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Wolfsburg - Der BVB heizt mit seinem Sieg in Wolfsburg das Rennen um die Champions-League-Plätze an. Dann patzt auch noch Frankfurt. Die Psycho-Spielchen beginnen.

Als großer Sieger im Kampf um die Champions League geht der BVB auch aus diesem 31. Spieltag.

Mit dem 2:0-Sieg beim direkten Konkurrenten VfL Wolfsburg hat die Borussia ein Ausrufezeichen gesetzt. Weil Eintracht Frankfurt sein Gastspiel in Leverkusen mit 1:3 in den Sand gesetzt hat, ist Dortmund wieder voll drin im Rennen um die Königsklassen-Plätze. (BERICHT: Phänomen Haaland! BVB der Champions League wieder ganz nah)

"Wir haben noch alle Chancen auf die Champions League", jubelte BVB-Lizenzspielerchef Sebastian Kehl nach dem Wolfsburg-Sieg: "Der Druck auf die anderen Mannschaften wächst. Wir jagen sie!"

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Heißer Dreikampf um die Königsklasse

Der Kampf um die Königsklasse könnte drei Spieltage vor Schluss heißer kaum sein. Wolfsburg (3./57 Punkte), Frankfurt (4./56 Punkte) und Dortmund (5/55) trennen nur noch zwei Zähler. (Service: Tabelle der Bundesliga)

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"Wir waren vor drei, vier Wochen noch elf Punkte hinter Wolfsburg", rechnet BVB-Verteidiger Manuel Akanji vor, "jetzt sind es nur noch zwei. Wenn wir jedes Spiel gewinnen, glaube ich, dass es reicht."

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Schmadtke sendet Giftpfeil Richtung BVB

Während BVB-Kapitän Marco Reus ("Wir waren zum Siegen verdammt!") sich und seine Borussia mit Blick auf das Restprogramm "psychologisch im Vorteil" sieht, schießt VfL-Boss Jörg Schmadtke den ersten Giftpfeil: "Wir haben noch zwei Punkte Vorsprung. Und wenn ich das Restprogramm der Dortmunder und unseres anschaue, dann wage ich zu bezweifeln, dass sie die zwei Punkte noch aufholen!" (Service: Ergebnisse und Spielplan der Bundesliga)

Psycho-Spielchen für die Königsklasse!

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Zorc sieht BVB "in der Rolle des Jägers"

Was alle drei Top-Teams gemeinsam haben: Alle spielen noch gegen Bayern-Überraschungssieger Mainz 05 (siehe Restprogramm unten).

"Wir sind in der Rolle des Jägers", sagt BVB-Sportchef Michael Zorc im Gespräch mit SPORT1. "Wir haben gegen Wolfsburg eine gute Moral gezeigt und sind mit großem Willen aufgetreten. Nun wollen wir auch gegen Leipzig, Mainz und Leverkusen gewinnen. Wolfsburg spielt auch noch gegen Leipzig und Mainz. Wir sind dran und werden weiterhin Druck ausüben. Wir wollen die Champions League unbedingt erreichen."

Der BVB hat in Wolfsburg seinen vierten Bundesliga-Sieg in Folge geholt und macht damit Druck auf die Konkurrenz. "Ich glaube, dass die eine oder andere Mannschaft nervös wird", meint Kehl, "weil wir Druck machen und in der Lage sind, die restlichen drei Spiele zu gewinnen."

Bekommt Frankfurt ein Kopfproblem?

In Frankfurt schrillen hingegen die Alarmglocken. Nach der Wechsel-Bekanntgabe von Trainer Adi Hütter haben die Hessen zwei der letzten drei Spiele verloren. Abwehr-Boss Martin Hinteregger gibt zu, dass die Gefühle innerhalb der Frankfurter Mannschaft zuletzt ein wenig umgeschwenkt seien.

"Vorher haben wir gedacht, dass wir die Champions League erreichen können", erzählt der Österreicher, "jetzt sagen wir eher, dass wir sie verlieren können. Ich weiß nicht, ob uns dieser Gedanke belastet hat, aber wir müssen damit in den letzten Spielen besser umgehen."

Frankfurts Noch-Boss Fredi Bobic, der zur neuen Saison für die Hertha arbeiten wird, bleibt trotz der Leverkusen-Pleite cool: "Wir sind noch einen Punkt vor Dortmund und machen uns jetzt nicht in die Hosen. Wir wollen alle drei Spiele gewinnen und der BVB muss auch erst noch ihre Spiele gewinnen. Wir haben das Selbstvertrauen, dass wir die drei Spiele für uns entschieden. Alles liegt in unserer Hand und das ist das Schöne."

Klar ist: Die Psycho-Spielchen im Kampf um die Königsklasse gehen jetzt erst los …

Restprogramm der Champions-League-Anwärter:

VfL Wolfsburg (3. Platz/57 Punkte)
Union (H)
Leipzig (A)
Mainz (H)

Eintracht Frankfurt (4. Platz/56 Punkte)
Mainz (H)
Schalke (A)
Freiburg (H)

Borussia Dortmund (5. Platz/55 Punkte)
Leipzig (H)
Mainz (A)
Leverkusen (H)

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