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Leipzig - RB Leipzig wird kurz vor Schluss der Siegtreffer gegen Hoffenheim nach Videobeweis aberkannt. Diese Szene könnte die letzte Chance auf die Meisterschaft gekostet haben.

Ist der Weg für die neunte Deutsche Meisterschaft in Folge für den FC Bayern jetzt endgültig frei?

Für wenige Augenblicke sah es danach aus, als würde RB Leipzig den Titelkampf in der Bundesliga tatsächlich noch einmal spannend machen.

Als Yussuf Poulsen in der 95. Minute zum vermeintlichen Sieg gegen die TSG Hoffenheim traf, waren die Leipziger in der Blitztabelle bis auf zwei Zähler an den Bayern dran. (Bundesliga-Tabelle)

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VAR nimmt Poulsen-Tor zurück

Doch der Jubel war nicht von langer Dauer, denn das Kopfballtor wurde nach Videobeweis zurückgenommen - Poulsen hatte sich den Ball selbst an die Hand geköpft. (Der Spielverlauf zum Nachlesen)

"Für mich war das ein sauberer Kopfball. Insofern ist mir da das Herz schon in die Hose gerutscht", sagte TSG-Coach Sebastian Hoeneß über das aberkannte Tor. Von der Hoffenheimer Bank sah Poulsens Tor zwar regulär aus, doch die TV-Bilder zeigten den Regelverstoß des Dänen deutlich.

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Leipzigs letzte Titelchance futsch?

RB muss sich also mit nur einem statt drei Punkte begnügen. Druck auf die Bayern vor deren Top-Duell beim VfL Wolfsburg? Fehlanzeige. (Bundesliga: VfL Wolfsburg gegen FC Bayern München am Samstag ab 15.30 Uhr im Liveticker)

"Damit müssen wir leben", sagte der enttäuschte Leipziger Sportdirektor Markus Krösche bei DAZN: "Es ist extrem bitter, aber richtig, das abzuerkennen."

War es das jetzt mit dem Titel? "Bayern muss jetzt erst einmal spielen. Aber es werden immer weniger Spiele und wenn Bayern gegen Wolfsburg nicht verliert, wird der Punktabstand mehr. Wir müssen unsere Spiele gewinnen, um es zu schaffen - und das haben wir heute nicht", sagte RB-Trainer Julian Nagelsmann.

Nagelsmann: "Gespielt wie ohne Tore"

Leipzig hatte über weite Strecken zwar deutlich mehr vom Spiel, kam aber nur selten gefährlich vor das gegnerische Tor.

"Es war nicht unser bestes Spiel, wir hatten einen Tick zu wenig klare Torchancen und zu wenig aggressive Läufe in den Sechzehner. Wir haben teilweise gespielt wie ohne Tore", kritisierte Nagelsmann seine Mannschaft nach dem Spiel.

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Angelino gibt Comeback - und muss zur Pause raus

Am ehesten ging in der ersten Hälfte noch etwas auf der linken Seite über Angelino, der nach zweimonatiger Verletzungspause sein Comeback feierte. Doch ausgerechnet diesen nahm Nagelsmann zur Pause vom Feld!

"Er hatte wenige Aktionen und zu viel aus dem Stand gespielt, wir hatten uns offensiv mehr Power erhofft, was heute noch nicht der Fall war", lautete die Begründung.

Ein Weitschuss von Marcel Sabitzer (42.) war für lange Zeit die einzige gefährliche Situation des Spiels. "Es fehlen ein bisschen die Tiefenläufe. Wir müssen wesentlich mehr Tempo ins Spiel bekommen", kritisierte RB-Sportdirektor Markus Krösche zur Halbzeit bei DAZN.

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Poulsen köpft sich selbst an

Riesenwirbel dann Sekunden vor Abpfiff in der 6. Minute der Nachspielzeit: Poulsen brachte eine letzte von Marcel Halstenberg ausgeführte Ecke zwar im Tor unter, köpfte sich dabei aber selbst an.

Nach anschließenden Videobeweis annullierte Schiedsrichter Manuel Gräfe den Treffer wieder - und raubte den Leipzigern so die erhofften zwei weiteren Zähler im Titelkampf.

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