutes Startelf-Comeback nach seiner Rückkehr zum FC Schalke 04. Für Punkte reicht es für die Königsblauen bei Bayer Leverkusen aber nicht.

Der Hunter ist zurück - und doch reicht es für den FC Schalke nicht für einen Punkt. 

Bei Bayer Leverkusen unterlagen die Königsblauen beim Debüt von Hannes Wolf als Coach der Werkself mit 1:2 (0:1). (Der Spielverlauf zum Nachlesen im LIVETICKER)

Routinier Huntelaar (81.) gelang bei seinem Startelf-Debüt der Anschlusstreffer. Der von Ajax Amsterdam in der Winterpause zurückgeholte 37-Jährige hatte zuvor nur 24 Minuten für Königsblau absolviert. Es war das erste Bundesligator des Niederländers seit dem April 2017. Er ist nun ältester Bundesligatorschütze der Schalker. 

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"Die Art und Weise war gut und das ist sehr wichtig. Damit können wir einen Schritt machen, heute war das auch konditionell viel besser", zeigte sich der Hunter bei Sky mit der Leistungssteigerung zufrieden. 

Bender: "Unser System hat sich geändert"

Der argentinische Torjäger Lucas Alario (26.) leitete mit seinem zehnten Saisontreffer den ersten Leverkusener Heimsieg nach zuletzt drei Spielen ohne Sieg in der BayArena ein. Patrik Schick (72.), der fünf Minuten zuvor für Alario kam, erhöhte mit einem Flachschuss.

Durch den zwölften Dreier der Spielzeit bleibt Bayer weiter Sechster, verkürzte den Rückstand auf Borussia Dortmund auf dem Europa-League-Rang auf einen Punkt. (Service: Tabelle der Bundesliga)

Der CHECK24 Doppelpass mit Achim Beierlorzer und Andreas Rettig am Sonntag ab 11 Uhr im TV auf SPORT1

"Wir können es auf jeden Fall besser, aber was heute für uns zählt, sind die drei Punkte", sagte Leverkusens Sven Bender bei Sky: "Wir haben uns schwergetan, aber es fühlt sich gut an. Wir wollen jetzt eine Serie starten. 

Warum sich Bayer schwertat, dafür hatte Bender auch noch eine Antwort parat: "Ein Trainerwechsel ist einschneidend. Wir haben die Art, wie wir Fußball spielen, verändert. Das war heute dem geschuldet und das Selbstvertrauen war nicht dar. Unser System hat sich geändert und da muss jeder erst einmal seinen Platz finden."

Schalkes erster Sturz in die Zweitklassigkeit seit 1988 wird nach nur einem Sieg aus den letzten 43 Bundesligaspielen immer wahrscheinlicher. Der Rückstand auf den Relegationsplatz beträgt bei noch sieben ausstehenden Spielen aussichtslose 13 Punkte. (Service: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga

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"Wir gehen davon aus, dass es schwer wird. Wir sind nicht in der Situation, jemanden zu unterschätzen", hatte Wolf, der bis zum Saisonende vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) an die Werkself ausgeliehen ist, noch warnend vor der Partie bei Sky gesagt.

Wolf, der beim DFB eigentlich die U18 betreut und Bosz nach dem 0:3 bei Hertha BSC abgelöst hatte, stellte die taktische Grundordnung bei Bayer auf ein 3-4-2-1 um - mit Erfolg.

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Ausgleichstreffer von Huntelaar zählt nicht

Bayer hatte zu Beginn wie erwartet gegen tiefstehende Schalker viel Ballbesitz und ließ den Ball im neuen System viel zwischen den Reihen laufen. Die erste Chance vergab auf der Gegenseite aber Huntelaar, der zum ersten Mal seit Mai 2017 von Anfang an für die Gelsenkirchener auflief, aus kurzer Distanz freistehend per Kopf (11.).

Bayer kontrollierte das Geschehen aber deutlich und nutzte den ersten sehenswert vorgetragenen Angriff kaltschnäuzig aus: Kerem Demirbay nahm eine Flanke von Kapitän Charles Aranguiz fein mit und bediente den einlaufenden Alario im Zentrum mustergültig.

"Ich bin zufrieden damit, dass wir das Spiel gewonnen haben. Wir wissen aber auch, dass wir besser Fußball spielen können", sagte Demirbay bei Sky: "Ich bin ehrlich, ich habe in den letzten Monaten weniger Vertrauen gespürt. Jetzt spüre ich das wieder und das ist der Weg. Ich schaue nach vorne"."

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Leverkusen tat nur noch das Nötigste und ging weiterhin kaum Risiko in einer zähen Partie ein, musste Bayer aber auch nicht - Schalkes Gegenwehr war bereits gebrochen. 

Auch nach dem Seitenwechsel blieb ein Aufbäumen bei den Königsblauen aus, die erneut auf kompletter Linie enttäuschten. Der vermeintliche Ausgleichstreffer aus dem Nichts von Huntelaar zählte nach einer vorausgegangenen Abseitsposition von Amine Harit zu Recht nicht. Dann schlug Joker Schick zu.

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mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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