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Berlin - Union Berlin ringt Hertha BSC im Stadtderby ein Unentschieden ab. Die Hertha steckt weiter tief im Abstiegskampf. Trainer Pal Dardai erkennt sein Team nicht wieder.

Viel Tempo, viel Intensität - aber kein Sieger!

Hertha BSC hat im Hauptstadt-Derby den erhofften Befreiungsschlag im Kampf gegen den Abstieg verpasst. Beim leidenschaftlich aufspielenden Rivalen Union Berlin reichte es für das oft zu ungefährliche Team von Trainer Pal Dardai am Ostersonntag nur zu einem 1:1 (1:1). (Das Spiel zum Nachlesen im Liveticker)

Als Tabellen-14. steckt Hertha weiter im Keller fest, bei nun 25 Punkten sind es lediglich zwei Zähler Vorsprung auf den 1. FC Köln auf Relegationsrang 16.

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Lukebakio kontert Andrich-Führung

Robert Andrich brachte die Eisernen in der 9. Minute in Führung, Dodi Lukebakio glich nach etwas mehr als einer halben Stunde vom Elfmeterpunkt aus. (Spielplan/Ergebnisse der Bundesliga)

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Während Hertha unten keine großen Sprünge macht, ist Union im Kampf um die Europa League weiter in Schlagdistanz. Die Eisernen, die nach zuletzt zwei Hertha-Siegen im Derby zumindest nicht verloren, liegen vier Zähler hinter dem Fünften Borussia Dortmund (43 Punkte) und dürfen entgegen allen Erwartungen weiter vom internationalen Geschäft träumen.  (Tabelle der Bundesliga)

"Wir haben uns bemüht, die richtigen Lösungen zu finden. Es ist aber natürlich schwer, wenn der Gegner so tief steht", erklärte Union-Trainer Urs Fischer nach der Partie bei Sky. Er ergänzte: "Wenn wir uns über einen Punkt nicht mehr freuen, sind wir auf einem guten Weg."

Dardai bedient: "Habe mein Team nicht erkannt"

Hertha-Trainer Dardai ging mit seiner Mannschaft derweil hart ins Gericht. "Wir nehmen mit, was wir heute erarbeitet haben. Aber ich habe mein Team nicht erkannt", kritisierte der Ungar.

Sie wollten genau so anfangen, wie es Gegner Union gemacht hat - den Gegner durch Pressing überraschen. "Das haben wir nicht gemacht. Wir haben im ganzen Spiel nicht nach vorne verteidigt, hatten keine dynamischen Balleroberungen, wo wir kontern können. Wir müssen das ganze Spiel vergessen und darüber reden, wie das passieren kann. Ich haben die Mannschaft diese Woche in Ruhe gelassen. Das letzte Spiel war befreiend, doch heute waren wir anfangs wieder gelähmt", monierte Dardai.

In der zweiten Hälfte sei seine Mannschaft nur hinterhergelaufen. "Es war überhaupt nicht okay", lautete sein Fazit. Er vermutete ein Kopfproblem. "Vielleicht muss ich wieder mehr reden."

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Gegen Hertha waren die Köpenicker nach fast dreiminütigem Dauer-Feuerwerk von Union-Fans außerhalb des Stadions An der Alten Försterei zu Beginn auch auf dem Rasen die bestimmende Kraft. Erst scheiterte Max Kruse (7.) aus der Ferne an Herthas Ersatzkeeper Alexander Schwolow, der für den wegen einer Corona-Infektion fehlenden Rune Jarstein im Tor stand.

Kurz danach jubelte Andrich, der im Dezember bei der 1:3-Niederlage im Hinspiel noch vom Platz geflogen war. Seine Direktabnahme aus 20 Metern sprang vom Pfosten ins Netz. 

Hertha am Anfang wenig zwingend

Hertha wirkte vom Rückstand geschüttelt - und ermöglichte dem Gastgeber beinahe den zweiten Treffer. Deyovaisio Zeefuik spielte Julian Ryerson (12.) den Ball unnötig in den Fuß, der Norweger traf nur die Latte. Den Abstauber schoss Petar Musa drüber.

Bis dato hatten die Gäste wenig Zwingendes zu Stande gebracht, Jordan Torunarigha (19.) vergab mit einem Kopfball an die Latten-Oberkante die lange beste Gelegenheit - dem eigentlich qualitativ besseren Kader fiel zu wenig ein. 

Es brauchte einen ungestümen Einsatz von Union-Verteidiger Marvin Friedrich gegen den in den Strafraum eilenden Matteo Guendouzi. Der Franzose fiel, es gab Elfmeter, und Lukebakio verwandelte eiskalt.

Auch im zweiten Durchgang schlug Union vom Start weg das höhere Tempo an. Winter-Neuzugang Musa (49.) versprang der Ball nach wenigen Minuten in aussichtsreicher Position, weshalb nicht mehr daraus wurde.

Diese mangelnde Genauigkeit vermochte Hertha jedoch nicht postwendend zu bestrafen, meist fehlte dem Dardai-Team offensiv der Plan, und Union stellte die Lücken aufmerksam zu. 

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)

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