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Gelsenkirchen und München - Der FC Schalke 04 sendet ein Lebenszeichen im Keller. Trainer Dimitrios Grammozis lobt nach dem Sieg gegen den FC Augsburg die Einstellung seiner Mannschaft.

Die Erleichterung nach 92-tätiger Durststrecke war riesig!

Klaas-Jan Huntelaar ballte die Faust, Gerald Asamoah sprang nach dem Schlusspfiff Trainer Dimitrios Grammozis huckepack auf den Rücken - die Hoffnungen auf den Klassenerhalt sind beim FC Schalke 04 trotzdem nur noch gering. (Service: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

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"Es war ein sehr schönes Gefühl", sagte Grammozis nach dem 1:0 (1:0)-Sieg gegen den FC Augsburg bei Sky, seinem ersten Sieg als S04-Coach. "Ich freue mich sehr für die Spieler, weil sie in den letzten Wochen immer diese Negativerlebnisse mitgenommen haben. Ich hoffe, dass wir unseren Fans einen schönen Sonntagabend bescheren konnten."

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Serdar-Blitztor erlöst Schalke

Huntelaar ergänzte: "Wir wollten heute unbedingt gewinnen. Man muss immer an alles glauben, wir gehen jetzt Schritt für Schritt."

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Zwar sendeten die Königsblauen ein Lebenszeichen, doch sechs Spieltage vor Schluss liegen die Schalker weiter abgeschlagen am Tabellenende. Der Rückstand auf den Tabellen-16. Arminia Bielefeld beträgt 13 Punkte. (Service: Tabelle der Bundesliga)

Ein Blitzstart ebnete den Schalkern den Weg zum zweiten Saisonsieg seit dem 9. Januar (4:0 gegen die TSG Hoffenheim). An seinem 24. Geburtstag nutzte Suat Serdar einen Patzer von FCA-Keeper Rafal Gikiewicz, der eine eigentlich harmlose Flanke von Can Bozdogan nicht festhalten konnte, zur frühen Führung (4.). (Das Spiel zum Nachlesen im LIVETICKER)

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Grammozis: "Brutale Leidenschaft"

"Mich freut es für Suat, der sich als Geburtstagskind selbst belohnt hat", sagte Grammozis. "Die Jungs haben alles rausgehauen und brutale Leidenschaft an den Tag gelegt. Das war der Schlüssel. Wichtig ist, dass wir so weitermachen, dann können wir auch noch weitere Punkte holen."

Mit 32 Zählern sind die Augsburger als Tabellenelfter ebenfalls noch nicht endgültig gerettet. "Es tut mir leid, ich nehme diese Niederlage auf meine Kappe", sagte Gikiewicz nach seinem Patzer. Zuspruch bekam der Torhüter von seinem Teamkollegen Marco Richter: "Wir wissen, was wir an ihm haben. Sowas kann jedem Torhüter passieren, ihn trifft da keine große Schuld. Die Chancenverwertung kann er uns ankreiden. Aber wir setzen da jetzt keinen vor die Tür, sondern pushen uns gegenseitig."

FCA-Trainer Heiko Herrlich meinte: "Das Tor war für uns heute wie vernagelt. Wir haben es verpasst, einen Riesenschritt nach vorne zu machen."

Kolasinac bei Schalke nur auf der Bank

Auf dem Platz standen schon vorwiegend die Spieler, die Schalke in die zweite Liga begleiten werden. Acht Akteure in der Startelf könnten auch im nächsten Jahr für die Königsblauen spielen, darunter vier, die erst im Laufe dieser Saison ins Profiteam befördert worden waren. Neben Rio-Weltmeister Shkodran Mustafi, der vor einer Woche wegen schwacher Trainingsleistungen im Kader gefehlt hatte, saß auch der leicht angeschlagene Rückkehrer Sead Kolasinac zunächst nur auf der Bank.

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Beflügelt vom Traumstart durch das erste Saisontor von Serdar (4.) blieben die Schalker am Drücker. Klaas-Jan Huntelaars Schuss (8.) flog rechts am Tor vorbei. Die Augsburger erholten sich nur langsam von dem frühen Nackenschlag, doch plötzlich bot sich Marco Richter die große Chance zum Ausgleich, aber Fährmann war mit dem Fuß zur Stelle (24.).

Fährmann rettet mit starken Paraden

Gegen Ende der ersten Hälfte übernahmen die Gastgeber wieder verstärkt die Initiative. Serdar hatte seinen zweiten Treffer auf dem Fuß, schlenzte aber am Tor vorbei (36.).

Die Augsburger kamen mit deutlich mehr Wucht aus der Kabine. Vargas tauchte nach einem Querschläger von Benjamin Stambouli plötzlich frei vor Fährmann auf - mit einem klasse Reflex verhinderte der Schalker Keeper den Ausgleich (57.). Auch bei einer von Daniel Caligiuri scharf aufs Tor gezogenen Ecke war Fährmann zur Stelle (61.).

Die Augsburger agierten weiterhin druckvoll, die Schalker schafften es kaum noch, sich aus der Umklammerung zu befreien. Richter probierte es artistisch mit einem Fallrückzieher, fand aber ebenfalls in Fährmann seinen Meister (76.). Huntelaar hatte per Freistoß (81.) die beste Chance auf die Entscheidung - aber die Schalker brachten den knappen Vorsprung letztlich über die Zeit.

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